# taz.de -- +++ Corona News vom 17. April +++: Sachsen führt Maskenpflicht ein
       
       > Im Nahverkehr und beim Einkauf muss in Sachsen Maske getragen werden. 58
       > Prozent der Menschheit von Sperren betroffen. Nachrichten zum Coronavirus
       > im Live-Ticker.
       
 (IMG) Bild: In Bussen, Zügen und Supermärkten in Sachsen ab kommenden Montag Pflicht
       
       Den Live-Ticker bearbeiten [1][Klaudia Lagozinski] und [2][Anselm Denfeld].
       
       ## Zahl der Toten in Belgien überschreitet Marke von 5.000
       
       15.47 Uhr: [3][In Belgien] hat das Virus mittlerweile mehr als 5000
       Menschen das Leben gekostet. Wie die belgischen Gesundheitsbehörden
       mitteilten, starben 313 weitere Menschen binnen 24 Stunden. Belgien mit
       seinen 11,5 Millionen Einwohnern hat eine der höchsten Sterblichkeitsraten
       in ganz Europa.Insgesamt haben sich in dem Land mehr als 36.000 Menschen
       infiziert. Etwas mehr als die Hälfte der Todesfälle wurde demnach in
       Altersheimen registriert. Mehr als 1.100 Infizierte würden noch auf
       Intensivstationen behandelt werden – eine rückläufige Zahl, wie die
       Behörden mitteilten. (afp)
       
       ## Lufthansa-Gruppe schließt Rückholflüge ab
       
       15.42 Uhr: Die Lufthansa-Gruppe schließt in diesen Tagen die Rückholflüge
       für Urlauber ab. Seit dem 13. März seien rund 90.000 Menschen mit 437
       Sonderflügen [4][in die Heimat gebracht worden], teilte der Konzern mit.
       Bis Montag seien noch elf weitere Flüge geplant. Als letztes wird am
       Montagmorgen ein Lufthansa-Jet aus dem peruanischen Lima erwartet. Auf das
       Auswärtige Amt in Berlin entfielen 34.000 Passagiere. Die Bundesregierung
       hatte in ihrer Luftbrücke auch weitere Airlines beauftragt. Zusätzlich
       führte der Lufthansa-Konzern 94 Fracht-Sonderflüge mit Hilfsgütern durch.
       (dpa)
       
       ## Millarden Menschen müssen zuhause bleiben
       
       15.21 Uhr: Mindestens 4,5 Milliarden Menschen in aller Welt müssen derzeit
       zuhause bleiben, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Damit sind rund
       58 Prozent der Menschheit von strikten [5][Ausgangssperren oder
       -beschränkungen] betroffen. Sie bezieht sich auf 110 Länder oder
       Territorien. Für die meisten Menschen – mindestens 2,93 Milliarden Menschen
       in 66 Ländern und Territorien – gilt eine strikte Ausgangssperre. Keine
       Region der Welt ist davon ausgenommen. Inzwischen Lockern erste Länder
       wieder ihre Maßnahmen. Bislang starben weltweit mehr als 145.000 Menschen
       an den Folgen einer Infektion, die Zahl der nachweislich Infizierten stieg
       auf 2,18 Millionen Menschen. Knapp 475.000 von ihnen gelten inzwischen
       wieder als geheilt. (afp)
       
       ## Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern verboten
       
       15:00 Uhr: Großveranstaltungen ab 1000 Teilnehmern sind in Niedersachsen
       angesichts der Pandemie bis zum 31. August verboten. Das geht aus der neuen
       niedersächsischen Verordnung hervor, die der Krisenstab der Landesregierung
       hat. In der bis zum 6. Mai gültigen Verordnung bleiben zudem weiterhin alle
       öffentlichen Veranstaltungen mit Ausnahme von Parlaments- und
       Gremiensitzungen verboten. Auch religiöse Versammlungen wie Gottesdienste
       bleiben verboten. Versammlungen unter freiem Himmel [6][wie
       Demonstrationen] sind gegebenenfalls unter Auflagen und Beschränkungen
       künftig möglich. (dpa)
       
       Maskenpflicht für Nahverkehr und Einzelhandel in Sachsen 
       
       14.44 Uhr: Sachsen hat als erstes Bundesland für den öffentlichen
       Nahverkehr sowie für den Einzelhandel [7][eine Maskenpflicht beschlossen].
       Die Regelung gelte von Montag an, sagte Ministerpräsident Michael
       Kretschmer (CDU) nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Dresden. Zur
       Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein, es reiche
       auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, betonte der Regierungschef. (dpa)
       
       ## EU-Parlament für „Recovery Bonds“
       
       14.25 Uhr: Das Europaparlament hat sich für sogenannte Recovery Bonds
       ausgesprochen – also europäische Anleihen, die durch den EU-Haushalt
       abgesichert sind. Damit sollen künftige Investitionen finanziert werden,
       aber nicht die bestehenden Schulden vergemeinschaftet werden. Diese
       Forderung fand bei einer Einzelabstimmung die Mehrheit der Abgeordneten,
       wie mehrere Fraktionen bestätigten. Sie wurde in eine Resolution zum Kampf
       gegen die Krise aufgenommen. Die Schlussabstimmung über das gesamte Papier
       lief am frühen Nachmittag noch.
       
