# taz.de -- +++ Corona News vom 5. Mai +++: Forderung nach Corona-Elternzeit
       
       > DIW-Forscher*innen fordern Entlastung von Familien. NRW erlaubt ab
       > Sonntag wieder Besuche in Pflegeheimen. Die Nachrichten zum Coronavirus
       > im Live-Ticker.
       
 (IMG) Bild: Eher die Ausnahme: in erster Linie sind Mütter vom Betreuungsnotstand betroffen
       
       Den Live-Ticker bearbeiten [1][Klaudia Lagozinski] und [2][Anselm Denfeld].
       
       ## Besuche in Pflegeheimen in NRW ab Sonntag wieder möglich
       
       15.30 Uhr: [3][Bewohner in nordrhein-westfälischen Alters-und Pflegeheimen]
       dürfen ab kommenden Sonntag (10. Mai) wieder Besuch von Familienangehörigen
       und Freunden bekommen. [4][Das seit Mitte März geltende Besuchsverbot]
       werde aufgehoben, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Es
       sind aber strenge Auflagen für Besuche vorgesehen. (dpa)
       
       ## Nach der ersten Welle: Weniger Infektionen, wenig Infos
       
       15.20 Uhr: Die Zahl der täglichen deutschen Corona-Fälle sinkt weiter. Wo
       sich die Menschen anstecken, ist unbekannt. Politiker agieren im
       Vorwahlkampfmodus. Malte Kreutzfeld und Anja Maier berichten über [5][die
       aktuelle Lage der Pandemie in Deutschland]. (taz)
       
       Forscher fordern Corona-Elternzeit für überlastete Familien 
       
       15.08 Uhr: Wirtschaftsforscher fordern zur Entlastung von erwerbstätigen
       Müttern und Vätern die Einführung einer Corona-Elternzeit, verbunden mit
       einem Corona-Elterngeld. Nach dem am Dienstag in Berlin vorgestellten
       Reformvorschlag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
       sollten berufstätige Alleinerziehende sowie Familien, in denen beide Eltern
       gemeinsam mehr als 40 Stunden arbeiten, eine Reduzierung der individuellen
       Arbeitszeit beantragen können, um ihre Kinder zu betreuen.
       
       Bei Paaren sollte die Leistung an die Bedingung geknüpft werden, dass beide
       Elternteile ihre Arbeitszeit reduzieren, hieß es weiter. „So könnte
       vermieden werden, dass bestehende Geschlechterungleichheiten bei der
       Aufteilung der Sorge- und Erwerbsarbeit verschärft werden“, sagte
       DIW-Forscherin Katharina Wrohlich. Wie eine aktuelle DIW-Studie zeigt,
       dürften von den Mehrbelastungen im Haushalt in erster Linie die Mütter
       betroffen sein. (epd)
       
       ## Berliner Senat beschließt Prämie für „Corona-Helden“
       
       14.06 Uhr: Tausende in der Pandemie besonders geforderte Berliner
       Landesbeschäftigte können sich über eine steuerfreie Prämie freuen. Eine
       entsprechende Regelung beschloss der Senat am Dienstag. Das Geld soll unter
       anderem an Polizisten, Feuerwehrleute, Mitarbeiter von Gesundheitsämtern
       sowie an Erzieherinnen der Notbetreuung gehen. Insgesamt rechnet der Senat
       damit, dass bis zu 25.000 Beschäftigte in den Genuss der sogenannten
       Leistungsprämie kommen. Über die genaue Höhe im Einzelfall können die
       betroffenen Dienststellen selbst entscheiden, die Obergrenze liegt bei
       1.000 Euro. (dpa)
       
       ## WHO fordert Prüfung von Lungenentzündungen Ende 2019
       
       13.56 Uhr: Nach Bekanntwerden einer potenziellen Covid-19-Erkrankung in
       Frankreich bereits im Dezember ruft die Weltgesundheitsorganisation WHO
       auch andere Staaten dazu auf, ähnliche Krankheitsfälle von Ende 2019
       nachträglich zu prüfen. Es sei möglich, dass sich noch mehr Patienten mit
       einer Lungenentzündung als frühe Covid-19-Fälle entpuppen, sagte
       WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Dienstag in Genf.
       
