# taz.de -- +++ Corona News vom 18. Juni +++: 7,9 Millionen Corona-App-Downloads
       
       > Laut RKI haben 7,9 Menschen in Deutschland die Corona-Warn-App
       > runtergeladen. Tschechien lockert weiter. Die Nachrichten zum Coronavirus
       > im Live-Ticker.
       
 (IMG) Bild: Knapp eine von zehn Personen in Deutschland nutzt mittlerweile die Warn-App
       
       Den Live-Ticker bearbeitet [1][Klaudia Lagozinski].
       
       ## Kitas in Hamburg wieder für alle Kinder geöffnet
       
       15.28 Uhr: Nach monatelangen Einschränkungen dürfen in Hamburg seit
       Donnerstag wieder alle Kinder – auch die jüngsten – [2][zurück in die
       Kindertagesstätten]. Gut 70 Prozent der üblicherweise dort betreuten Kinder
       seien auch gekommen, teilte die Sozialbehörde mit. Anfang Juni habe der
       Wert noch bei 50 Prozent gelegen. Im sogenannten eingeschränkten
       Regelbetrieb wolle man möglichst eine Betreuung im üblichen Umfang
       anbieten. Da es in einzelnen Einrichtungen aber noch zu Einschränkungen
       kommen könne, habe man sich mit den Trägern darauf verständigt, zunächst
       eine Mindestbetreuung von 20 Stunden pro Woche zu garantieren. (dpa)
       
       ## Viele Amsterdamer wollen keinen Massen-Tourismus mehr
       
       15.13 Uhr: Nach der Lockerung der Maßnahmen kommen die ersten Besucher
       wieder nach Amsterdam – doch viele Bewohner wollen die Massen nicht mehr.
       Der Tourismus müsse drastisch eingeschränkt werden, fordert eine
       Volksinitiative, die bereits von rund 25.000 Bürgern unterzeichnet wurde.
       Die Initiative fordert, dass die Zahl der Übernachtungen von Besuchern auf
       maximal 12 Millionen pro Jahr begrenzt werden solle. Zuletzt gab es rund 20
       Millionen touristische Übernachtungen im Jahr. Die niederländische
       Hauptstadt hat rund 800.000 Einwohner. Das Vermieten von Wohnungen etwa
       über Airbnb soll ebenso verboten werden wie die Eröffnung neuer Hotels.
       Gefordert wird eine starke Erhöhung der Touristensteuer und eine
       Neugestaltung des Rotlichtviertels. Drogen sollen in Coffeeshops nicht
       länger an Touristen verkauft werden.
       
       Mitte März waren Restaurants, Bars, Cafés, Bordelle und Museen geschlossen
       worden. Drei Monate lang waren die Straßen im Zentrum der Metropole wie
       ausgestorben und auf den Grachten fuhren keine Boote. (dpa)
       
       ## Gesundheitsminister: Die Pandemie ist noch nicht vorbei
       
       14.52 Uhr: Nach Einschätzung der Gesundheitsminister der Länder bleibt es
       wichtig, die Gefahr ernst zu nehmen, die von dem Coronavirus ausgeht. Die
       Diskussion darüber war ein Tagesordnungspunkt bei der Sonderkonferenz der
       Ministerinnen und Minister auf Initiative der Berliner Gesundheitssenatorin
       Dilek Kalayci (SPD). Dabei haben die Minister die Resolution zum Thema
       „Pandemie ist nicht vorbei – aufmerksam bleiben“ verabschiedet, wie die
       Senatsverwaltung für Gesundheit mitteilte.
       
       Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci, die derzeit den Vorsitz der
       Gesundheitsministerkonferenz übernimmt, sagte, der Austausch und
       Schulterschluss der Länder in der Pandemie bleibe wichtig. „Das Virus ist
       immer noch da, und wir müssen weiterhin wachsam bleiben.“ Melanie Leonhard,
       Senatorin für Gesundheit aus Hamburg, ergänzte, [3][wichtig sei, sich
       weiter diszipliniert zu verhalten.]“Dazu gehört auch, sich bereits jetzt
       darauf vorzubereiten, wie mit einer möglichen zweiten Welle umzugehen ist.“
       (dpa)
       
       ## Mehr als 1,5 Millionen Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe
       
       14.40 Uhr: In den USA ebbt die Zahl der [4][Erstanträge auf
       Arbeitslosenhilfe infolge der Krise] langsamer als erwartet ab. Insgesamt
       stellten vorige Woche erneut mehr als 1,5 Millionen Bürger einen Antrag auf
       staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium heute mitteilte. Von Reuters
       befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 1,3 Millionen gerechnet.
       Die Pandemie hat in den USA Vollbeschäftigung in Massenarbeitslosigkeit
       umschlagen lassen: Mehr als 20 Millionen Amerikaner verloren im April ihren
       Job, bevor im Mai ein vorläufiges Ende des Abwärtstrends einsetzte und rund
       2,5 Millionen Jobs geschaffen wurden. (rtr)
       
       ## Rund 8 Millionen Deutsche haben App heruntergeladen
       
       14.00 Uhr: Rund 8 Millionen Deutsche haben die im Auftrag der
       Bundesregierung erstellte [5][Corona-Warn-App] heruntergeladen. Das
       Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Downloads am Donnerstagmittag
       mit 7,9 Millionen an. Laut einer Umfrage des Instituts Civey für das Portal
       „t-online.de“ hält die Mehrheit der Bürger das Konzept der App für richtig.
       (afp)
       
       ## Krebsmedikament gegen Covid-19?
       
       13.46 Uhr: Forscher der Universität Marburg sehen vielversprechende Ansätze
       für den Einsatz des Krebsmedikaments Ruxolitinib bei schweren
       Covid-19-Erkrankungen. Sie berichteten von der erfolgreichen Behandlung
       einer 65-jährigen Patientin, die nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 an
       akutem Lungenversagen und weiteren Organschädigungen litt. Nach der Gabe
       des Krebsmedikaments besserte sich der Zustand der Patientin. Die Forscher
       nannten den Verlauf „bemerkenswert“. Das Bundesinstitut für Arzneimittel
       und Medizinprodukte genehmigte mittlerweile eine klinische Studie, in der
       die Wissenschaftler den Einsatz von Ruxolitinib gegen Covid-19-assoziiertes
       Lungenversagen weiter untersuchen wollen. Offenbar handelt es sich bei dem
       Behandlungserfolg nicht um einen Einzelfall. Das Marburger Team
       verabreichte das Krebsmedikament noch mehreren anderen Patienten, um den
       schweren Krankheitsverlauf bei ihnen in den Griff zu bekommen. „Bei allen,
       denen das Mittel länger als eine Woche verabreicht worden ist, ist es am
       Ende gut geworden“, berichtete der Krebsmediziner Andreas Neubauer. (afp)
       
       ## Fast 500 Ärzte und Pflegekräfte in Russland gestorben
       
       13.39 Uhr: In Russland sind bereits fast 500 Ärzte und Pflegekräfte durch
       die Pandemie ums Leben gekommen. Das Land habe 489 Mitglieder des
       medizinischen Personals verloren, teilte die Chefin der russischen
       Medizin-Aufsichtsbehörde Roszdrawnadsor, Alla Samoilowa, nach Angaben der
       Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit. Ärzte und Pflegekräfte in Russland
       haben sich im April und Mai wiederholt darüber beklagt, dass es in den
       Krankenhäusern an Masken und anderer Schutzausrüstung fehle. [6][In
       Russland wurden nach Angaben der Behörden bislang 561.091
       Corona-Infektionen sowie 7.660 Corona-Todesopfer registriert.] (afp)
       
