# taz.de -- +++ Corona News vom 14. April +++: Von Corona zu Masern
       
       > WHO warnt vor starkem Anstieg von Maserninfektionen. Island lockert
       > Maßnahmen. UN startet Luftbrücke für Afrika. Die Nachrichten zum
       > Coronavirus im Live-Ticker.
       
 (IMG) Bild: In vielen Ländern wie dem Südsudan sind die Masern-Impfprogramme Corona-bedingt ausgesetzt
       
       ## Island lockert Maßnahmen
       
       15.50 Uhr: Island will als drittes Land Skandinaviens nach Dänemark und
       Norwegen seine Maßnahmen lockern. Ab dem 4. Mai sollen die Schulen im Land
       wieder zum Normalbetrieb zurückkehren, wie Ministerpräsidentin Katrín
       Jakobsdóttir und Gesundheitsministerin Svandis Svavarsdóttir bekanntgaben.
       Zudem können dann die seit Wochen geschlossenen Universitäten und
       Hochschulen wieder öffnen.
       
       Die erlaubte Teilnehmerzahl für Versammlungen wird von 20 auf 50 erhöht.
       Schwimmbäder und Fitnessstudios bleiben weiter ebenso dicht wie Restaurants
       und Kneipen, Friseure dürfen dagegen wieder öffnen. Bislang sind auf Island
       rund 1.700 Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, die Verbreitung
       konnte zuletzt aber immer stärker abgebremst werden. Acht Menschen mit
       Covid-19-Erkrankung sind bisher gestorben. (dpa)
       
       ## SPD-Chefin begrüßt Initiative von Google und Apple für App
       
       15.31 Uhr: SPD-Chefin Saskia Esken hat die gemeinsame Initiative von Apple
       und Google begrüßt. Es entstünden durch Corona Allianzen, die vorher als
       undenkbar galten, fügte sie mit Blick auf die Ankündigung der beiden
       US-Technologierivalen hinzu, gemeinsam ihre Handy-Betriebssysteme so zu
       ändern, dass mittels Bluetooth-Technologie eine Nachverfolgung dort möglich
       ist, wo Smartphone-Nutzer nahen und langen Kontakt zu einer infizierten
       Person hatten. „Eine solche App kann Gesundheitsschutz mit Privatsphäre und
       technischem Datenschutz verknüpfen, und sie könnte es uns ermöglichen,
       Infektionsketten zu begrenzen“, sagte Esken. (rtr)
       
       ## UN starten Luftbrücke mit Hilfsgütern für Afrika
       
       15.09: Die Vereinten Nationen wollen über eine Luftbrücke medizinische
       Güter gegen die Pandemie [1][in 54 Länder Afrikas] liefern. Heute sollte
       ein erstes Flugzeug mit Material nach Dschibuti fliegen, teilte das
       Welternährungsprogramm (WFP) mit. Es transportiert Fracht der
       Weltgesundheitsorganisation (WHO) und werde nach Addis Abeba zurückkehren,
       um dann mit neuer Ladung zwischen der Hauptstadt Äthiopiens und dem Sudan,
       Eritrea, Somalia und Tansania pendeln, betonte WHO-Sprecherin Elisabeth
       Byrs. Danach würden die weiteren Länder Afrikas beliefert. Die Vereinten
       Nationen wollen insgesamt 95 Länder in allen Welt-Regionen mit Hilfsgütern
       versorgen. (epd)
       
       ## DFL verschiebt Entscheidung über Bundesliga-Fortsetzung
       
       Die Deutsche Fußball Liga (DFL) verschiebt ihre Entscheidung über eine
       Fortsetzung der Bundesliga-Saison in die nächste Woche. Die für Freitag
       geplante außerordentliche Mitgliederversammlung zu weiteren Maßnahmen in
       der Krise werde auf den 23. April verlegt, teilte die DFL am Dienstag mit.
       (dpa)
       
       ## 117 Millionen Kindern droht wegen Corona Maserninfektion
       
       14.36 Uhr: Weil viele Länder im Kampf gegen das Coronavirus ihre
       Impfprogramme einschränken, könnten rund 117 Millionen Kinder weltweit nach
       UN-Angaben an Masern erkranken. Gegenwärtig hätten 24 Länder ihre
       großangelegten Impfkampagnen ausgesetzt, teilten die
       Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Unicef mit. Obwohl genügend Impfstoff
       zur Verfügung steht, ist die Krankheit seit einigen Jahren wieder auf dem
       Vormarsch, nicht zuletzt auch wegen [2][vieler Impfgegner in den westlichen
       Staaten].
       
