# taz.de -- taz🐾sachen: Die taz soll keine Wüste werden
       
       Wie oft gießen Sie im Winter ihre Zimmerpflanzen? Zu häufig, zu selten?
       Letzteres war bei uns in der taz leider des Öfteren der Fall. Wegen des
       Corona-Lockdowns sind viele Redakteur:innen nur noch selten im Büro und
       arbeiten im Homeoffice. Viele Büropflanzen wurden deshalb vergessen. Und so
       ließen einige Farne, Dieffenbachien und Kentiapalmen im Büro ihre Blätter
       und Wedel hängen, wurden gelb – einige starben sogar vollends.
       
       Um das künftig zu verhindern, haben die EDV und das neue Kollektiv
       „Bürogrün“ einen internen Mail-Bot eingerichtet, der Redakteur:innen jeden
       Freitag daran erinnert, den Zimmerpflanzen doch bitte ein Schlückchen
       Wasser zu geben. Auch eine kleine Brise mit dem Zerstäuber mögen sie sehr
       gern.
       
       Die zuständigen Kolleg:innen sollen aber vorher mit dem Finger
       überprüfen, ob die Erde noch feucht ist. Wenn ja, wird erst eine Woche
       später wieder gewässert.
       
       Sind manche Pflanzen nach mehreren Wochen Lockdown verdurstet, sollen sie
       nun ja nicht ersaufen.
       
       Im Frühjahr, wenn die Zimmerpflanzen dann aus ihrem Winterschlaf erwachen,
       kann das Kollektiv „Bürogrün“ dann vielleicht auch größere
       Gärtner:innen-Aktionen starten. So könnte man die Pflanzen in
       luftdurchlässigeres Substrat umtopfen, nur noch mit kalkfreiem Regen- statt
       mit dem kalkhaltigen Berliner Leitungswasser gießen. Und vor allem darf das
       regelmäßige Düngen nicht vergessen werden.
       
       Sollte der Pflanzen-Gieß-Bot scheitern, bleibt uns dann wohl nur noch eine
       Notlösung: Kakteen und Sukkulenten. Denis Gießler
       
       19 Jan 2021
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Denis Gießler
       
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