       Der Vorschlag entspricht in etwa Ideen der EU-Kommission, mit Hilfe von
       Garantien aus dem EU-Haushalt Anleihen auszugeben und das Geld den
       EU-Staaten für den Wiederaufbau nach der Krise zur Verfügung zu stellen.
       [8][Präsidentin Ursula von der Leyen] hat bereits gesagt, dass für die
       Erholung nach der Krise ein Marshallplan in Billionenhöhe nötig werde, also
       von mehr als tausend Milliarden Euro. (dpa)
       
       ## Klopapierlage entspannt sich
       
       14.23 Uhr: Nach Hamsterkäufen in der Krise hat sich die [9][Nachfrage nach
       Toilettenpapier im Einzelhandel mittlerweile entspannt]. Verbraucher
       zeigten etwas mehr Gelassenheit bei gefragten Produkten, zu denen neben
       Hygieneartikeln auch Nudeln und Reis gehörten, sagte ein Sprecher des
       Handelsverbands Deutschland (HDE). Diesen Trend bestätigten die großen
       Drogeriemarkt-Ketten. So teilte das Unternehmen dm mit, nach „extremen
       Abverkaufsspitzen“ beobachte man nun, „dass sich die Nachfrage verändert
       und in einzelnen Märkten wieder Toilettenpapier in den Regalen vorhanden
       ist“. (dpa)
       
       ## Loveparade-Prozess endet wohl ohne Urteil
       
       14.04 Uhr: Einer der größten Strafprozesse in der Geschichte der
       Bundesrepublik endet wahrscheinlich ohne Urteil: Knapp zehn Jahre nach der
       Tragödie bei der Loveparade stimmte die Staatsanwaltschaft der Einstellung
       des Verfahrens zu. Die vom Gericht vorgeschlagene Einstellung des seit
       Dezember 2017 laufenden Prozesses sei nunmehr „im Ergebnis vertretbar“. Die
       Entscheidung des Duisburger Landgerichts wird für die kommende Woche
       erwartet. Die Staatsanwaltschaft führte für die Verfahrenseinstellung
       vielfältige Gründe an. Einer von zahlreichen Aspekten in diesem
       Zusammenhang sei, dass durch die Pandemie eine konkrete Gefährdung
       zahlreicher Prozessbeteiligter und auch Zuhörer „mit ganz erheblichen
       Gesundheitsrisiken“ eingetreten sei. Diese Gefährdung werde zu einer
       Verzögerung der Hauptverhandlung führen. Dies zeige die derzeitige
       coronabedingte Unterbrechung des Verfahrens, das aus Platzgründen in einem
       Kongresszentrum der Düsseldorfer Messe stattfindet. (afp)
       
       ## UN fürchten mindestens 300.000 Tote in Afrika
       
       13.42 Uhr: In Afrika könnten nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN)
       mindestens 300.000 Menschen an Covid-19 sterben. Die Pandemie drohe zudem
       29 Millionen Menschen in extreme Armut zu stürzen, teilt die
       UN-Wirtschaftskommission für Afrika (UNECA) mit. Die Behörde fordert ein
       Rettungspaket von mindestens 100 Milliarden Dollar, um die Krankheit zu
       bekämpfen und ihre gesellschaftlichen Folgen abzufedern. Bisher sind in den
       54 Ländern des Kontinents weniger als 20.000 Infektionen mit dem
       Coronavirus registriert. Die WHO rechnet allerdings binnen drei bis sechs
       Monaten mit bis zu 10 Millionen Fällen. (rtr)
       
       ## Indonesien: Brennpunkt in Südostasien
       
       13.27 Uhr: Indonesien hat bei der Zahl der registrierten Fälle die
       Philippinen überholt und liegt jetzt an der Spitze in Südostasien. Bis zum
       Freitag wurden nach Angaben der Regierungs-Taskforce 5.923 Infektionen mit
       Sars-CoV-2 gemeldet. 520 Menschen starben. Die Hälfte der Fälle und der
       Toten gab es in der Hauptstadt Jakarta. Für die Region mit 30 Millionen
       Menschen gelten einige Auflagen, wie das Verbot von Versammlungen mit mehr
       als fünf Menschen. Indonesien hat rund 260 Millionen Einwohner. (dpa)
       