       Viele der 140.000 Masern-Toten im Jahr 2018 kamen aus Ländern mit
       Impfprogrammen. Auch mehrere der rund zwei Dutzend Länder, die ihre
       Impfprogramme nun ausgesetzt haben, hatten in den vergangenen Jahren einen
       Anstieg der Masernfälle verzeichnet. Dazu zählen Bangladesch, Brasilien,
       der Südsudan, Nigeria, die Ukraine und Kasachstan. Experten warnen bereits
       seit Beginn der Corona-Pandemie, dass Programme gegen andere
       Infektionskrankheiten wie etwa Polio und Tuberkulose leiden könnten, weil
       medizinisches Personal für den Kampf gegen Covid-19 abgezogen werde. (afp)
       
       ## NRW will diese Woche wieder Soforthilfe freischalten
       
       14.20 Uhr: Nach dem Stopp der Soforthilfe in Nordrhein-Westfalen wegen
       Betrügereien will die Landesregierung noch in dieser Woche die
       Unterstützung wieder aufnehmen. Am Freitag werden die Antragsseiten wieder
       freigeschaltet, kündigt Landeswirtschaftsminister Andreas Pinkwart an. Auch
       Überweisungen soll es noch in dieser Woche geben. Um Betrug zu verhindern,
       werde auf Daten der Finanzverwaltung zurückgegriffen. Überweisungen würden
       nur auf Konten getätigt, die dem Finanzamt bekannt seien. (rtr)
       
       ## EU-Kommission für Exit-Koordination unter den Ländern
       
       14.10 Uhr: Die EU-Kommission fordert von den Mitgliedstaaten eine enge
       Abstimmung bei [3][Lockerungen der Beschränkungen], die in der Krise
       erlassen wurden. „Es ist Zeit, eine gut koordinierte Exit-Strategie der EU
       zu entwickeln“, hieß es in einem Entwurf für Empfehlungen der Kommission,
       der noch in dieser Woche verabschiedet werden soll. Die Strategie müsse
       unter den Ländern abgestimmt sein, um negative Effekte zu vermeiden. Dabei
       dürfe es eine Lockerung von Beschränkungen nur geben, wenn die Ausbreitung
       über eine ausreichend lange Zeit deutlich zurückgegangen sei. Zudem müssten
       die Kapazitäten in Krankenhäusern groß genug sein, um mit einem möglichen
       Wiederanstieg von Neuinfektionen umzugehen. (rtr)
       
       ## In Schanghai liegen Millionen Schutzmasken für Hessen
       
       14.02 Uhr: Am Flughafen Schanghai liegen nach Angaben von Ministerpräsident
       Volker Bouffier mehrere Millionen Schutzmasken, die für das Land Hessen
       bestimmt sind. Der Transport verzögere sich, weil die chinesischen Behörden
       kontrollieren wollten, ob sich darunter auch minderwertige Ware befinde,
       sagt der CDU-Politiker. In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder
       Berichte über Mängel bei der gelieferten Ausrüstung [4][aus China] gegeben.
       (rtr)
       
       ## Aktuelle Zahlen aus der Schweiz
       
       13.50 Uhr: In der Schweiz hat sich der Trend zu einer Abschwächung bei den
       bestätigten Neuinfektionen über die Osterfeiertage erhärtet. Das Bundesamt
       für Gesundheit (BAG) meldete am Dienstag 25.834 bestätigte Fälle, 254 mehr
       als einen Tag zuvor. Nachdem es am Karfreitag noch 785 Neuerkrankte gab,
       nahmen die Fallzahlen danach täglich weniger stark zu. Bislang sind in der
       Schweiz 900 Personen an Covid-19 gestorben. (rtr)
       
       ## Proteste in Polen gegen strengeres Abtreibungsgesetz
       
       13.46 Uhr: In Polen haben viele Menschen gegen einen Gesetzentwurf
       protestiert, der eine Verschärfung des Abtreibungsrechts vorsieht. Wegen
       der Schutzmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus wählten
       die Frauen alternative Formen für ihren Protest: In Warschau rückten sie
       mit Autos an und blockierten laut hupend einen Verkehrskreisel. An anderen
       Orten hielten die Frauen Plakate hoch, während sie sich mit dem gebotenen
       Abstand vor Lebensmittelläden anstellten.
       
       Morgen will [5][das Parlament] über einen Gesetzentwurf debattieren, der
       das polnische Abtreibungsgesetz verschärfen soll. Derzeit ist ein Abbruch
       in Polen nur legal, wenn die Schwangerschaft das Leben oder die Gesundheit
       der Mutter gefährdet, wenn sie Ergebnis einer Vergewaltigung ist und wenn
       das Ungeborene schwere Missbildungen hat. Laut Gesetzentwurf soll künftig
       die Indikation für einen Abbruch wegen Missbildungen des Kindes gestrichen
       werden. (dpa)
       
