# taz.de -- corona in hamburg: „Wenigstens ein abgespecktes Programm“
       
       Interview Laura Strübbe
       
       taz: Frau Weiland, wie sehr hat die Coronapandemie das Programm des
       Musikpavillons durcheinandergewirbelt? 
       
       Sorina Weiland: Unser Programm steht meist schon im Vorjahr. In diesem Jahr
       mussten wir vielen fest gebuchten Künstler*innen jedoch absagen, da
       Veranstaltungen bis vor Kurzem durch die Pandemie überhaupt nicht möglich
       waren und aktuell nur mit Einschränkungen möglich sind. Wir versuchen jetzt
       für den Rest der Saison wenigstens ein abgespecktes Programm zu
       realisieren.
       
       Was hat sie zu dem Schritt bewogen, die Bühne kostenlos den Musiker*innen
       zu überlassen? 
       
       Einfach, um Künstler*innen, die es in dieser Zeit ohne
       Auftrittsmöglichkeiten besonders schwer haben, ein wenig zu unterstützen.
       Allerdings müssen trotzdem eine Reihe von Auflagen erfüllt werden wie zum
       Beispiel das Stellen von Sicherheitspersonal oder die Aufnahme der
       Kontaktinformationen der Besucher*innen. Schon aus diesem Grund würden wir
       auch ausnahmsweise eine Finanzierung über den Verkauf von Tickets
       akzeptieren. Unser eigenes Programm war und ist dagegen kostenfrei.
       
       Wie groß ist die Nachfrage? 
       
       Schon bevor wir uns zu dem Schritt entschlossen hatten, die Bühne teilweise
       zur kostenlosen Nutzung freizugeben, gab es einige Interessierte. Im Sinne
       der Chancengleichheit wollten wir auch anderen die Möglichkeit bieten, von
       dem Angebot Gebrauch zu machen. Jetzt, nach der Veröffentlichung unseres
       Vorhabens, sind es nicht weniger geworden. Im Prinzip sind nun die
       möglichen Termine bis auf kleine Ausnahmen vergeben.
       
       Wie will das Bezirksamt Mitte Open-Air-Konzerte und die geltenden
       Hygienebestimmungen zusammenbringen? 
       
       Das ist natürlich aufwendig, aber machbar. Neben den allgemein gültigen
       Vorschriften der Corona-Eindämmungsverordnung können noch weitere, für
       Veranstaltungen spezifische Vorsichtsmaßnahmen erforderlich werden. Das
       wird aber dann unsere Parkleitung mit den Veranstalter*innen jeweils für
       den Einzelfall genau abstimmen.
       
       Steht schon fest, wann der Open-Air-Sommer am Musikpavillon beginnt? 
       
       Bis Ende Juli werden wir die Details geklärt haben, wer wann Zeiten
       bespielen kann. Bis dahin werden wir auch die jeweiligen Sicherheits- und
       Hygienekonzepte besprochen haben.
       
       17 Jul 2020
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Ella Strübbe
       
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