       Eine am Montag veröffentlichte Studie französischer Wissenschaftler legt
       nahe, dass in Frankreich am 27. Dezember ein Mann behandelt wurde, der
       Covid-19 hatte. WHO-Sprecher Lindmeier sagte, das Ergebnis der Studie sei
       nicht überraschend. Diese Fälle zu entdecken, würde aber dazu beitragen,
       dass die Welt sich ein „neues Bild“ des Ausbruchs machen könnte. (rtr)
       
       ## Müller erklärt riesigen Finanzbedarf in Entwicklungsländern
       
       13.41 Uhr: Entwicklungsminister Gerd Müller fordert für die internationale
       Bekämpfung der Pandemie 3 Milliarden Euro in seinem Haushalt für 2020. Eine
       Milliarde des „Corona-Sofortprogramms“ finanziere man durch
       Umstrukturierungen im Haushalt, sagte Müller am Dienstag in Berlin. Aber
       der Finanzbedarf sei dreimal so groß. So fordert das
       Entwicklungsministerium Geld für die bessere Ausstattung der
       Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern, für Kampf gegen
       Hungerkatastrophen infolge der Krise, Stabilisierung von Krisenregionen und
       Jobsicherung. Müller warnte vor einem Kollaps von Staaten gerade in Afrika.
       (rtr)
       
       ## Österreichs Neuinfektionen steigen trotz Lockerungen wenig
       
       13.41 Uhr: In Österreich gibt es der Regierung zufolge nach der ersten
       schrittweisen Lockerung nach Ostern keinen merklichen Anstieg der
       Infektionszahlen. „Die erste Phase der Öffnung haben wir gut bewältigt“,
       sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Grüne. Nachdem es anfangs
       tägliche Steigerungsraten der Neuinfektionen von über 40 Prozent gegeben
       habe, würden sie nun bei 0,2 Prozent liegen. Zugleich appelliert der
       Minister an die Bevölkerung, vorsichtig zu bleiben. (rtr)
       
       13.26 Uhr: Berater des Bundeswirtschaftsministeriums raten zu kürzeren
       Sommerferien. „Eine Verkürzung der Sommerferien scheint uns sinnvoll“, sagt
       Regina Riphahn vom Wissenschaftlichen Beirat bei der Vorstellung eines
       Schreibens an das Ministerium. Damit könne zumindest ein Teil der
       verlorenengegangenen Unterrichtszeit nachgeholt werden. (rtr)
       
       ## Häusliche Gewalt in Russland drastisch gestiegen
       
       13.03 Uhr: Seit Beginn der strengen Ausgangsbeschränkungen in Russland ist
       die häusliche Gewalt dramatisch angestiegen. „Nach Angaben von
       Nichtregierungsorganisationen ist die Zahl der Opfer häuslicher Gewalt um
       das 2,5-Fache gestiegen“, zitierte die Nachrichtenagentur Ria Nowosti die
       Menschenrechtsbeauftragte des Kreml, Tatjana Moskalkowa. Viele Frauen
       hätten angegeben, dass sie wegen der Ausgangsbeschränkungen keine
       Möglichkeit hätten, zu den Behörden zu gehen und um Hilfe zu bitten,
       berichtete Moskalkowa demnach.
       
       Russland ist trotz eines strikten Lockdowns derzeit europaweit das Land mit
       den meisten Neuinfektionen. Am Dienstag wurden bereits den dritten Tag in
       Folge mehr als 10.000 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden vermeldet. (afp)
       
       ## UN zum Mittelmeer: EU muss Rettungsmechanismus finden
       
       12.56 Uhr: Die Internationale Organisation für Migration hat sich sehr
       besorgt über das Schicksal von 78 festsitzenden Menschen auf dem
       Handelsschiff „Marina“ im Mittelmeer geäußert. Das Handelsschiff mit
       geschwächten Geflüchteten an Bord erhalte keine Erlaubnis zum Einlaufen in
       einen Seehafen, sagte die IOM-Sprecherin Safa Msehli am Dienstag in Genf
       dem Evangelischen Pressedienst.
       
