# taz.de -- Corona und die fünfte Jahreszeit: Warum Karneval nie ausfallen darf
       
       > Der Gesundheitsminister will das närrische Treiben wegen Corona ausfallen
       > lassen. 11 Gründe, warum wir vor dem 11.11. dringend einen Impfstoff
       > brauchen.
       
 (IMG) Bild: Was von der Party übrig blieb: aus der Fotoarbeit „Spurensicherung nach Karneval“
       
       1. Weil nichts schöner ist, als mit fremden Menschen und vor Rührung
       feuchten Augen in der Kneipe zu den selben Liedern zu schunkeln. Ob Banker,
       Lehrer oder Bauarbeiter – vor [1][den Höhnern] sind alle gleich.
       
       2. Weil es nach Karneval die besten Kontaktanzeigen gibt: „Hab’ dich
       (Pilotin) am Sonntagnachmittag auf dem Heumarkt gesehen. Ich (Tiger) hatte
       zwei Freunde (Mainzelmännchen & Hotdog) dabei. Melde dich.“
       
       3. Weil Gruppenkostüme das Gemeinschaftsgefühl stärken. Ob Jahreszeiten,
       Promis mit Hund oder Britney-Spears-Outfits: Wochenlange Vorbereitung und
       jahrelange Erinnerung sind garantiert.
       
       4. Weil Karneval die beste Therapie gegen Winterdepression ist.
       
       5. Weil es ohne Karneval keine Fastenzeit gibt. Und die haben einige bitter
       nötig.
       
       6. Weil es die einzige Zeit im Jahr ist, in der sich LehrerInnen
       unbeschwert, weil stark kostümiert, besaufen können, ohne Angst vor
       SchülerInnen haben zu müssen.
       
       7. Weil man nur an Karneval ohne schlechtes Gewissen schon um 10.30 Uhr den
       ersten Sekt kippen kann. Man feiert tagsüber und ist um 22 Uhr schon
       komplett bettreif. „[2][Kumm lommer heimjon], bring mich noh Huus. Lommer
       endlich heimjon, un maach die Leechter us.“
       
       8. Weil sonst diejenigen gewonnen haben, die sagen, man könne nicht von 0
       auf 100 Spaß haben.
       
       9. Weil es ohne Karneval im Dezember kaum Geburten in Köln, Düsseldorf,
       Mainz oder Aachen gäbe.
       
       10. Weil Kinder nie glücklicher sind, als zur Karnevalszeit. Mit nach unten
       gerichteten geöffneten Regenschirmen Kamelle von Karnevalswägen auffangen
       und sich danach hemmungslos die Bäuche mit Zucker vollhauen.
       
       11. „[3][Drink doch ene met], Stell disch net esu ann, Du steihst he die
       janze Zick eröm. Häste och kei Jeld, Dat es janz ejal, Drink doch met un
       kümmer disch net drüm.“
       
       Paul Wrusch & seine Kölner Karnevalscrew
       
       22 Aug 2020
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.youtube.com/watch?v=3bUMMAhYsk8
 (DIR) [2] https://www.youtube.com/watch?v=ETs9a1Qf_ZA
 (DIR) [3] https://www.youtube.com/watch?v=pOVqJEacy-o
       
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 (DIR) Paul Wrusch
       
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