       ## Krankschreibungen: Ab Montag wieder Arztbesuch nötig
       
       13.18 Uhr: Für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden müssen
       Arbeitnehmer ab kommender Woche wieder zum Arzt. Eine Ausnahmeregelung,
       dass dies auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt ging, wird nicht
       verlängert. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten,
       Kliniken und Krankenkassen. Der G-BA Vorsitzende Josef Hecken erläuterte,
       die befristete Ausnahme diente angesichts der dynamischen Entwicklungen
       dazu, Praxen zu entlasten und die Ausbreitung zu verringern. Diese Dynamik
       habe zwischenzeitlich aber durch Abstands- und Hygieneregeln deutlich
       verlangsamt werden können. Unabhängig davon sollten Patienten mit typischen
       Covid-19-Symptomen oder unklaren Symptomen der oberen Atemwege vorher in
       der Praxis anrufen und das Vorgehen besprechen. (dpa)
       
       ## Deutsche kaufen sehr viel mehr Wein, Gin und Korn
       
       13.13 Uhr: Die Deutschen haben wegen der Ausgangsbeschränkungen deutlich
       mehr alkoholhaltige Getränke im Einzelhandel gekauft. Von Ende Februar bis
       Ende März wurde gut ein Drittel mehr Wein gekauft als im gleichen Zeitraum
       2019, wie der Spiegel in Berufung auf Daten des Marktforschungsinstituts
       GfK zitierte. Auch bei klaren Spirituosen wie Gin oder Korn beträgt die
       Steigerung demnach rund 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die
       Drogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) äußerte sich besorgt: „Corona treibt
       viele suchtkranke Menschen weiter in die Isolation. Kneipen und Restaurants
       haben zu, diese Form des öffentlichen Konsums fällt weg. Getrunken wird
       hinter verschlossenen Türen.“ (afp)
       
       ## China wirft USA Ablenkungsmanöver vor
       
       13.10 Uhr: China hat die US-Regierung beschuldigt, von eigenen Fehlern im
       Umgang mit der Krise ablenken zu wollen. Das sei der Hintergrund für die
       Verbreitung einer Theorie, wonach der Ursprung der Pandemie ein aus einem
       chinesischen Labor ausgetretener Erreger sei. Auf einen Blick sei
       ersichtlich, „dass das Ziel der USA ist, die Öffentlichkeit zu verwirren
       und sich vor Verantwortung zu drücken“, sagte Außenamtssprecher Zhao
       Lijian. „Wir haben häufig gesagt, dass das Aufspüren der Herkunft des Virus
       ein ernsthaftes wissenschaftliches Thema ist und einer wissenschaftlichen
       und professionellen Einschätzung bedarf“, fügte Zhao hinzu. Präsident
       Donald Trump und Außenminister Mike Pompeo haben nahegelegt, dass die
       Labor-Theorie stichhaltig sein könnte. Allein dass China keine Antworten
       geliefert habe, sei vielsagend, erklärte Pompeo. Es gibt keine Belege
       dafür, dass das Virus aus dem Labor kam. (afp)
       
       ## Beschluss: Gaststätte kann nicht einfach Geschäft werden
       
       13.04 Uhr: Eine Gaststätte kann nach einer Gerichtsentscheidung auch in
       Pandemiezeiten nicht einfach in ein Geschäft umgewandelt werden. Es bedürfe
       dafür einer baurechtlichen Genehmigung, entschied das Verwaltungsgericht
       Köln. Es lehnte damit den Eilantrag eines Gastwirts aus Bergisch Gladbach
       ab, der mit der Umwandlung auf Einnahmeausfälle reagieren wollte. Da er um
       seine wirtschaftliche Existenz fürchtet, wollte er sein Geschäftsmodell
       ändern und unter anderem Toilettenpapier, Küchenrollen, Obst und Gemüse,
       Getränke sowie Gutscheine für Online-Shops verkaufen.(dpa)
       
       ## Scholz über die neue Normalität
       
       12.50 Uhr: „Wir müssen eine neue Normalität entwickeln, die uns viele
       Monate und wahrscheinlich bis ins neue Jahr hinein begleiten wird“, sagt
       Finanzminister Olaf Scholz nach Gesprächen mit der rheinland-pfälzischen
       Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Berlin. Solange kein Impfstoff vorhanden
       sei, müsse sich die Gesellschaft so organisieren, dass eine Kontrolle des
       Infektionsgeschehens und ein gutes wirtschaftliches und soziales Leben
       gleichzeitig möglich seien. (rtr)
       
       ## Erschreckende Sterberate in britischen Pflegeheimen
       
       12.10 Uhr: Die Rate der Todesfälle in britischen Pflegeheimen infolge einer
       Covid-19-Erkrankung liegt nach den Worten von Gesundheitsminister Matt
       Hancock über 2 Prozent. Er sei besorgt darüber, [10][wie sich das Virus an
       Orten ausbreite], an denen gefährdete Menschen untergebracht seien, fügt
       Hancock hinzu. (rtr)
       
       ## Spanien: 5.252 Neuinfizierte in 24 Stunden
       
       12.05 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Spanien ist binnen 24 Stunden um
       5.252 auf 188.068 gestiegen. Das sei ein Zuwachs von 2,9 Prozent, wie die
       Gesundheitsbehörden mitteilen. (rtr)
       