       Die EU-Staaten müssten einen klaren und sicheren Mechanismus finden, damit
       aus Seenot gerettete Migranten und Flüchtlinge an Land gehen können. Im
       Zuge der Pandemie schlossen Länder in Europa ihre Grenzen, auch Seehäfen
       sind weitgehend gesperrt. (afp)
       
       ## Lukaschenko lädt Staatschefs zu Militärparade ein
       
       12.43 Uhr: Ungeachtet der weltweiten Pandemie will Staatschef Alexander
       Lukaschenko auch internationale Gäste zur Siegesparade zum Kriegsende nach
       Belarus (Weißrussland) einladen. Sein Land sei als eines der ersten Länder
       verwüstet worden. „Wir sind ein lebendiges Denkmal für diesen Krieg.“ sagte
       der Präsident der Agentur Belta zufolge. Zumindest die Staatschefs der
       Länder der ehemaligen Sowjetunion sollten am 9. Mai in Minsk feiern.
       
       Lukaschenko hat die Pandemie immer wieder als „Psychose“ heruntergespielt,
       obwohl die Zahl der Infektionen auch in dem osteuropäischen Land massiv
       steigt. Nach offiziellen Angaben haben sich bereits rund 18.350 Menschen
       angesteckt. (rtr)
       
       ## Bayerns Biergärten öffnen in zwei Wochen
       
       12.30 Uhr: Bayern beginnt in zwei Wochen mit der Öffnung in der
       Gastronomie. Vom 18. Mai an dürfen Biergärten geöffnet und Tische im Freien
       besetzt werden, wie Ministerpräsident Markus Söder ankündigt. Vom 25. Mai
       an dürfen Gaststätten auch ihre Innenräume wieder öffnen, allerdings mit
       begrenzter Gästezahl, Hygiene-Vorschriften und Öffnungszeiten. Eine Woche
       danach – am Pfingstwochenende – sollen auch Hotels und Ferienwohnungen
       wieder öffnen dürfen. (rtr)
       
       ## Großbritannien hat die meisten Todesfälle in Europa
       
       11.09 Uhr: In Großbritannien sind mehr als 32.000 Menschen mutmaßlich an
       der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben – [6][so
       viele wie sonst nirgends in Europa]. Das nationale Statistikamt ONS teilt
       mit, dass in Englang, Wales Schottland und Nordirland insgesamt 32.313 Tote
       gezählt wurden. Das sind mehr als in Italien, das bislang die meisten
       Todesfälle in der Pandemie in Europa verzeichnet hat. (rtr)
       
       ## Bereits 115 Impfstoffprojekte weltweit
       
       11.00 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Impfstoff-Projekte legt rasant zu. Nach
       Angaben des Verbands der forschenden Pharmaunternehmen (VFA) gibt es
       [7][weltweit inzwischen 115 Impfstoffprojekte]. Sieben würden maßgeblich in
       Deutschland vorangetrieben, dabei handele es sich um Forschungen der
       Biotechunternehmen BioNTech, CureVac, Prime Vector Technologies, Artes
       Biotechnology sowie zwei Projekte des Deutschen Zentrums für
       Infektionsforschung. Zehn Impfstoffkandidaten würden weltweit bereits in
       klinischen Studienprogrammen mit Freiwilligen getestet. In Deutschland hat
       Biontech die erste klinische Studie gestartet. (rtr)
       
       ## Indien beginnt Repatriierung hunderttausender Landsleute
       
       10.56 Uhr: Nach langem Zögern beginnt Indien am Donnerstag mit der
       Repatriierung hunderttausender im Ausland gestrandeter indischer Arbeiter
       und Studenten. Drei Marineschiffe seien bereits auf dem Weg zu den
       Malediven und den Vereinigten Arabischen Emiraten, sagte ein Sprecher des
       Verteidigungsministeriums am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Im März
       hatte Indien alle Flüge aus dem Ausland verboten. Hunderttausenden
       indischen Arbeitern sowie Studenten im Ausland blieb damit eine Rückkehr
       verwehrt.
       
