# taz.de -- Munitionsaffäre bei Militär-Eliteeinheit: Ermittlungen gegen KSK-Kommandeur
       
       > Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen KSK-Offizier Markus Kreitmayr. Er
       > soll verfügt haben, dass gestohlene Munition straffrei zurückgegeben
       > werden konnte.
       
 (IMG) Bild: Von Skandalen gebeutelte Eliteeinheit: Abzeichen des Kommandos Spezialkräfte (KSK) an einem Barett
       
       Tübingen/Calw dpa | Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat im Zuge der
       [1][Munitionsaffäre beim Kommando Spezialkräfte (KSK)] Ermittlungen gegen
       dessen Kommandeur, Brigadegeneral Markus Kreitmayr, aufgenommen.
       
       Es werde der Verdacht eines Verstoßes gegen Paragraf 40 des
       Wehrstrafgesetzes geprüft, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Matthias
       Grundke am Donnerstag. Dies sei vergleichbar mit dem Straftatbestand der
       Strafvereitelung. Anlass für die Ermittlungen seien Medienberichte zu einer
       Sammelaktion von Munition am Sitz des KSK in Calw. Zuvor hatten mehrere
       Medien über die Ermittlungen berichtet. Bis zu einem rechtskräftigen
       Abschluss des Verfahrens gilt Kreitmayr als unschuldig. Er hat sich zu dem
       Sachverhalt bislang nur intern, nicht aber öffentlich geäußert.
       
       Es handle sich noch um einem Anfangsverdacht, sagte Grundke. Gegen weitere
       Personen werde aktuell nicht ermittelt, es ließe sich aber nicht
       ausschließen, dass die Ermittlungen noch ausgeweitet würden. Im Zuge von
       Vorermittlungen der Bundeswehr in dieser Sache seien der Staatsanwaltschaft
       Tübingen bereits Unterlagen zur Verfügung gestellt worden.
       
       Zuvor war bekannt geworden, dass es im Frühjahr 2021 zu einer Sammelaktion
       von Munition am KSK-Standort in Calw gekommen sein soll, bei der Soldaten
       straffrei Munition zurückgeben konnten, die zuvor entwendet worden oder
       nach Schießübungen nicht zurückgebracht worden sein soll. Die Aktion soll
       von KSK-Kommandeur Kreitmayr angeordnet worden sein.
       
       Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte im Zuge der
       Munitionsaffäre bereits disziplinare Vorermittlungen gegen KSK-Kommandeur
       Kreitmayr eingeleitet. Die KSK steht auch wegen [2][anderer Skandale um
       rechtsextreme Soldaten] immer wieder stark in der Kritik.
       
       1 Apr 2021
       
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