       ## Galeria Karstadt Kaufhof klagt gegen NRW
       
       12.02 Uhr: Der Warenhaus-Konzern Galeria Karstadt Kaufhof wendet sich gegen
       die durch [11][die Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen]
       bedingte Schließung seiner Häuser. Das teilte das Oberverwaltungsgericht
       für das Land NRW in Münster mit. Eine Entscheidung soll in der kommenden
       Woche fallen. (dpa)
       
       ## Diskussion über Öffnung der Kirchen
       
       12.00 Uhr: In den nächsten Wochen soll ein Konzept erarbeitet werden, damit
       wieder Gottesdienste in Kirchen stattfinden können. Das sagt ein Sprecher
       des Innenministeriums nach Beratungen mit mehreren Ländern und
       Religionsgemeinschaften. Ziel sei ein einheitliches Vorgehen. Das Thema
       werde sicherlich Ende des Monats bei den Beratungen von Bund und Ländern
       über weitere Lockerungsschritte aufgerufen werden. (rtr)
       
       ## Medizinerinnen: Bei Geburten eine Begleitperson zulassen
       
       11.53 Uhr: Der Deutsche Hebammenverband und der Deutsche Ärztinnenverbund
       dringen auf eine bundesweite Ausnahmeregelung, die werdenden Vätern
       [12][trotz der Pandemie den Zugang zum Kreißsaal] erlaubt. Die Begleitung
       bei der Geburt sei nicht mit einem Besuch einer kranken oder
       pflegebedürftigen Person vergleichbar. Die Geburt sei für die ganze Familie
       ein existenzielles Ereignis, betonte die Präsidentin des Deutschen
       Hebammenverbandes, Ulrike Geppert-Orthofer. In Bayern,
       Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gibt es nach den Angaben
       Ausnahmeregelungen, die eine Begleitperson bei der Geburt zulassen. (epd)
       
       ## Museen sammeln Corona-Alltagsartefakte
       
       11.49 Uhr: Das Berliner Stadtmuseum hat zur späteren Dokumentation der
       Krise zum Sammeln von Fotografien, Objekten und Geschichten von und aus
       Berlin aufgerufen. Diese könnten dann dem Museum zur Verfügung gestellt
       werden, um künftig an die Ausnahmesituation zu erinnern, heißt es in dem
       Aufruf auf der Homepage des Museums. Der Coronavirus habe die Stadt und
       ihren Alltag in kürzester Zeit auf den Kopf gestellt. Diese auch im
       historischen Maßstab außergewöhnliche Situation wolle das Museum als
       „Gedächtnis“ der Stadt für die Zukunft festhalten. (epd)
       
       ## Merkel: Regierungserklärung nächste Woche Donnerstag
       
       11.40 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nächste Woche Donnerstag eine
       Regierungserklärung zur Krise abgeben. Dabei werde es auch um die
       Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs gehen, also die europäische
       Antwort auf die Pandemie, sagt Merkels Sprecher Steffen Seibert. (rtr)
       
       ## Bildungsministerin gegen Bafög-Öffnung
       
       11.38 Uhr: Anja Karliczek (CDU) hat sich dagegen ausgesprochen, das Bafög
       in der Krise auch für nicht leistungsberechtigte Studierende zu öffnen.
       Eine Bafög-Änderung würde ein parlamentarisches Gesetzgebungsverfahren mit
       sich bringen, schrieb Karliczek an die Kultusministerkonferenz der Länder
       (KMK). Eine Soforthilfe für nicht Bafög-berechtigte Studierende sei auf
       diesem Weg nicht zu schultern. Karliczek betonte gleichzeitig, dass ihr
       [13][die schwierige Situation von Studierenden], die durch einen Jobverlust
       in finanzielle Engpässe geraten seien, „große Sorge“ bereite. Sie kündigte
       erneut zinslose Darlehen an, die Betroffene „so schnell wie möglich“ als
       Überbrückungshilfen beantragen könnten. (dpa)
       
       ## Flüchtlinge in Griechenland rufen EU zur Hilfe auf
       
       11.19 Uhr: Flüchtlinge [14][aus dem überfüllten Camp Moria] auf der
       griechischen Insel Lesbos haben die EU mit einem Appell um Hilfe gebeten.
       Die fast 24.000 Menschen, die dort derzeit unter unmenschlichen Bedingungen
       leben müssten, befänden sich wegen der Pandemie inzwischen in einer
       doppelten Krise, heißt es in dem Appell „Dringender Hilferuf aus dem Moria
       Camp in Zeiten von Corona“, den der Tagesspiegel veröffentlicht hat. Sollte
       sich das Virus ausbreiten, wäre dies „wie ein Todesurteil für alte, kranke
       und andere schutzbedürftige Personen“. Außerdem müssten Wasserversorgung,
       Brandschutz, Hygiene und Müllentsorgung verbessert werden. (epd)
       
       ## Japan: Sorge vor starkem Anstieg der Infektionsraten
       
       11.20 Uhr: In Tokio sind am Freitag weitere 201 Coronavirus-Fälle bestätigt
       worden, der bislang höchste Anstieg innerhalb eines Tages. Damit [15][zählt
       die japanische Hauptstadt nach der offiziellen Statistik mehr als 2.700
       Infektionsfälle], wie der japanische Fernsehsender NHK meldete. Der neue
       Tagesrekord erfolgte einen Tag, nachdem Ministerpräsident Shinzo Abe den
       Notstand auf das ganze Land ausgeweitet hatte. Er gilt bis 6. Mai, bedeutet
       aber keine Ausgangssperren wie in Europa.
       