       Trotz massiven Drängens anderer Staaten weigerte sich Neu-Delhi aber
       bislang, ihre Rückkehr zu organisieren – aus Sorge, der Herausforderung
       nicht gewachsen zu sein, Millionen Menschen zurückholen und für ihre
       Quarantäne sorgen zu müssen. Allein in den Vereinigten Arabischen Emiraten
       leben 3,3 Millionen Inder. Viele von ihnen verloren in der Pandemie ihre
       Arbeit oder wurden krank und stehen nun gänzlich ohne Unterstützung da.
       (afp)
       
       ## Entwicklung der Infektionszahlen laut RKI „sehr gut“
       
       10.11 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) beurteilt die Entwicklung der
       Zahl der Infektionen positiv. „Die Zahl der übermittelten Infektionsfälle
       sinkt weiter. Das ist eine sehr gute Nachricht“, sagt RKI-Präsident Lothar
       Wieler in Berlin. In der vergangenen Woche seien täglich zwischen 700 bis
       1.600 Fälle an das RKI gemeldet worden. Am Montag waren es 685. Die
       Reproduktionsrate werde auf 0,71 geschätzt. (rtr)
       
       ## Wieder über 10.000 Neuinfektionen in Russland
       
       9.57 Uhr: In Russland sind in den vergangenen 24 Stunden 10.102
       Neuinfektionen registriert worden. Damit sei bei insgesamt 155.370 Menschen
       im ganzen Land das Virus nachgewiesen worden. 95 weitere Menschen seien im
       Zusammenhang mit einer Infektion gestorben, die Gesamtzahl der Todesopfer
       liege damit bei 1.451. Das Land hat derzeit die höchste Reproduktionsrate
       Europas. (rtr)
       
       Spahn steht trotz Kalou-Video hinter DFL-Hygienekonzept 
       
       9.25 Uhr: Auch nach dem Video von Hertha-Profi Salomon Kalou hat
       Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, keinen Zweifel am
       Hygiene-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL). „Das grundsätzliche
       Konzept macht Sinn und kann auch Vorbild sein im Übrigen für andere
       Profisport-Bereiche. Aber dann muss es auch gelebt werden“, sagte der
       Politiker im Deutschlandfunk. Kalou hatte am Montag über Facebook ein Video
       veröffentlicht, in dem er und andere gegen die von der DFL in ihrem Konzept
       gemachten Vorgaben verstießen.
       
       Am Mittwoch soll bei einer Konferenz von Bund und Ländern entschieden
       werden, ob und – wenn ja – wann die Bundesliga und die 2. Bundesliga ihren
       Spielbetrieb wieder aufnehmen darf. Dafür hat die DFL ein Hygienekonzept
       mit Serientests ausgearbeitet. (dpa)
       
       ## Jens Spahn pocht auf einheitliches Vorgehen der Länder
       
       7.30 Uhr: Nach dem Vorpreschen einzelner Bundesländer bei der Lockerung der
       Corona-Schutzmaßnahmen plädiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für
       ein gemeinsames Vorgehen. Er verstehe die Debatte, aber es sei genauso
       wichtig, „dass wir auch Verlässlichkeit und Vertrauen geben durch klare
       Kriterien und ein gemeinsames Vorgehen“, sagt der CDU-Politiker im
       Deutschlandfunk. (rtr)
       
       Seehofer ordnet Verlängerung der Grenzkontrollen an 
       
       6.49 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU, hat eine Verlängerung
       der Grenzkontrollen zu den fünf Nachbarstaaten Österreich, Schweiz,
       Frankreich, Luxemburg und Dänemark angeordnet. Auch Flugpassagiere aus
       Spanien und Italien werden weiterhin kontrolliert. Die [8][Kontrollen an
       den europäischen Binnengrenzen] wurden bis zum 15. Mai verlängert. (dpa)
       
       ## Weniger Einbrüche während der Pandemie
       
       5.06 Uhr: [9][Derzeit wird deutlich weniger in Wohnungen eingebrochen].
       Dieser Trend, der sich schon im März abgezeichnet hatte, setzt sich im
       April fort, wie eine Länder-Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt.
       Während vom 1. März bis 26. April 2019 genau 3.856 Fälle von
       Wohnungseinbruchdiebstahl im bevölkerungsreichsten Bundesland registriert
       wurden, waren es laut NRW-Innenministerium im gleichen Zeitraum dieses
       Jahres 2.336. Das entspricht einem Rückgang von fast 40 Prozent. Ein Grund
       dafür dürfte nach Einschätzung der Fachleute sein, dass sich die Menschen
       viel mehr als sonst zu Hause aufhalten. Außerdem sei es durch den
       allgemeinen Shutdown auch schwerer als sonst, Diebesgut zu verkaufen. (dpa)
       