       ## BASF spendet mehr als 100 Millionen Atemschutzmasken
       
       13.36 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus in Deutschland spendet
       der Chemiekonzern BASF 100 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken an den Staat.
       Die Masken werden demnach in China eingekauft und für den Versand nach
       Deutschland vorbereitet. Das Unternehmen kommt für die Kosten des Einkaufs
       und des Transports auf. Die Verteilung erfolgt über das
       Gesundheitsministerium. Die erste Lieferung werde Anfang nächster Woche am
       Flughafen Frankfurt erwartet, hieß es. Im Kampf gegen die Pandemie hatte
       BASF nach eigenen Angaben bereits rund 150.000 Liter Desinfektionsmittel in
       der Metropolregion Rhein-Neckar und von anderen BASF-Standorten an Kliniken
       und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens kostenlos verteilt. (dpa)
       
       ## Gewerkschaft: Antikörper-Tests in Spanien beschlagnahmt
       
       13.30 Uhr: Spanien hat nach Gewerkschaftsangaben 2.000 Antikörper-Tests
       beschlagnahmt, mit denen der Windanlagen-Hersteller Siemens Gamesa seine
       gesamte Belegschaft auf eine Immunität gegen das Virus testen wollte. Das
       habe das Unternehmen den Mitarbeitern mitgeteilt, sagt eine Sprecherin der
       Gewerkschaft CCOO. Siemens Gamesa und die Regierung äußern sich dazu
       zunächst nicht. Eine strikte Überwachung der Gesundheit der Belegschaft ist
       die Voraussetzung dafür, dass Unternehmen in Spanien seit Montag die Arbeit
       wieder aufnehmen dürfen. (rtr)
       
       ## Malta fordert EU-Soforthilfe für Libyen
       
       12.52 Uhr: Malta hat von der Europäischen Union eine „sofortige humanitäre
       Mission“ in Libyen gefordert. In dem von Bürgerkrieg und der Pandemie
       heimgesuchten Land drohe sonst eine „[6][humanitäre Katastrophe]“, warnte
       der maltesische Außenminister Evarist Bartolo in einem Schreiben an den
       EU-Außenbeauftragten Josep Borrell. Bartolo zufolge warten derzeit mehr als
       650.000 Menschen an Libyens Küste auf eine Möglichkeit, nach Europa zu
       gelangen. Der maltesische Außenminister schlug eine Soforthilfe in Höhe von
       100 Millionen Euro vor. Mit dem Geld sollten Nahrung, Medikamente und
       Schutzausrüstung verteilt werden. Die Hilfe könne die mehrheitlich aus
       Staaten südlich der Sahara stammenden Menschen dazu bewegen, in Libyen zu
       bleiben, „statt ihr Leben auf dem Mittelmeer zu riskieren“. (afp)
       
       ## Hannover: Caritas eröffnet Krankenwohnung für Obdachlose
       
       12.43 Uhr: Mit einer speziellen Krankenwohnung will die Caritas in Hannover
       pflegebedürftigen wohnungslosen Menschen helfen. Die Wohnung bietet Platz
       für fünf Frauen und Männer, wie der Caritasverband Hannover mitteilte. Sie
       solle obdachlosen Menschen, die ihre gesundheitlichen und sozialen Probleme
       nicht aus eigenen Kräften überwinden könnten, professionelle Hilfe
       anbieten, sagte Vorstand Andreas Schubert. Menschen ohne Wohnung fielen oft
       durch das Raster bestehender Hilfsangebote, erläuterte er. Ihre Lage werde
       zudem – gerade jetzt – besonders prekär, wenn sie an Erkrankungen litten,
       die weiter behandelt werden müssten. So könnten sie nach Brüchen oder
       Krankenhaus-Aufenthalten nicht mehr auf der Straße oder in einer
       Gemeinschaftsunterkunft leben. In der Stadt gibt es bereits zwei weitere
       Krankenwohnungen für Obdachlose, die von der Diakonie betrieben werden.
       (epd)
       
       ## Österreich und Polen lockern Beschränkungen für Wirtschaft
       
       12.42 Uhr: Deutschlands Nachbarn Österreich und Polen lockern einige
       Beschränkungen. [7][Kleine Einzelhändler sowie Bau- und Gartenmärkte
       öffneten heute in Österreich wieder], Polen wird nach Regierungsangaben am
       kommenden Sonntag mit Lockerungen für Geschäfte und die Gesellschaft
       beginnen. In den Geschäften in Österreich müssen Kunden Nase und Mund
       abdecken und mindestens einen Meter Abstand voneinander halten. Die Zahl
       der im Geschäft erlaubten Personen wird ebenfalls beschränkt. Die
       Wiedereröffnung aller Geschäfte planen die österreichischen Behörden für
       Anfang Mai, Restaurants sollen Mitte Mai folgen.
       