       ## Protest: 50 Gebäude sollen rot leuchten
       
       13.03 Uhr: Rund 50 Gebäude in Schleswig-Holstein werden zur bundesweiten
       Protestaktion „Night of Lights“ rot beleuchtet. Die Aktion soll in der
       Nacht vom 22. auf den 23. Juni stattfinden und auf die durch die Krise
       bedrohte Veranstaltungsbranche aufmerksam machen. Bundesweit werden mehr
       als 3.000 Gebäude in 200 Städten in der Juni-Nacht beleuchtet. „Gerade nach
       dem jetzt verlängerten Verbot von Großveranstaltungen muss allen bewusst
       werden, dass ein ganzer Wirtschaftszweig mit einer Million Beschäftigten
       geopfert wird“, teilte die Initiative für die Veranstaltungswirtschaft
       Schleswig Holstein (IVWSH) mit. (epd)
       
       ## Gastgewerbe: April-Umsätze brechen um 71 Prozent ein
       
       12.29 Uhr: Die Pandemie hat [7][für einen historischen Umsatzeinbruch bei
       Hotels, Pensionen und in der Gastronomie gesorgt]. Die Umsätze im
       NRW-Gastgewerbe verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um fast 71 Prozent,
       wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilte. Die Zahl der Menschen, die
       in der Branche tätig waren, war im April um 22,3 Prozent niedriger als ein
       Jahr zuvor. Auch nach etlichen Lockerungen ist für Gastronomen die Lage
       schwierig: Durch Abstandsregeln und Hygienekonzepte sind sie
       Branchenverbänden zufolge weiterhin weit von normalen Umsätzen entfernt.
       (dpa)
       
       ## Tschechien verkündet Lockerungen
       
       12.10 Uhr: Ab Juli gilt in Tschechien keine grundsätzliche Maskenpflicht
       mehr – die Hauptstadt Prag ausgenommen. Die pauschale Pflicht, eine
       Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, werde zum 1. Juli aufgehoben, sagte
       Gesundheitsminister Adam Vojtech. Die Masken müssten allerdings weiter in
       Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln in Prag getragen werden. Dort war
       wegen eines positiv getesteten Vize-Bürgermeisters die Arbeit des Rathauses
       lahmgelegt worden.
       
       Landesweit wurden mittlerweile 10.176 Ansteckungen registriert, 333
       Infizierte starben. Als weitere Lockerung wird in Tschechien am 22. Juni
       die Obergrenze für Teilnehmer an öffentlichen Veranstaltungen von 500 auf
       1000 angehoben. Bei Fußballspielen dürfen bis zu 5.000 Menschen zuschauen,
       die in Tausendergruppen in fünf verschiedenen Bereichen platziert werden.
       Ab dem 1. Juli dürfen außerdem Nachtclubs in Tschechien wieder öffnen und
       Bars und Restaurants länger als bis 23.00 Uhr offen haben. (afp)
       
       ## Präsident Macron trifft Premier Johnson
       
       11.56 Uhr: Erstmals seit Beginn der Krise reist [8][Frankreichs Präsident
       Emmanuel Macron] heute nach Großbritannien. Seine Treffen mit Prinz Charles
       und Premier Boris Johnson haben einen historischen Anlass: Am 18. Juni vor
       80 Jahren hielt der französische General und spätere Präsident Charles de
       Gaulle im Londoner Exil seine berühmte Radioansprache, in der er die
       Franzosen zum Widerstand gegen die Nazi-Besatzer aufrief. Es ist die erste
       Auslandsreise des französischen Präsidenten seit der Pandemie mit mehr als
       29.500 Toten in Frankreich und mehr als 42.000 Todesopfern in
       Großbritannien. (afp)
       