       Die Provinzgouverneure des Landes drängten Abes Zentralregierung,
       energischer dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung während der Ende des
       Monats beginnenden „Goldenen Woche“, in der nationale Feiertage dicht
       zusammenliegen, auf die üblichen Reisen verzichtet. Allmählich machen sich
       Millionen Japaner gleichzeitig auf den Weg aus den Großstädten in ihre
       Heimatorte oder nutzen die Tage für einen Kurzurlaub. (dpa)
       
       ## Türkei bringt zu Ramadan 25.000 Menschen heim
       
       11.08 Uhr: Die türkische Regierung will zum Fastenmonat Ramadan trotz der
       Krise und des Stopps internationaler Flüge rund 25.000 Menschen heimholen.
       Vizepräsident Fuat Oktay ließ erlauten, man habe gemeinsam mit den
       zuständigen Provinzgouverneuren „eine großangelegte Operation“ gestartet.
       Es geht demnach um Menschen aus 59 Ländern. Zu Details der Rückholaktion
       sowie eventuellen Quarantänebestimmungen für die Reisenden machte Oktay
       zunächst keine Angaben. Der Ramadan beginnt voraussichtlich am 24. April.
       [16][Die Türkei hat offiziell rund 74.000 infizierte Menschen gezählt sowie
       rund 1.650 Todesopfer.] (dpa)
       
       ## Spahn: Aufnahme weiterer ausländischer Patienten anbieten
       
       11.07 Uhr: Deutschland ist nach Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn
       für die Aufnahme weiterer ausländischer Covid-19-Patienten offen. Er werde
       mit ausländischen Kollegen darüber reden, in welchem Umfang zusätzlich
       Patienten in Deutschland behandelt werden sollten, sagt Spahn. Zuvor hatte
       er erklärt, die zur Verfügung stehenden rund 10.000 freien Intensivbetten
       könnten abzüglich einer Reserve von 25 bis 30 Prozent anderweitig genutzt
       werden. (rtr)
       
       ## In Kürze: Erste Prüfung eines Impfstoffs in Deutschland
       
       10.35 Uhr: Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek,
       kündigt an, dass demnächst auch in Deutschland die klinische Prüfung eines
       Impfstoffs anläuft. Weltweit seien derzeit vier klinische Prüfungen
       gestartet worden, sagt Cichutek bei einer Pressekonferenz mit
       Gesundheitsminister Jens Spahn. In Kürze werde auch eine erste klinische
       Prüfung in Deutschland beginnen. Nicht die Zulassung eines Impfstoffs
       dauere lange, sondern die Entwicklung, um zu einem wirksamen, aber auch
       verträglichen Impfstoff zu kommen. (rtr)
       
       ## Etwa 9 Prozent aller Tests positiv
       
       10.25 Uhr: Das Robert-Koch-Institut will die Tests „strategisch besser
       einsetzen“, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler in einer Pressekonferenz mit
       Gesundheitsminister Jens Spahn. Derzeit seien rund 9 Prozent aller Tests
       positiv. „Wir werden in Zukunft vermehrt [17][in Altenheimen und
       Pflegeheimen] testen können, um zu verhindern, dass Patienten und Pflegende
       infiziert werden“, sagt Wieler. (rtr)
       
       ## Norwegen führt Tracking-App ein
       
       10.20 Uhr: Parallel zur Lockerung der Schutzmaßnahmen hat Norwegen eine
       Tracking-App eingeführt. „Um zu einem normaleren Leben zurückkehren, müssen
       wir uns alle anstrengen und diese App nutzen“, sagte Regierungschefin Erna
       Solberg am Donnerstag. Die Nutzung der in Norwegen entwickelten App
       „Smittestopp“ (Infektionsstopp) ist freiwillig. Sie soll den
       Gesundheitsbehörden einen besseren Überblick über die Ausbreitung des Virus
       vermitteln. Außerdem sollen Nutzer so erfahren, ob sie Kontakt zu einem
       Infizierten hatten. Die Nutzer bleiben anonym und ihre Daten werden nach 30
       Tagen automatisch gelöscht.
       