       Der polnische Gesundheitsminister Łukasz Szumowski sagte am Montag, das
       „Auftauen“ der Wirtschaft solle angesichts der Kosten der Isolation eine
       gute Nachricht sein. Regierungssprecher Piotr Müller kündigte weitere
       Entscheidungen über Lockerungen für diese Woche an, Grundlage seien Daten
       über Neuinfektionen. Erwartet wird ihm zufolge, dass die Zahl der in
       Geschäften erlaubten Kunden erhöht wird. (dpa)
       
       Ausbruch in Altenheim: 37 Bewohner weiter im Krankenhaus 
       
       12.26 Uhr: Von dem [8][wegen eines Ausbruchs teilgeräumten Altenheim] in
       St. Augustin bei Bonn sind heute 37 Bewohner weiter in Krankenhäusern
       untergebracht. Eine Sprecherin des Caritas-Verbundes, zu dem das Heim
       gehört, erklärte, die Situation sei stabil und ruhig. Die 45 nicht mit dem
       Virus infizierten Bewohner würden weiterhin im Heim versorgt. Die
       Einrichtung war am Freitag geräumt worden, weil es nicht mehr genug
       Personal gab. Von den 95 Mitarbeitern waren 36 positiv getestet worden.
       Weitere 20 hatten unmittelbar Kontakt zu positiv Getesteten und wurden in
       Quarantäne geschickt. Der Auslöser des Ausbruchs blieb zunächst weiter
       unklar. Eine Frau sei bereits genesen. (dpa)
       
       ## Trump hat Hilfe im Kampf gegen Corona angeboten
       
       12.05 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich bereit erklärt, Russland
       Ausrüstung für den Kampf gegen die Ausbreitung des Virus zu schicken. Dies
       habe Trump seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin mitgeteilt,
       zitiert die Nachrichtenagentur Interfax den russischen Außenminister Sergei
       Lawrow. Russland würde seinerseits den Transport weiterer Hilfsmittel in
       die USA prüfen, wenn das von der US-Regierung gewollt sei, meldet die
       Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Lawrow. Im März hatte Russland
       medizinische Ausrüstung und Atemschutzmasken in die USA geflogen. (rtr)
       
       ## Berlin: Lockerung von Verboten frühestens Ende des Monats
       
       11.56 Uhr: Der Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, [9][dämpft
       Hoffnungen auf eine rasche Lockerung der Beschränkungen]. „Ab kommendem
       Montag wird es wahrscheinlich nicht sein“, sagte der SPD-Politiker in einem
       Interview mit Radio Eins. „Wenn es zu Lockerungen kommen kann, dann dauert
       die Umsetzung auch wieder ein paar Tage.“ Er gehe davon aus, dass es
       vielleicht ab dem 27. April oder dem 1. Mai Veränderungen in den
       Ausgangsbeschränkungen geben werde. „Es wird nicht mehr so sein wie vorher.
       Es wird alles, wenn überhaupt, nur möglich sein mit Auflagen und Regeln“,
       mahnte Müller. Zu einer allgemeinen Maskenpflicht äußerte sich der
       SPD-Politiker skeptisch, unter bestimmten Bedingungen könne dies aber
       sinnvoll sein. (rtr)
       
       ## Aktuelle Zahlen aus dem Iran
       
       11.50 Uhr: Im Iran ist die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem
       Coronavirus um 98 auf 4.683 gestiegen. Binnen 24 Stunden wurden nach
       Angaben des Gesundheitsministeriums zudem 1.574 Neuinfektionen registriert.
       Damit liegt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen bei 74.877. (rtr)
       
       ## Wann erreicht die Pandemie ihren Höhepunkt?
       
       11.45 Uhr: Der Höhepunkt der Pandemie ist nach Einschätzung der
       Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nicht erreicht. 90 Prozent aller
       Fälle würden in Europa und den USA registriert, sagt eine WHO-Sprecherin.
       [10][In Europa gebe es ein gemischtes Bild]: In einigen Ländern lasse die
       Ausbreitung leicht nach. Großbritannien und die Türkei dagegen
       verzeichneten weiterhin einen Anstieg der Infektionen. In China bestehe die
       Gefahr darin, dass das Virus aus anderen Ländern eingeschleppt werde. Mit
       einem Impfstoff solle man nicht vor einem Jahr oder noch später rechnen.
       (rtr)
       
       ## Verstärkte Chancen auf Lockerungen
       
       11.35 Uhr: Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann
       (CDU) sieht dank des Verhaltens der Bevölkerung verstärkte Chancen für eine
       vorsichtige Lockerung der Beschränkungen. „Die Einschnitte haben Wirkung
       gezeigt“, sagt der CDU-Politiker. Die Verdoppelungsrate der Infizierten
       liege in NRW inzwischen bei 15,2 Tagen. Das sei ein wichtiger Parameter, um
       über Lockerungen verantwortungsvoll nachzudenken. In NRW hätten sich
       bislang knapp 27.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wovon 13.300
       mittlerweile wieder genesen seien. (rtr)
       