       ## Dänemark öffnet Grenzen für EU-Länder – mit Ausnahmen
       
       11.55 Uhr: Dänemark will seine Grenzen ab dem 27. Juni [9][für die meisten
       EU-Länder und Staaten aus dem Schengenraum wieder öffnen], wie das
       Außenministerium in Kopenhagen mitteilt. Bedingung sei, dass es in diesen
       Ländern nur wenig Corona-Infizierte geben dürfe. Justizminister Nick
       Haekkerup sagt, die Öffnung gelte für alle Mitglieder der EU und des
       Schengenraums außer für Portugal und Schweden. Dänemark hatte seine Grenzen
       Mitte März geschlossen. (rtr)
       
       ## Arbeitslosigkeit sinkt in Griechenland trotz Coronakrise
       
       11.37 Uhr: Trotz Pandemie ist die Arbeitslosigkeit in Griechenland im
       ersten Quartal gesunken. Die Quote fiel von 16,8 Prozent im vierten Quartal
       2019 auf 16,2 Prozent, wie das Statistikamt Elstat mitteilte. Während der
       Finanz- und Schuldenkrise war sie bis Anfang 2014 auf den Rekordwert von
       27,8 Prozent gestiegen, hatte mit der Konjunkturerholung aber deutlich
       abgenommen. Im März allein lag die Arbeitslosenquote mit 14,4 Prozent so
       niedrig wie seit Ende 2010 nicht mehr. Ungeachtet der positiven Tendenz hat
       Griechenland nach wie vor die höchste Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone.
       Zudem sind 70,5 Prozent der 745.093 betroffenen Griechen
       Langzeitarbeitslose, also mindestens ein Jahr ohne Job. (rtr)
       
       ## Spanien greift Reisebranche unter die Arme
       
       11.28 Uhr: Spanien schnürt ein Hilfspaket über 4,25 Milliarden Euro zur
       Unterstützung der heimischen Tourismusbranche. Das teilt Ministerpräsident
       Pedro Sanchez mit. „Spanien öffnet sich dem Tourismus“, erklärt er. „Jeder
       unserer Schritte wird sicher sein.“ (rtr)
       
       ## Auch Dänemark führt Corona-Warn-App ein
       
       11.25 Uhr: Zwei Tage nach Deutschland hat auch Dänemark eine App zur
       besseren Nachverfolgung von Infektionen eingeführt. Die App „Smittestop“
       (Infektionsstopp) des dänischen Gesundheitsministeriums steht für dänische
       Nutzer seit heute zum Download bereit. Wie mit ihrem deutschen Pendant
       sollen Nutzer damit frühzeitig gewarnt werden, dass sie sich in der Nähe
       von mit dem Coronavirus infizierten Menschen befunden haben. Das Aufspüren
       solcher Kontakte sei entscheidend, um Infektionsketten zu erkennen und zu
       stoppen, erklärte Gesundheitsminister Magnus Heunicke bei der offiziellen
       Vorstellung der Warn-App. [10][Der Download ist wie im deutschen Fall
       freiwillig.] (dpa)
       
       ## Bezirk nahe Peking weitgehend abgeriegelt
       
       11.18 Uhr: Nach dem erneuten Corona-Ausbruch in Peking sind die
       Reisebeschränkungen auf die Umgebung der chinesischen Hauptstadt
       ausgeweitet worden. Die Behörden riegelten den angrenzenden Bezirk Anxin
       mit seinen rund 460.000 Einwohnern weitgehend ab. Fahrten hinein und aus
       dem Gebiet hinaus wurden weitgehend untersagt. Bereits am Dienstag hatten
       die Behörden verfügt, dass Pekings rund 21 Millionen Einwohner auf nicht
       notwendige Reisen verzichten müssen. Am Mittwoch strichen die Pekinger
       Flughäfen zwei Drittel aller Flüge. Vergangene Woche waren nach zwei
       Monaten ohne [11][neue Ansteckungen in Peking] neue Infektionen mit dem
       neuartigen Coronavirus gemeldet worden. (afp)
       
       ## Umfrage: Scheidungsrate steigt durch Einschränkungen an
       
       10.42 Uhr: Die Zahl der Scheidungen wird sich in Deutschland infolge der
       Corona-Einschränkungen voraussichtlich um ein Fünffaches erhöhen. Dies
       zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey.
       “Nicht nur die Ergebnisse dieser Scheidungsumfrage, sondern auch die
       bereits erhöhte Nachfrage in den Rechtsanwaltskanzleien lassen diesen
       Schluss zu“, sagt Alicia von Rosenberg, Familienrechtlerin mit Kanzlei in
       Berlin.
       
