# taz.de -- südwester: Ärger im Paradies
Es klang so idyllisch: Mit dem „Niedersächsischen Weg“ haben sich vor
Kurzem die Landesregierung, Landwirte und Umweltorganisationen auf die
Einhaltung ökologischer Standards geeinigt. Der Naturschutz und die
Biodiversität sollen gefördert werden. Trotz des Kompromisses stoppt der
Nabu sein Volksbegehren zum Erhalt der Artenvielfalt aber nicht. Und das
ärgert den Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). Er mahnt an,
„konstruktiv über richtige Gesetzesformulierungen zu diskutieren und dafür
auf hitzige Debatten auf dem Marktplatz zu verzichten“. Klingt ja schön,
denkt sich der südwester. Da hat Weil wohl bloß vergessen, dass erst durch
die Androhung des Volksbegehrens die Landesregierung in Verhandlungen mit
dem Nabu getreten ist und der „Niedersächsische Weg“ zustande kam.
7 Aug 2020
## AUTOREN
(DIR) Moritz Klindworth
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