       ## Spanien: Zahl der Neuinfektionen rückläufig
       
       11.31 Uhr: [11][In Spanien] wurden binnen 24 Stunden 3.045 Neuinfektionen
       bestätigt. Das ist der niedrigste Zuwachs seit fast vier Wochen. Damit
       hätten sich insgesamt 172.541 Menschen nachweislich mit dem Virus
       angesteckt, teilt das Gesundheitsministerium mit. 567 weitere Menschen
       seien gestorben, insgesamt stieg die Zahl der Toten auf 18.056. (rtr)
       
       ## Zahl der Toten in Großbritannien höher als zunächst angegeben
       
       11.15 Uhr: In Großbritannien könnte die Zahl der Verstorbenen um rund 15
       Prozent höher sein als von den Behörden angegeben. Das nationale
       Statistikamt ONS teilt mit, dass in England und Wales bis zum 3. April
       6.235 Menschen gestorben seien, bei denen im Totenschein Covid-19 oder der
       Verdacht darauf genannt würden. Betrachte man diese Daten, dann sei die
       Todeszahl höher als die vom nationalen Gesundheitsdienst NHS genannte,
       erklärt ONS-Statistiker Nick Stripe. Zudem beinhalten die NHS-Zahlen
       Todesfälle in Krankenhäusern, nicht aber die aus Alten- und Pflegeheimen.
       (rtr)
       
       ## Landtag verabschiedet Pandemie-Gesetz für NRW
       
       11.15 Uhr: Der nordrhein-westfälische Landtag hat mit großer Mehrheit im
       dritten Anlauf ein Pandemie-Gesetz für das Bundesland beschlossen. Es sieht
       besondere Regierungsbefugnisse für den Fall einer katastrophalen
       Entwicklung der Krise vor. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP
       stimmten ebenso wie die Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen dafür. Die
       AfD stimmte dagegen. Das Gesetz sieht etwa vor, dass das
       Gesundheitsministerium die Krankenhausträger verpflichten kann, zusätzliche
       Behandlungskapazitäten zu schaffen und nicht dringend notwendige
       Operationen zu verschieben. Die staatlichen Behörden dürfen außerdem
       Medikamente oder medizinisches Apparate beschlagnahmen. Das Gesetz ist bis
       zum 31. März 2021 befristet. (dpa)
       
       ## Spanier retten 43 Flüchtlinge – Malta verweigert Aufnahme
       
       Das spanische Rettungsschiff „Aita Mari“ hat vor der Küste von Malta 43
       Migranten aus einem sinkenden Boot geborgen. Die geretteten Menschen hätten
       die Nacht auf dem kleinen Schiff verbracht, teilte die
       Nichtregierungsorganisation Salvamento Marítimo Humanitario (SMH), die die
       „Aita Mari“ betreibt, mit. Da Malta die Aufnahme der Geretteten verweigere,
       fordere man einen sicheren Hafen, hieß es. Malta hatte nach Angaben der
       spanischen Hilfsorganisation die Entsendung eines Hubschraubers mit einem
       Arzt und Hilfsmaterial zugesichert. Vor einigen Tagen hatten sowohl Italien
       und als auch Malta ihre [12][Häfen für die privaten Seenotretter
       geschlossen]. (dpa)
       
       ## Russland: Sorge vor zu wenigen Krankenhausbetten
       
       10.55 Uhr: Die [13][Behörden in Moskau] warnen davor, dass in der
       russischen Hauptstadt in den kommenden zwei bis drei Wochen die
       Krankenhausbetten nicht ausreichen. Zwar wurden Tausende zusätzliche Betten
       bereitgestellt. Aber obwohl staatliche und private Kliniken einbezogen
       würden, könne es zu Engpässen kommen, teilt die Moskauer Gesundheitsbehörde
       mit. Das Virus breitet sich in Russland rasch aus, besonders betroffen ist
       Moskau. Allein dort stieg die Zahl der Infektionen binnen eines Tages um
       fast 1.500 auf rund 13.000. Im ganzen Land sind es 21.102. (rtr)
       
       ## Australien erwartet höchste Arbeitslosigkeit seit 1994
       
       10.45 Uhr: Australien droht die höchste Arbeitslosigkeit seit mehr als
       einem Vierteljahrhundert. Die Arbeitslosenquote werde sich bis Ende Juni
       auf 10 Prozent verdoppeln, sagte [14][Ministerpräsident Scott Morrison] dem
       Sender Channel Nine. Damit würde erstmals seit 1994 wieder ein
       zweistelliger Wert erreicht. Ohne staatliche Hiilfsmaßnahmen wie das 130
       Milliarden Australische Dollar (rund 76 Milliarden Euro) große Paket zur
       Sicherung von Arbeitsplätzen und Hilfen für Universitäten würde die
       Arbeitslosigkeit bis auf etwa 15 Prozent klettern, sagte Morrison. Das
       benachbarte Neuseeland erwartet eine noch viel höhere Arbeitslosenquote.
       Sie dürfte bis auf 26 Prozent klettern, wenn die Einschränkungen für
       Wirtschaft und Bevölkerung länger gelten als bislang vorgesehen, wie das
       Finanzministerium erklärte. Bislang liegt die Quote bei 4 Prozent. (rtr)
       
