# taz.de -- das medienhaus an der friedrichstraße: Auf dem richtigen Weg
       
       > Die Nutzungsgewohnheiten der taz-Lesenden ändern sich wie überall in der
       > Branche. Die taz wird mit ihren verschiedenen Aboangeboten sehr gut
       > nachgefragt. Eine Bullanalyse
       
 (IMG) Bild: BU
       
       Von Andreas Bull
       
       Die Auflagenkennziffern der Aboprodukte der taz entwickeln sich wie
       erwartet – und wie erhofft. Die Auflage der werktäglich gedruckten Ausgabe
       sinkt in einem branchentypischen Ausmaß kontinuierlich und liegt
       gegenwärtig um 21 Prozent niedriger als im März 2017. Damals hatte die taz
       aus strategischen Erwägungen das sogenannte Szenario 2020 entworfen, mit
       dem digital publizierter Journalismus nach dem nahenden Ende des
       Tageszeitungsdrucks weiter zuverlässig finanziert werden könnte. Vier
       weitere Erlösquellen sollten also die Verluste kompensieren und in der Lage
       sein, den möglichen Wegfall der gedruckten Zeitung zu ersetzen.
       
       Nach vier Jahren des Weges können wir sehen, ob und wie weit wir den
       Herausforderungen des Prozesses gewachsen sind. Die Entwicklung der
       Auflagenzahlen aus der Summe der Erlösquellen geben jeden Anlass zur
       Hoffnung: Gegenüber Anfang des Jahres 2017 haben wir die Summe der Auflagen
       der Produkte von 59.813 um 39 Prozent auf jetzt 83.176 steigern können, von
       denen noch knapp 30 Prozent der klassischen täglich gedruckten taz
       entstammen. Wenn die Dynamik anhält, wogegen angesichts der politischen und
       gesellschaftlichen Konjunktur wenig spricht, wird die Auflage weiter
       steigen und sich der Anteil der gedruckten taz Ende 2022 auf rund 20
       Prozent reduziert haben.
       
       Die Tortengrafiken zeigen uns nun, wie sich die Erträge aus den
       verschiedenen Quellen zueinander verhalten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt
       stammen mit 45,8 Prozent bereits deutlich weniger als die Hälfte der
       Erträge aus dem traditionellen Printgeschäft. Dabei betrug deren Anteil vor
       vier Jahren noch knapp 68 Prozent. Wir sind also gut für den Moment
       gewappnet, wenn es aus logistischen Gründen nicht mehr möglich sein könnte,
       die taz täglich bundesweit zuzustellen. Die taz-Lesenden jedenfalls
       scheinen Gefallen an der Sache zu haben. Bitte bleiben Sie so dynamisch!
       
       20 Mar 2021
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Andreas Bull
       
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