       Parallel zur Einführung der App soll vermehrt getestet werden. Die
       Regierung will die Zahl der wöchentlichen Tests bis Ende des Monats auf
       100.000 erhöhen. Oslo hatte vergangene Woche eine schrittweise Aufhebung
       der strikten Einschränkungen angekündigt, die Schulen sollen am 27. April
       wieder öffnen. Bis Donnerstag wurden [18][in Norwegen 6.566 Infektionsfälle
       und 130 Todesfälle] gemeldet. (afp)
       
       ## Russland: Mehr Neuinfektionen
       
       10.20 Uhr: Mit 4.069 Neuinfektionen gibt es in Russland erneut einen
       verstärkten Anstieg von neuen Sars-CoV-2-Fällen. Damit erhöht sich die
       Gesamtzahl der Ansteckungen auf 32.007, wie die Nachrichtenagentur Interfax
       meldet. Die Zahl der Fälle in Russland begann in diesem Monat stark
       anzusteigen. (rtr)
       
       ## Selbst fürs Rückholen zahlen?
       
       09.45 Uhr: Die Regierung wird nach Angaben von Außenminister Heiko Maas
       später entscheiden, ob und wie sich Deutsche finanziell an den
       [19][Rückholaktionen aus dem Ausland] beteiligen müssen. Es gebe zwar die
       Regelung, dass eine Kostenbeteiligung im Rahmen eines normalen
       Economy-Tickets nötig sei. „Wir haben das jetzt zurückgestellt, weil wir
       keine Zeit haben, uns mit solchen Verwaltungsfragen auseinanderzusetzen“,
       fügt Maas hinzu. „Wir werden aber irgendwann darüber entscheiden, wie wir
       mit den Kosten umgehen, ob und wie Menschen beteiligt werden, die diese
       Rückholflieger benutzt haben.“ Größere Rückholaktionen gebe es noch aus
       Südafrika und Neuseeland. (rtr)
       
       ## Spahn: Ausbruch ist beherrschbar geworden
       
       10.15 Uhr: Die bisherigen Maßnahmen gegen die Pandemie in Deutschland sind
       nach Darstellung von Gesundheitsminister Jens Spahn erfolgreich gewesen.
       „Der Ausbruch ist – Stand heute – wieder beherrschbar und beherrschbarer
       geworden“, sagte der CDU-Politiker in Berlin. (dpa)
       
       ## Sichere Apps für Selbsthilfegruppen
       
       10.08 Uhr: Kostenlose Chaträume bietet die Hamburger Kontakt- und
       Informationsstelle für [20][Selbsthilfegruppen] (KISS) in ihrer
       Selbsthilfe-App an. Sie sollen vertrauliche Gespräche ermöglichen, teilte
       KISS mit. Die App wurde von der AOK Rheinland/Hamburg unterstützt und
       bereits vor einigen Wochen gestartet. Viele Gruppen würden derzeit frei
       verfügbare Chat-, Telefon- oder Videodienste nutzen, die häufig den
       Datenschutz nicht ausreichend berücksichtigten, sagte KISS-Projektleiterin
       Anke Heß. Abhilfe schaffe hier nun eine Neuerung in der „KISS Hamburg
       Selbsthilfe-App“. Nun können sich die über 1.000 Hamburger
       Selbsthilfegruppen jetzt in geschlossenen Chaträumen austauschen. In
       kleineren Gruppen sei ein Video-Chat möglich. (epd)
       
       ## Ausbruch in Pflegeheim in Bad Sachsa
       
       9.29 Uhr: In einem Altenpflegeheim in Bad Sachsa am Südharz sind mehrere
       Menschen infiziert. Nach einem Verdachtsfall vor knapp zwei Wochen seien
       inzwischen alle 72 Bewohner und 58 Beschäftigten getestet worden, teilte
       die Diakonie Wolfsburg als Trägerin der Einrichtung mit.
       
       Alle 19 bislang vorliegenden Testergebnisse von Bewohnern seien positiv.
       Von den Beschäftigten seien bislang sieben Personen positiv gestestet
       worden. Anfang April habe eine Bewohnerin der Einrichtung
       Erkältungssymptome gezeigt, erläuterte die Diakonie. Das Pflegeheim habe
       daraufhin eine unverzügliche Quarantäne der Bewohnerinnen und Bewohner in
       ihren Zimmern veranlasst. Laut Diakonie befindet sich die Frau inzwischen
       auf dem Weg der Besserung. Seit März war es in Alten- und Pflegeheimen
       mehrerer Träger in Niedersachsen zu Ausbrüchen gekommen. Im ebenfalls von
       der Diakonie Wolfsburg betriebenen Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg starben
       bislang 41 von insgesamt 74 infizierten Bewohnerinnen und Bewohnern. (epd)
       
       ## Zurück auf einer veränderten Erde
       
       9.13 Uhr: Inmitten der Pandemie sind zwei US-Astronauten und ein russischer
       Kosmonaut sicher von der Internationalen Raumstation (ISS) zurückgekehrt.
       Andrew Morgan, Jessica Meir und Oleg Skripotschka seien in der Steppe von
       Kasachstan gelandet, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am
       Freitag mit.
       