       ## Deutschland: 685 Neuinfektionen, 139 neue Todesfälle
       
       4.32 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 685
       auf 163.860 gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die
       Zahl der Covid-19-Todesfälle legt um 139 auf 6.831 zu. (rtr)
       
       ## Dreyer fordert klare Regeln für Gastronomie und Bildung
       
       3.48 Uhr: Vor der Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin
       über eine Lockerung der Beschränkungen am Mittwoch pocht die
       rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer, SPD, auf einen
       [10][Fahrplan für die Gastronomie], Schulen und Kitas. Bund und Länder
       müssten den Gastronomen „klar sagen, womit sie rechnen können, wenn das
       Infektionsgeschehen weiterhin niedrig bleibt“, sagt Dreyer den Zeitungen
       der Funke Mediengruppe. „Wir brauchen ein Stufensystem mit klar
       nachvollziehbaren Wenn-dann-Regeln.“ Außerdem fordert Dreyer ein Schul- und
       Kitakonzept „mit klarem Zeitplan“. (rtr)
       
       ## Fluggesellschaft United kürzt Manager*innen-Gehälter
       
       1.53 Uhr: Die US-Fluggesellschaft United Airlines kündigt [11][Kürzungen um
       30 Prozent auf Management-Ebene] und im Verwaltungsbereich an. Dies geht
       aus einer Mitteilung des Unternehmens an die Mitarbeiter hervor, die der
       Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. United gehört zu den Fluglinien, die
       die Lohn- und Gehaltshilfen der US-Regierung akzeptiert haben, wodurch ein
       Stellenabbau bis zum 30. September ausgeschlossen ist. United geht davon
       aus, dass sich die infolge der Coronavirus-Pandemie eingebrochene
       Reisenachfrage bis zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht erholt haben
       werde, wodurch das Unternehmen zu den Kürzungen gezwungen sei. (rtr)
       
       ## Mehr als 250.000 Tote weltweit
       
       1.01 Uhr: Laut Zählungen der Nachrichtenagentur Agence France Presse sind
       mittlerweile über 250.000 Menschen [12][an der Coronavirus-Infektion
       gestorben]. (afp)
       
       ## Forscher in Israel isolieren erstmals Coronavirus-Antikörper
       
       0.41 Uhr: In Israel haben Forscher Coronavirus-Antikörper isoliert. Der
       Schritt sei ein „bedeutender Durchbruch“ in Richtung einer möglichen
       Behandlung der Covid-19-Pandemie, sagt Verteidigungsminister Naftali
       Bennett. Der am Israel Institute for Biological Research (IIBR) entwickelte
       „monoklonale neutralisierende Antikörper“ könne das krankheitserregende
       neuartige Coronavirus in den Körpern der Träger neutralisieren“, erklärt
       Bennett. (rtr)
       
       ## Esken: Schulunterricht bleibt auch im Herbst eingeschränkt
       
       0.00 Uhr: Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken rechnet mit Einschränkungen im
       Unterricht auch im neuen Schuljahr. „Ein ‚normaler‘ Unterricht ist derzeit
       undenkbar, auch nicht im neuen Schuljahr“, sagt sie der Süddeutschen
       Zeitung. Esken rechnet damit, dass die Schulen wegen des Abstandsgebots
       auch nach den Sommerferien lediglich einen Schichtunterricht in
       kontrollierbaren kleinen Gruppen anbieten können, begleitet von digital
       gestützten Lernangeboten für zu Hause. (rtr)
       
       ## Tägliche Totenzahlen sollen laut US-Behörde erneut steigen
       
       0.00 Uhr: Ein internes Dokument der US-Seuchenbehörde CDC kommt nach einem
       Bericht der New York Times zu dem Ergebnis, dass Ende des Monats die Zahl
       der täglichen Coronavirus-Toten auf 3.000 steigen wird. Derzeit sind es
       nach Reuters-Zählung 2.000 täglich. (rtr)
       