       2,2 Prozent der Befragten gaben an, während den Einschränkungen von Ende
       März bis Ende Mai die Entscheidung getroffen zu haben, sich scheiden zu
       lassen. Nur 0,42 Prozent aller Verheirateten waren es laut Statistischen
       Bundesamt in einem vergleichbaren Zeitraum (Zwei-Monats-Durchschnitt im
       Jahr 2018). „Die Scheidungswilligen seit dem Lockdown teilen sich in zwei
       Gruppen: in die, [12][bei denen der räumliche Einschluss der Tropfen war],
       der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, und in länger getrennte Paare,
       die durch das erzwungene Innehalten nun ihre Verhältnisse ordnen und mit
       dem Kapitel Ehe abschließen möchten. Die repräsentative Umfrage fand am
       9./10.06.2020 unter 2.500 verheirateten Personen statt. (dpa)
       
       ## In Bus und Bahn halb so viele Passagiere wie vor der Krise
       
       10.41 Uhr: Die Zahl der [13][Bus- und Bahnfahrgäste] nimmt nach dem
       Abflauen der Krise allmählich wieder zu. Man verzeichne etwa 40 bis 60
       Prozent der Nachfrage von vor der Krise, sagte der Präsident des Verbandes
       Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann. 2020 werde es aber
       keine Rückkehr zum Normalzustand geben. „Ich rechne damit, dass die Effekte
       bis weit ins nächste Jahr hineinreichen.“ Die Einnahmeverluste summierten
       sich auf rund fünf Milliarden Euro. Davon will der Bund die Hälfte
       übernehmen. Die Unternehmen selbst würden etwa 10 Prozent tragen, sagte
       Wortmann. Die übrigen Mittel müssten die Länder zur Verfügung stellen.
       (rtr)
       
       ## Venezolanische und andere Flüchtlinge leiden unter Corona
       
       10.37 Uhr: UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi hat sich besorgt über
       die Auswirkungen des Coronavirus auf die Millionen geflohenen Venezolaner
       geäußert. 3,7 Millionen Venezolaner haben ihr Land verlassen, das in einer
       schweren politischen Krise steckt und in dem es an vielen Gütern des
       täglichen Bedarfs mangelt. Die in vielen Ländern verhängten Ausgangssperren
       und Beschränkungen könnten die informelle Ökonomie besonders stark
       ausbremsen, in der Migranten oftmals ihren Lebensunterhalt verdienen. Einem
       neuen UNHCR-Bericht zufolge gab es [14][im vergangenen Jahr weltweit
       insgesamt 79,5 Millionen Asylsuchende], Binnenvertriebene und Flüchtlinge.
       (dpa)
       
       ## Tiefkühlkost boomt in Zeiten von Corona
       
       10.02 Uhr: Im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) hat das
       Marktforschungsinstitut Innofact AG eine repräsentative Verbraucherstudie
       durchgeführt, um das Kaufverhalten und die Einstellungen zu
       Tiefkühlprodukten während des Lockdowns in Deutschland zu beleuchten. Die
       Corona-Zeit hat gut ein Drittel der Befragten veranlasst, die Verwendung
       von Tiefkühlprodukten zu intensivieren. Vor allem die 18- bis 59-Jährigen
       Verbraucher gaben an, mehr tiefgekühlte Produkte verwendet zu haben. Der
       wichtigste Grund für den gestiegenen TK-Einkauf in der Corona-Zeit ist für
       72 Prozent der Befragten die lange Haltbarkeit der Produkte, die die
       Vorratshaltung erleichtert. So lassen sich Einkaufsvorgänge im Handel auf
       das nötige Maß reduzieren – dies nannten 68 Prozent der Befragten explizit
       als entscheidenden Punkt bei der Kaufentscheidung. Ein weiteres
       entscheidendes Kaufmotiv ist auch die schnelle Zubereitung von Mahlzeiten
       mit Tiefkühlprodukten. (dpa)
       
