# taz.de -- Demo gegen Polizeigewalt in Griechenland: Verletzte und Festnahmen in Athen
       
       > Eine friedliche Demonstration gegen Polizeigewalt ist in Athen gewaltsam
       > eskaliert. Hooligans warfen Brandflaschen und Steine und griffen Beamte
       > an.
       
 (IMG) Bild: In Athen kam es am Dienstagabend zu schweren Krawallen
       
       Athen dpa | Bei schweren Krawallen sind in Athen am Dienstagabend fünf
       Polizisten verletzt und 16 Randalierer festgenommen worden. Dies teilte am
       Mittwoch ein Sprecher der griechischen Polizei im Staatsfernsehen mit.
       Einer der Polizisten sei schwer verletzt worden, befinde sich aber außer
       Lebensgefahr, hieß es. Der [1][griechische Regierungschef Kyriakos
       Mitsotakis] warnte angesichts der Ausschreitungen am Dienstagabend im
       Fernsehen: „Die blinde Gewalt führt nirgendwo hin.“ Auch die meisten
       Oppositionsparteien verurteilten die Ausschreitungen.
       
       Ein Mob von Hooligans, darunter Fußballrowdys sowie gewaltbereite Vermummte
       aus der Athener Autonomen-Szene, hatten am Dienstagabend eine zunächst
       friedliche Demonstration gegen Polizeigewalt genutzt, um den Athener
       Stadtteil Nea Smyrni ins Chaos zu stürzen.
       
       Sie schleuderten Brandflaschen, Feuerwerkskörper und Steine auf die
       Beamten, zerstörten parkende Autos und zündeten Müllcontainer an. Sogar
       Bäume wurden in Brand gesetzt. Zudem griffen sie die Beamten mit
       Eisenstangen an, wie das Fernsehen zeigte. Die Polizei setzte Tränengas und
       Wasserwerfer ein. Es kam zu Straßenschlachten mit den Randalierern. Die
       Lage beruhigte sich erst am Mittwochmorgen.
       
       Anlass der Demonstration war ein Fall von Polizeigewalt vor drei Tagen. Am
       Sonntag hatten Polizisten in Nea Smyrni einen Mann bei einer Kontrolle der
       Coronamaßnahmen mit Schlagstöcken, Tritten und Faustschlägen traktiert.
       Passanten hatten die Szenen gefilmt. Die Staatsanwaltschaft und die
       Regierung ordneten Untersuchungen an. Die Regierung verurteilte das
       Vorgehen der Polizisten. Es folgte eine Welle der Empörung in sozialen
       Medien, bevor die Situation am Dienstagabend eskalierte.
       
       10 Mar 2021
       
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