       Nach Monaten im All kehrten die drei auf eine veränderte Erde zurück: Wie
       auf nach der Landung veröffentlichten Videoaufnahmen zu sehen war, wurden
       sie von Empfangsteams in Corona-Schutzausrüstung aus der Kapsel geborgen.
       Diese mahnten sich gegenseitig zum Abstandhalten. Die Rückreise der drei
       ISS-Bewohner nach Hause musste zudem improvisiert werden, da Kasachstans
       Karaganda-Flughafen wegen der Pandemie geschlossen ist. Noch an Bord der
       ISS hatte sich Meir Gedanken darüber gemacht, wie es sein würde, nach Hause
       zu kommen und ihre Familie nicht umarmen zu dürfen. „Ich glaube, ich werde
       mich isolierter fühlen als hier“, sagte sie. (afp)
       
       ## Verkürzte Sommerferien?
       
       9.10 Uhr: Wegen [21][des eingeschränkten Schulbetriebs] regt
       Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) eine Verkürzung der
       Sommerferien in diesem Jahr an. „Das bietet Gelegenheit, versäumten
       Unterrichtsstoff nachzuholen“, argumentierte er in der Augsburger
       Allgemeinen. Schäuble verwies darauf, dass das Urlaubskonto vieler Eltern
       durch die Krise „strapaziert“ sei. In einer Meinungsumfrage des
       Unternehmens Civey im Auftrag der Zeitung erklärten 29,6 Prozent der
       Teilnehmer, die Sommerferien sollten 2020 auf jeden Fall verkürzt werden.
       
       Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, war
       skeptisch gegenüber dieser Idee. SPD-Vize Kevin Kühnert lehnte die
       Verkürzung ab. Wenn es im Sommer die Möglichkeit gebe, „wieder stärker
       rauszugehen und sich mit der Freizeit zu beschäftigen, Freunde zu treffen,
       dann ist das auch ein wichtiger Teil“, sagte der Juso-Vorsitzende den
       Sendern RTL und n-tv. (afp)
       
       ## Auch Lollapalooza könnte ausfallen
       
       9.03 Uhr: Auch das Musikfestival Lollapalooza Anfang September in Berlin
       steht auf der Kippe. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte am
       Freitag im Radio Eins des rbb, er sei „sehr skeptisch“, ob das Festival mit
       Zehntausenden Besuchern am 5. und 6. September stattfinden könne. Das
       Verbot von Großveranstaltungen gelte laut Beschluss bis mindestens 31.
       August. „[22][Und die Betonung für solche großen Veranstaltungen liegt auf
       „mindestens]““, sagte Geisel. (dpa)
       
       ## Regierung erwägt Öffnung von Pflegeheimen für Besucher
       
       8.58 Uhr: Die niedersächsische Landesregierung diskutiert eine Lockerung
       des Besuchsverbots für Pflegeheime. Das Kabinett berate, „ob mit
       Genehmigung der kommunalen Behörde Ausnahmen möglich sein sollen und die
       Angehörigen unter Umständen die Heimbewohner besuchen dürfen“, berichtete
       das Politikjournal Rundblick Niedersachsen unter Berufung auf einen
       Verordnungsentwurf, der am Freitag erwartet wird. (dpa)
       
       ## 25.000 Häftlinge in Myanmar sollen freigelassen werden
       
       8.27 Uhr: In Myanmar sollen mehr als ein Viertel der Gefängnisinsassen
       freigelassen werden. Knapp [23][25.000 Häftlinge würden entlassen], teilte
       das Präsidialbüro mit. Unter den Begnadigten sind demnach auch 87
       Ausländer. In dem südostasiatischen Land werden jedes Jahr am Neujahrstag
       im April tausende Häftlinge begnadigt – allerdings waren es noch nie so
       viele wie in diesem Jahr. (afp)
       
       ## Wuhan korrigiert Todeszahl drastisch nach oben
       
       8.07 Uhr: Wuhan hat die Zahl der Corona-Todesfälle nach oben korrigiert. Es
       seien 1.290 Menschen mehr nach einer Infektion gestorben, teilten die
       Stadtbehörden mit. Insgesamt gab es damit in Wuhan 3.869 Tote. (ap)
       
       ## Arznei in den USA zeigt Erfolge bei Covid-19
       
       8.06 Uhr: Ein Medikament des US-Konzerns Gilead Sciences zeigt einem
       Medienbericht zufolge [24][Erfolge bei der Behandlung von
       Covid-19-Patienten]. In einer Studie der Universitätsklinik in Chicago
       führte das gegen Ebola entwickelte Mittel Remdesivir zu einer schnellen
       Fiebersenkung und einem Rückgang der Symptome, sodass fast alle Patienten
       in weniger als einer Woche entlassen werden konnten, wie aus einem Bericht
       der Onlineplattform für Medizinnachrichten, STAT, hervorgeht.
       