       ## Griechenland verhängt in Siedlung Ausgangssperre
       
       9.11 Uhr: Griechische Behörden haben nach einem Corona-Ausbruch eine
       Ausgangssperre in einer Siedlung verhängt. Die Bewohner von Echinos im
       Nordosten des Landes dürfen ihre Wohnungen sieben Tage lang nur verlassen,
       um Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen. Das Gebiet dürfen sie nicht
       verlassen. Nur Fahrzeuge, die Lebensmittelgeschäfte und Apotheken
       beliefern, werden in die Siedlung hineingelassen. Alle anderen Geschäfte
       müssen geschlossen bleiben. (dpa)
       
       ## Orbán gibt Corona-Sondervollmachten ab
       
       8.39 Uhr: Der [15][ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán] hat mit
       Wirkung von heute seine umstrittenen Sondervollmachten zur Bekämpfung der
       Pandemie abgegeben. Mit einem Regierungserlass hob der rechtsnationale
       Politiker am Mittwoch kurz vor Mitternacht den coronabedingten
       Gefahrennotstand auf, den er Mitte März verhängt hatte. Damit wurde ein
       Gesetz wirksam, welches das Parlament am Dienstag beschlossen hatte und
       welches das sogenannte Corona-Gesetz außer Kraft setzt. (dpa)
       
       ## Großbritannien: China und Russland wollen Krise ausnutzen
       
       08.47 Uhr: Die britische Regierung erhebt schwere Vorwürfe gegen China,
       Russland und den Iran im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. „Wir wissen
       mit Sicherheit, dass Russland systematisch in Fehlinformationen und
       Propaganda verwickelt ist, durch Cyber- und andere Wege“, sagt
       Außenminister Dominic Raab dem Sender Sky. „Andere engagieren sich
       ebenfalls, China und der Iran.“ Er glaube aber nicht, dass dies Einfluss
       auf den Wahlprozess in Großbritannien habe. (rtr)
       
       ## Studie: Blutgruppe beeinflusst Krankheitsverlauf
       
       8.01 Uhr: Das Risiko einer schweren Erkrankung an Covid-19 könnte einer
       Studie zufolge mit der Blutgruppe des Infizierten zusammenhängen.
       Wissenschaftler kamen bei einer Untersuchung an Tausenden Patienten in
       Europa zu dem Ergebnis, dass bei solchen mit der Blutgruppe A das Risiko
       einer schweren Erkrankung höher war. Menschen mit Blutgruppe 0 haben der
       Studie zufolge eine um etwa 50 Prozent geringere Gefahr für eine ernste
       Covid-19-Erkrankung. Die Studie wurde am Mittwoch im New England Journal of
       Medicine veröffentlicht.
       
       Sie ist kein Beweis für einen Zusammenhang zwischen der Blutgruppe und dem
       Erkrankungsverlauf, doch Hinweise auf einen solchen Zusammenhang waren
       zuvor bereits bei einer Untersuchung in China entdeckt worden. An der neuen
       Studie waren Wissenschaftler aus Deutschland, Italien, Spanien, Dänemark
       und anderen Ländern beteiligt. Sie verglichen etwa 2.000 Patienten mit
       einer schweren Covid-19-Erkrankung mit mehreren Tausend Menschen, die
       gesund waren oder milde oder keine Symptome hatten. Zuvor waren bereits
       andere Faktoren gefunden worden, die Covid-19-Erkrankungen beeinflussen
       könnten: [16][Bei älteren Menschen scheinen schwere Verläufe
       wahrscheinlicher] zu sein als bei jüngeren und bei Männern wahrscheinlicher
       als bei Frauen. (dpa/ap)
       