       ## Bundesliga startet wohl am 15. Mai – mit Geisterspielen
       
       0.00 Uhr: Bund und Länder werden am Mittwoch mit großer Wahrscheinlichkeit
       den Weg für [13][Geisterspiele der Fußball-Bundesliga] frei machen und auch
       großen Geschäften wieder die Öffnung erlauben. Darauf einigen sich die
       Vertreter von Bund und Ländern nach Informationen von Reuters aus
       Verhandlungskreisen. Höchstwahrscheinlich werde ein Start der Bundesliga
       zum 15. Mai möglich werden, erfuhr Reuters von mehreren mit den
       Verhandlungen vertrauten Personen. (rtr)
       
       Pfingsten: Mecklenburg-Vorpommern will Reisen erlauben 
       
       0.00 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern will angesichts geringer Neuinfektionen
       schon in der Woche vor Pfingsten auch Auswärtigen wieder [14][Urlaub an der
       Ostsee erlauben]. Das sieht ein Stufenplan zum Neustart des Gastgewerbes im
       Nordosten vor, auf den sich am Montagabend in Schwerin Vertreter von
       Landesregierung und Gastgewerbe in der gemeinsamen Task Force Tourismus
       verständigten.
       
       Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, SPD, nach den Beratungen
       mitteilte, sollen am 18. Mai auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen
       öffnen. Zum 25. Mai soll dann das seit Mitte März geltende Einreiseverbot
       für [15][Touristen aus anderen Bundesländern] aufgehoben werden.
       Mecklenburg-Vorpommern gilt als beliebtestes Reiseziel der Deutschen im
       Inland. (dpa)
       
       [16][Hier] finden Sie die Live-Ticker der vergangenen Tage. Alle Texte der
       taz zum Thema finden sich in unserem [17][Schwerpunkt Coronavirus].
       
       5 May 2020
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /!s=Klaudia+Lagozinski/
 (DIR) [2] /!s=Anselm+Denfeld/
 (DIR) [3] /Demente-Grosseltern-in-der-Coronakrise/!5679466
 (DIR) [4] /Ausgang-fuer-Risikogruppen/!5680463
 (DIR) [5] /Corona-Epidemie-in-Deutschland/!5682969
 (DIR) [6] /Coronavirus-in-Grossbritannien/!5681245
 (DIR) [7] /EU-Geberkonferenz-fuer-Corona-Impfstoff/!5679841
 (DIR) [8] /Corona-verschaerft-Rassismus/!5678303
 (DIR) [9] /Rueckgang-der-Kriminalitaet-in-Berlin/!5680571
 (DIR) [10] /Gastronomie-und-Corona/!5679847
 (DIR) [11] /Reichensteuer-fuer-Corona/!5680262
 (DIR) [12] /Coronavirus-in-Belgien/!5679759
 (DIR) [13] /Neustart-fuer-den-Profifussball/!5679787
 (DIR) [14] /Berliner-Amtsarzt-fuer-Lockerungen/!5682791
 (DIR) [15] /Wie-Corona-Reisen-veraendert/!5681078
 (DIR) [16] /Corona-Live-Ticker/!t5679126/
 (DIR) [17] /Schwerpunkt-Coronavirus/!t5660746/
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
 (DIR) Corona Live-Ticker
 (DIR) Gesundheit
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
 (DIR) Schwerpunkt Coronavirus
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Bündnis kritisiert Kita-Notbetreuung: „Alle Eltern brauchen Perspektive“
       
       Die Ausweitung der Kitanotbetreuung in Berlin läuft an den Bedürfnissen der
       Eltern vorbei, kritisiert Corinna Balkow vom Landeselternauschuss Kita.
       
 (DIR) Gebären in Pandemie-Zeiten: Was Corona für Geburten bedeutet
       
       In Zeiten der Coronakrise wollen viele Schwangere ihr Kind zu Hause zur
       Welt bringen. Zwei Hebammen und eine Schwangere berichten über ihre
       Situation.
       
 (DIR) Impfstoff-Geberkonferenz: Milliardenspritzen gegen das Virus
       
       In Brüssel gehen von überall Finanzzusagen zur Entwicklung von Impfstoffen
       gegen Covid-19 ein. Gibt es doch noch internationale Solidarität?