       Gilead erklärte, die Daten müssten noch analysiert werden, um daraus
       Schlüsse zu ziehen. Der Pharmakonzern rechnet damit, erste Ergebnisse aus
       der laufenden Studie Ende des Monats bekanntgeben zu können. Die Klinik in
       Chicago ist eines von 152 Krankenhäusern, die an der Gilead-Studie mit
       schwer erkrankten Patienten teilnehmen. (rtr)
       
       ## Spahn: Erste Welle dank Maßnahmen gut bewältigt
       
       7.49 Uhr: Dank der ergriffenen Maßnahmen hat Deutschland die erste Welle
       des Ausbruchs nach Ansicht von Gesundheitsminister Jens Spahn gut
       bewältigt. Jetzt gelte es, 25 bis 30 Prozent der Intensiv- und
       Beatmungsbetten weiterhin für Covid-19-Patienten frei zu halten, aber im
       Gesundheitssystem den Regelbetrieb wieder anzufahren, sagt der
       CDU-Politiker im ARD-“Morgenmagazin“. Ab Anfang Mai müssten schrittweise
       aufgeschobene Behandlungen und Operationen nachgeholt werden. (rtr)
       
       ## Formel 1 will am 5. Juli in Österreich starten
       
       7.43 Uhr: Die Formel 1 steuert nach der Zwangspause angeblich einen
       Saisonstart ohne Zuschauer in Österreich an. Auf das Rennen in Spielberg am
       5. Juli könnten dann zwei WM-Läufe vor leeren Rängen in Silverstone folgen,
       berichtete die BBC unter Berufung auf einen vorläufigen Plan der Rennserie.
       (dpa)
       
       ## Dänemark fährt langsam wieder hoch
       
       7.29 Uhr: Dänemark [25][lockert seine Alltagsbeschränkungen weiter]. Ab
       Montag dürfen einige Kleinunternehmen wie Friseure und Fahrschulen wieder
       öffnen, teilt die Regierung mit. Erst am Mittwoch waren Kindertagesstätten
       sowie Schulen bis zur fünften Klasse wieder geöffnet worden. „Niemand will
       Dänemark einen Tag länger als unbedingt nötig geschlossen halten“, erklärte
       Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf Facebook. (rtr)
       
       ## RKI: Ansteckungsrate sinkt – Wichtiger Wert unterschritten
       
       6.32 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der gemeldeten Infektionsfälle nach
       Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 3.380 auf 133.830 gestiegen. Die
       Zahl der Todesfälle infolge einer Ansteckung legte binnen 24 Stunden um 299
       auf 3.868 zu. Rund 81.800 Menschen sind demnach genesen, das sind rund
       4.700 mehr als am Vortag. (rtr)
       
       3.38 Uhr: Die Ansteckungsrate ist in Deutschland nach Angaben des Robert
       Koch-Instituts gesunken. Jeder Infizierte steckt nunmehr weniger als einen
       weiteren Menschen an, die Reproduktionsrate liegt bei 0,7. Das bedeutet,
       dass die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht, wie das RKI
       berichtete. Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei 3, am 8. April
       bei 1,3. Die Kennzahl gibt an, wie viele Menschen eine erkrankte Person im
       Durchschnitt infiziert.
       
       RKI-Präsident Lothar Wieler hatte am Dienstag gesagt, um die Epidemie
       abflauen zu lassen, müsste diese Reproduktionszahl unter 1 liegen, derzeit
       betrage sie 1,2. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Zuge der
       Ankündigung erster Lockerungen bei Corona-Maßnahmen am Mittwoch deutlich
       gemacht, dass schon vermeintlich kleine Änderungen der Reproduktionszahl
       erhebliche Folgen haben können. (dpa)
       
       ## China: Wenig Neuinfektionen, keine weiteren Toten
       
       3.23 Uhr: China meldet 26 neue Infektionen. 11 Ansteckungen seien im Land
       erfolgt, 15 aus dem Ausland importiert worden, teilt die nationale
       Gesundheitskommission mit. Damit beträgt die Gesamtzahl der Infektionen
       82.367. Am Vortag lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 46. [26][Es gab
       den Angaben zufolge keine weiteren Todesfälle]. (rtr)
       
       ## Trumps Exit-Strategie
       
       0.25 Uhr: [27][US-Präsident Donald Trump] erläutert Richtlinien zur
       Lockerung der Maßnahmen. Die Bundesstaaten sollten dies schrittweise
       angehen, sagt Trump. Sofern es die Umstände erlaubten, sollten Amerikaner
       wieder zu ihren Arbeitsplätzen zurückkehren. Die Gouverneure könnten die
       Vorschläge an die Lage in ihren jeweiligen Bundesstaaten anpassen. (rtr)
       
       [28][Hier finden Sie die Live-Ticker] der vergangenen Tage. Alle Texte der
       taz zum Thema finden sich in unserem [29][Schwerpunkt Coronavirus].
       
       17 Apr 2020
       
       ## LINKS
       
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