# taz.de -- Was fehlt...: ... der liebevolle Gruß-Bus
Mühseliges Arbeiten im Home-Office. Die fünfte Zoom-Konferenz hinter sich
gebracht, schon das dritte Missverständnis aufgrund von diversen
Kommunikationskanälen mit dem Kollegen am Telefon geklärt, Mittagspause
traurig alleine verbracht. Plötzlich vernimmt das Ohr eine Fanfare. Beim
Blick aus dem Fenster ertönt ein Tusch und dann sagt eine blechernde
Stimme: Du machst das toll! Du bist sowieso prima, du hälst klasse durch
und hey, ich vermisse dich.
Ja, solche Worte zu hören, das könnten jetzt vermutlich einige Menschen gut
gebrauchen. In Brüssel macht das ein Gruß-Bus möglich. Aufmunternde Grüße
an die Großmutter, eine befreundete Krankenschwester oder liebe
Kolleg*innen können Menschen in Brüssel derzeit per Bus ausrufen lassen.
Die städtische Verkehrsgesellschaft STIB-MIVB setzt einen elektrischen
Gruß-Bus ein, um die Bürger in Zeiten der Corona-Ausgangsbeschränkungen zu
verbinden. Der Lautsprecher-Bus fährt nach Unternehmensangaben durch die
belgische Hauptstadt, „um ein wenig Liebe in den Herzen der Brüsseler zu
verbreiten.“
Ein wenig Liebe – können wir immer und jetzt erst recht gebrauchen. Gut,
dass Botschaften im Sinne des Gruß-Busses auch übers Telefon funktionieren.
Und den Lautsprecher-Knopf gibt's da auch. (taz/dpa)
23 Apr 2020
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