       ## Aktuelle News aus dem RKI
       
       10.35 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht die Ausbreitung des Virus
       noch nicht gestoppt. „Wir können noch nicht von einer Eindämmung sprechen“,
       sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. Das RKI strebe an, dass die sogenannte
       Reproduktionszahl unter eins gehe, also dass ein Infizierter das Virus also
       höchstens an durchschnittlich eine Person oder weniger weitergibt. Derzeit
       betrage dieser Faktor laut RKI 1,2. (rtr)
       
       10.17 Uhr: In den Krankenhäusern in Deutschland sind nach den Worten von
       RKI-Präsident Lothar Wieler aktuell ausreichend Intensivbetten und
       Beatmungsgeräte vorhanden. „Bei der derzeitigen Dynamik werden keine
       Engpässe prognostiziert“, sagt Wieler in Berlin. (rtr)
       
       10.12 Uhr: Lothar Wieler ruft dazu auf, trotz „einiger positiver Tendenzen“
       bei der Entwicklung der Infektionszahlen die Abstands- und Hygieneregeln
       weiterhin unvermindert einzuhalten. Die ergriffenen Maßnahmen wirkten. Die
       Zahlen hätten sich aber „auf einem relativ hohen Niveau eingependelt“, es
       gebe keinen eindeutigen Trend, dass sie zurückgingen. (rtr)
       
       ## Bad Hersfelder Festspiele abgesagt
       
       9.53 Uhr: Bad Hersfeld hat die Theater-Festspiele im Sommer wegen der Krise
       abgesagt. Bürgermeister Thomas Fehling (parteilos) bezeichnete die Absage
       als „katastrophal“ für die Stadt: „Die Festspiele sind ein bedeutender
       Wirtschaftsfaktor für die Stadt.“ Die 70. Jubiläumssaison sollte am 26.
       Juni mit der Uraufführung des Stücks „Der Club der toten Dichter“ nach der
       Regie von Intendant Joern Hinkel beginnen. Als weitere Uraufführung stand
       das Musical „Goethe“ (Regie: Gil Mehmert) auf dem Programm. Nun müsse
       geklärt werden, ob das für diese Saison geplante Programm im Sommer 2021
       nachgeholt werden könne, berichtete die Stadt. (dpa)
       
       ## J.Lo und Diddy tanzen gemeinsam bei Corona-Spendenaktion
       
       9.48 Uhr: Sängerin Jennifer Lopez und Rapper Diddy haben mit einer
       gemeinsamen Tanzeinlage Geld für Mitarbeiter des Gesundheitswesens
       gesammelt. Der 50 Jahre alte Musiker hatte am Ostersonntag auf Instagram
       zum „Dance-A-Thon“ geladen. Mehrere US-Prominente wollen im Kampf gegen das
       Virus Geld spenden, darunter Pop-Superstar Rihanna und Twitter-Chef Jack
       Dorsey, Starmoderatorin Oprah Winfrey und Sängerin Dolly Parton. (dpa)
       
       ## Schülerrat gegen verpflichtende Abschlussprüfungen
       
       9.44 Uhr: Niedersachsens Schüler sollen nach Ansicht des Schülerrats wegen
       der wochenlangen Schulschließungen wählen können, [15][ob sie ihre
       Abschlussprüfungen ablegen wollen oder nicht]. „Die gegenwärtige Krise hat
       die Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen in unvergleichbarer Weise
       behindert“, sagte der Vorsitzende des Landesschülerrats, Florian Reetz.
       Stattdessen solle dieses Jahr ein „Durchschnittsabschluss“ zum Standard
       werden. Beim Abitur machen diese Leistungen auch unter normalen Umständen
       zwei Drittel der Abschlussnoten aus. Wer wolle, solle aber ein Recht auf
       die Abschlussprüfung haben. Eine Entscheidung wird frühestens am Mittwoch
       erwartet. (dpa)
       
       ## Corona-Kabinett tagt erst am Mittwoch
       
       09.42 Uhr: Die nächste Beratung des Corona-Kabinetts findet erst am
       Mittwoch um 9.30 Uhr statt, teilt die Bundesregierung mit. Ursprünglich
       angekündigt war die Sitzung für den heutigen Dienstag. Für
       Mittwochnachmittag ist eine Videokonferenz der Bundesregierung mit den
       Ministerpräsidenten geplant, um über Lockerungen der Kontaktbeschränkungen
       zu beraten. (rtr)
       