       ## Brasilien: Mehr als 1.200 Corona-Tote in 24 Stunden
       
       7.30 Uhr: Brasilien hat den zweiten Tag hintereinander mehr als 1.200
       Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden registriert. Wie das
       Gesundheitsministerium in Brasília am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte,
       starben 1.269 Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus in diesem
       Zeitraum. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Toten in Brasilien auf
       46.510. Insgesamt [17][rund 955.400 Menschen haben sich in Brasilien nach
       den offiziellen Statistiken mit dem Coronavirus infiziert]. Die
       tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, weil das Land wenig
       testet. Wissenschaftliche Studien und Schätzungen von Organisationen legen
       nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie
       bislang bekannt und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind. (dpa)
       
       ## Australiens Arbeitslosenrate steigt auf 7,1 Prozent
       
       6.05 Uhr: Australiens Arbeitslosenquote ist im Mai deutlich auf 7,1 Prozent
       gestiegen. Regierungschef Scott Morrison sprach von einer
       „herzzerreißenden“ Entwicklung. Im April hatte die Arbeitslosenrate noch
       6,4 Prozent betragen. 227.700 Menschen hätten zwischen den beiden Monaten
       ihre Arbeit verloren, teilte das amtliche Statistikbüro mit. Damit
       verzeichnete Australien den zweitstärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit im
       Monatsvergleich seit Beginn der Erfassung solcher Daten 1978. Infolge der
       Coronakrise sank die Zahl der Beschäftigten seit März um mindestens
       822.000, die Arbeitslosenrate hatte im März noch bei 5,2 Prozent gelegen.
       (dpa)
       
       ## Aktuelle Infektionszahlen aus Deutschland
       
       5.18 Uhr: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen steigt in Deutschland.
       Binnen eines Tages meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) 580 bestätigte
       Fälle, am Vortag waren es 345. Damit sind in Deutschland 187.764 Menschen
       mit dem Virus infiziert, wie die Daten des RKI zeigen. Die Zahl der mit dem
       Virus verstorbenen Menschen steigt nach offiziellen Angaben um 26 auf
       8.856. Rund 174.100 Menschen sind bislang genesen. (rtr)
       
       ## Trump gegen erneuten Lockdown in den USA
       
       4.52 Uhr: [18][US-Präsident Donald Trump] will trotz steigender
       Infektionszahlen nicht noch mal auf Geschäftsschließungen zur Eindämmung
       des Virus zurückgreifen. „Wir werden das Land nicht wieder schließen. Das
       werden wir nicht tun müssen“, betonte Trump in einem Interview mit dem
       Sender Fox News Channel. Auch der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses,
       Larry Kudlow, und Finanzminister Steven Mnuchin hatten zuvor gesagt, die
       Vereinigten Staaten könnten die Wirtschaft nicht wieder stilllegen. Bislang
       sind in den USA rund 2,16 Millionen Amerikaner mit dem neuartigen
       Coronavirus infiziert und fast 118.000 US-Bürger an den Folgen von Covid-19
       gestorben. (rtr)
       
       ## Zinsen für Ratenkredite in der Coronakrise gestiegen
       
       4.45 Uhr: In der Krise erhöhen nach Angaben des Internetportals Verivox vor
       allem regionale Geldhäuser die Zinsen für Ratenkredite. Bei steigender
       Arbeitslosigkeit erhöhe sich für Banken das Risiko, dass Kreditnehmer ihr
       Darlehen nicht zurückzahlen könnten, sagte Oliver Maier, Geschäftsführer
       von Verivox Finanzvergleich. „Vor allem regionale Institute haben darauf
       mit höheren Zinsen reagiert.“ Den Daten des Vergleichsportals zufolge
       stiegen die durchschnittlichen Zinsen für einen neuen Ratenkredit von
       10.000 Euro mit 48 Monaten Laufzeit seit Ausbruch der Corona-Krise im März
       um mehr als einen Prozentpunkt auf 5,80 Prozent in dieser Woche. Im
       gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte es einen leichten Rückgang von 4,69
       auf 4,56 Prozent gegeben. (dpa)
       
