# taz.de -- heute in hamburg: „Es geht nicht nur um Umweltschutz“
       
       Interview Yevgeniya Shcherbakova
       
       taz: Sie sind eine Naturschutzstiftung. Wie kommt man auf die Idee eines
       Escape-Rooms? 
       
       Karen Elvers: Der Escape-Room ist Teil einer Ausstellung über die Tideelbe
       im Boberger Dünenhaus. Da es sich um ein komplexeres Thema handelt, haben
       wir versucht, einen spielerischen Ansatz zu finden.
       
       Wie kann man sich das vorstellen? 
       
       In unserer Ausstellung befindet sich ein würfelförmiger Raum. Eine oder
       mehrere Personen einer Besuchergruppe können in den Würfel hineingehen. Die
       Familienmitglieder oder Freund*innen lösen anschließend kleine Rätsel, um
       die anderen zu befreien. Wir helfen auch gern aus, gerade bei jüngeren
       Besucher*innen – so muss keiner Angst haben, im Würfel vergessen zu werden.
       
       Wie gut muss man in Bio aufgepasst haben, um die anderen aus dem
       Escape-Room zu befreien? 
       
       Man muss kein Vorwissen mitbringen. Es handelt sich bei den Rätseln um
       kleine Zahlenrätsel. Familien mit Kindern ab acht Jahren können sie
       gemeinsam lösen. Wir haben die Rätsel mit kleinen Geschichten von Menschen
       versehen, die an der Tideelbe arbeiten. Da gibt’s dann beispielsweise
       Landwirtin Luise, die gegen Hochwasser kämpft, oder Naturschützerin Nina.
       
       Greifen Sie das Thema Umweltschutz auf? 
       
       Es ist ein Teilaspekt, aber viel mehr geht es darum, welche
       Herausforderungen die Arbeit an der Tideelbe mit sich bringt. Das sind ganz
       unterschiedliche Aspekte, die da zusammenkommen.
       
       Haben Sie keine Angst, dass es zu pädagogisch wird? 
       
       Überhaupt nicht. Die Rätsel sind so gestellt, dass das Wissen spielerisch
       vermittelt wird. Dass man etwas dabei lernt, passiert eher so nebenbei.
       
       Ist die Idee auch eine Antwort auf die finanziellen Schwierigkeiten infolge
       der Coronakrise? 
       
       Nein, diese Idee bestand schon länger. Da war noch gar keine Rede von
       Corona.
       
       Welche Coronamaßnahmen haben Sie ergriffen? 
       
       Besucher*innen müssen sich vorher anmelden. Wir lassen immer nur eine
       Gruppe in die Ausstellung mit dem Escape-Room. Die einzelnen Gruppen
       bekommen genügend Zeit, um sich alles in Ruhe anzuschauen. Zusätzlich
       lüften wir regelmäßig und sind mit Desinfektionsmitteln ausgestattet.
       
       4 Aug 2020
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Yevgeniya Shcherbakova
       
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