       ## Verdi-Chef beklagt „Konstruktionsfehler bei der Kurzarbeit“
       
       9.10 Uhr: Immer mehr Arbeitnehmer geraten nach Angaben von Verdi-Chef Frank
       Werneke in Schwierigkeiten. „Täglich erreichen mich viele Notrufe, der
       Mail- und Briefeingang ist riesig“, sagte Werneke dem Tagesspiegel. Er
       beklagte einen „massiven Konstruktionsfehler bei der Kurzarbeit. Die
       Übernahme der kompletten Sozialversicherungsbeiträge durch die
       Bundesagentur für Arbeit hätte gekoppelt werden müssen an die Aufstockung
       des Kurzarbeitergelds auf mindestens 80 Prozent, für niedrige Einkommen auf
       mindestens 90 Prozent durch die Arbeitgeber.“ Im europäischen Vergleich
       bilde Deutschland mit einem gesetzlichen Kurzarbeitergeld von 60 Prozent
       des Nettoeinkommens das Schlusslicht, sagte Werneke der Zeitung. (afp)
       
       ## Polen will Beschränkungen schrittweise lockern
       
       9.08 Uhr: [16][Polen will die Beschränkungen für die heimische Wirtschaft
       ab Sonntag schrittweise wieder lockern]. „Vom 19. April an werden wir
       langsam beginnen, die Wirtschaft wieder anzufahren“, sagt
       Gesundheitsminister Łukasz Szumowski dem Radiosender RMF FM.
       Regierungssprecher Piotr Müller erklärt, zunächst würden wahrscheinlich die
       Einschränkungen für Geschäfte gelockert. (rtr)
       
       ## Asiens Börsen im Plus
       
       8.40 Uhr: Ein überraschend geringer Rückgang der chinesischen Exporte hat
       für gute Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten gesorgt. Die
       chinesischen Exporte schrumpften im März zwar um 6,6 Prozent, Fachleute
       hatten aber mit einem mehr als doppelt so starken Rückgang gerechnet. Auch
       bei den Einfuhren fiel das Minus bei weitem nicht so stark aus wie
       befürchtet. Analysten verwiesen zudem darauf, dass die Zahl der
       Neuinfektionen in vielen wirtschaftlich wichtigen Ländern zurückgeht.
       Dennoch sei es noch zu früh für Entwarnung an den Finanzmärkten. (rtr)
       
       ## Altmaier: Kein konkretes Datum für die Rückkehr zur Normalität
       
       8.40 Uhr: Die Wirtschaft und das Alltagsleben in Deutschland werden nach
       den Worten von Wirtschaftsminister Peter Altmaier schrittweise wieder
       hochgefahren werden. Dazu werde es sehr differenzierte Vorschläge geben,
       sagt der CDU-Politiker in der ARD. Ein konkretes Datum für die Rückkehr zur
       Normalität könne er nicht nennen. Die große Disziplin, die die Bevölkerung
       gezeigt habe, sei auch in Zukunft noch nötig.
       
       ## Wohlfahrtsverband: Mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger
       
       7.15 Uhr: Der Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich
       Schneider, fordert in der ARD 100 Euro mehr im Monat für [17][besonders
       betroffene Hartz-IV-Bezieher]. Allein 600.000 Menschen müssten in
       Notwohnungen leben, und die rund 1,6 Millionen Stammkunden von den Tafeln
       seien erheblich betroffen, weil fast die Hälfte dieser Einrichtungen
       geschlossen sei. Um die Lage in Notunterkünften zu entzerren, müsse der
       Staat vorübergehend Hotels, Appartements oder Ferienwohnungen anmieten.
       (rtr)
       
       ## Größte Ausgangssperre der Welt
       
       7.05 Uhr: Indien verlängert die Ausgangsbeschränkungen bis zum 3. Mai. Er
       fordere alle Inder auf, dabei zu helfen, dass das Virus nicht weiter
       verbreitet werde, sagt Ministerpräsident Narendra Modi in einer
       Fernsehansprache. In Indien sind mittlerweile 10.363 Infektionsfälle
       bestätigt. 339 Menschen sind gestorben. (rtr)
       
       ## Aktuelle Zahlen aus Deutschland
       
       05.23 Uhr: In Deutschland ist nach Angaben des [18][Robert-Koch-Instituts
       (RKI)] die Zahl der Infektionsfälle um 2.082 auf 125.098 gestiegen. Binnen
       24 Stunden seien 170 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der Pandemie
       gemeldet worden. 68.200 Menschen sind genesen. Einen Tag zuvor lag diese
       Zahl bei 64.600. (rtr)
       