       ## „Tatort“-Team darf wieder drehen
       
       3.45Uhr: Mit zehn Wochen Verspätung wegen des Drehverbots in der Krise kann
       das neue „Tatort“-Ermittler-Duo aus dem Saarland nun den zweiten Fall in
       Angriff nehmen. Wie der SR auf Anfrage bestätigte, starten am Mittwoch (24.
       Juni) die Dreharbeiten, die ursprünglich im April beginnen sollten. (dpa)
       
       ## Kultusminister beraten über weiteres Vorgehen an Schulen
       
       3.30 Uhr: Die Kultusminister der Länder beraten heute um 14.00 Uhr darüber,
       [19][wie es nach den Sommerferien an den Schulen weitergehen soll]. Geplant
       ist eine Rückkehr zum Regelbetrieb mit vollen Klassenstärken ohne
       Abstandsgebot. Fraglich ist aber noch, wie das bei weiter geltenden
       strengen Hygienebestimmungen praktisch umgesetzt werden soll. Das neue
       Schuljahr könne „nicht eins zu eins so gemacht werden“, wie das alte
       Schuljahr begonnen habe“, sagte die Präsidentin der
       Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin
       Stefanie Hubig (SPD). „Es kann sein, dass es vor Ort wieder zu einzelnen
       Schulschließungen wegen des Infektionsgeschehens kommt. Für den Fall müssen
       wir ja auch in Zukunft vorbereitet sein“, sagte Hubig. (dpa)
       
       ## Pariser Eiffelturm: Wiedereröffnung für Sportliche
       
       2.17 Uhr: Arbeiter am Eiffelturm bereiten nach drei Monaten Pause die
       Wiedereröffnung des Pariser Wahrzeichens für den 25. Juni vor – allerdings
       nur für Sportliche: Die Aufzüge bleiben nach Angaben der
       Betreibergesellschaft wegen eines erhöhten Infektionsrisikos infolge des
       engen Raumes weiterhin außer Betrieb. (rtr)
       
       ## WHO: Forscher stoppen Tests mit Hydroxychloroquin
       
       1.45 Uhr: Internationale Forscher wollen Tests mit dem Malaria-Medikament
       Hydroxychloroquin bei Covid-19-Erkrankten einstellen. Das Mittel habe die
       Sterblichkeit von schwer erkrankten Patienten nicht reduziert, begründete
       die Weltgesundheitsorganisation den Schritt unter Berufung auf
       Testergebnisse. Hydroxychloroquin war [20][Bestandteil einer von der WHO
       koordinierten Forschungsreihe]. Dabei wird untersucht, ob verschiedene
       schon vorhandene Medikamente etwa gegen Malaria, HIV, Ebola und Multiple
       Sklerose einen Effekt gegen Covid-19 haben. (dpa)
       
       ## Im Regelfall keine Großveranstaltungen bis Ende Oktober
       
       0.00 Uhr: Großveranstaltungen soll es in Deutschland bis Ende Oktober
       weiterhin im Regelfall nicht geben. Darauf verständigte sich
       Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.
       Zu den Großveranstaltungen sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder
       (CSU), diese sollten dann nicht stattfinden, wenn angemessene
       Hygienemaßnahmen und eine Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten nicht
       möglich seien. Die einzelnen Länder behalten hier also einen Spielraum. Er
       sprach in diesem Punkt von „einem Kompromiss“. (afp)
       
       [21][Hier] finden Sie die Live-Ticker der vergangenen Tage. Alle Texte der
       taz zum Thema finden sich in unserem [22][Schwerpunkt Coronavirus].
       
       18 Jun 2020
       
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