       ## China: Humantests für Impfstoffe
       
       3.52 Uhr: China lässt zwei experimentelle Impfstoffe zur Bekämpfung des
       neuen Virus für Humantests zu. Die Impfstoffe würden von einer in Peking
       ansässigen Einheit der Sinovac Biotech und dem Institute of Biological
       Products [19][in Wuhan] entwickelt, berichtet die Nachrichtenagentur
       Xinhua. Im März hatte China bereits grünes Licht für eine klinische Studie
       eines vielversprechenden Impfstoffs gegeben, der von der chinesischen
       Akademie für Militärmedizin und dem Biotechunternehmen CanSino Bio
       entwickelt wurde. Auch der US-Arzneimittelentwickler Moderna hatte im März
       erklärt, er habe mit den Humantests für einen Impfstoff begonnen. (rtr)
       
       ## China: Gestern kein neues Todesopfer
       
       2.56 Uhr: Die chinesische Gesundheitskommission meldet 89 neue Fälle. Fast
       alle Neuinfektionen seien auf Einreisende zurückzuführen. Die Gesamtzahl
       der bestätigten Fälle in China liegt nun nach offiziellen Angaben bei
       82.249. Die Zahl der Todesopfer durch die Pandemie beläuft sich auf 3.341.
       Gestern wurde kein neues Todesopfer verzeichnet. (rtr)
       
       ## US-Westküste plant Lockerungen der Maßnahmen
       
       2.40 Uhr: Kalifornien ist einer von neun US-Bundesstaaten, die mit der
       Planung für die Aufhebung strenger Ausgangssperren beginnen. „Kalifornien
       entwickelt einen Plan, um Abstandsregeln schrittweise zu lockern, da sich
       die Zahl neuer Fälle und Klinikaufenthalte zu stabilisieren scheint“, sagt
       Gouverneur Gavin Newsom. Der Staat werde sich mit Oregon und Washington
       zusammentun, um einen koordinierten Westküstenplan zu entwickeln. Der Plan
       solle erst umgesetzt werden, wenn die Infektionsrate tatsächlich abnehme.
       Bei insgesamt 22.348 Menschen in Kalifornien sei Covid-19 diagnostiziert
       worden, davon seien 1.178 auf der Intensivstation, sagt Newsom. (rtr)
       
       Finanzielle Anreize für Impfstoffentwicklung in der Ukraine 
       
       1.36 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat Forschern in
       seinem Land, denen die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Virus
       gelingt, eine Million Dollar versprochen. Der Präsident sei der Ansicht,
       dass „eine Million Dollar ein guter Anreiz“ seien, teilte Selenskis
       Sprecherin Julija Mendel mit. Selenski wolle, dass ukrainische
       Wissenschaftler „aktiver“ daran arbeiteten, „Arzneimittel zu entwickeln,
       die der ganzen Welt helfen“, fügte sie hinzu. Wie das Millionenpreisgeld
       für einen solchen Impfstoff finanziert werden würde, führte sie nicht aus.
       [20][In der Ukraine gibt es mehr als 3.100 bestätigte Infektionsfälle], 93
       Menschen starben. Um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen,
       schloss die Regierung Schulen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen
       und legte in mehreren Städten den öffentlichen Nahverkehr still. (afp)
       
       ## Türkei billigt Gesetz zur Freilassung tausender Gefangener
       
       0.56 Uhr: [21][Das türkische Parlament] hat einen Gesetzentwurf zur
       Freilassung zehntausender Strafgefangener aufgrund der Pandemie bewilligt.
       Menschenrechtsgruppen hatten scharfe Kritik an dem Gesetzentwurf geübt,
       weil er politische Gefangene nicht einschließt.
       
       Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International stimmten
       279 der Abgeordneten für das Gesetz, 51 dagegen. Kein einziger
       Änderungsantrag der Opposition sei angenommen worden, schrieb die
       Amnesty-Aktivistin Milena Buyum im Kurzbotschaftendienst Twitter. Das von
       der Regierung eingebrachte Gesetz sieht die Freilassung von rund 90.000
       Insassen vor. Ein Teil von ihnen soll vorzeitig aus der Haft entlassen
       werden, ein anderer Teil unter Hausarrest gestellt werden. Ausgenommen sind
       politische Gefangene, die nach den umstrittenen Antiterrorgesetzen
       angeklagt sind. Human Rights Watch und Amnesty hatten das Gesetz deshalb
       scharf kritisiert.
       
       In der Türkei gibt es mehr als 61.000 Corona-Infizierte, etwa 1.300
       Menschen sind bislang an Covid-19 gestorben. (afp)
       
       ## Sofortige Schuldenerleichterungen für 25 Länder
       
       0.48 Uhr: Der Internationale Währungsfonds gewährt 25 Mitgliedsländern
       (CCRT) sofortige Schuldenerleichterungen. „Dies gewährt unseren
       [22][ärmsten und schutzbedürftigsten Mitgliedern] Zuschüsse zur Deckung
       ihrer IWF-Schuldenverpflichtungen und wird ihnen helfen, mehr finanzielle
       Ressourcen für lebenswichtige medizinische und andere Hilfsmaßnahmen zu
       verwenden“, sagt IWF-Chefin Kristalina Georgieva. Derzeit verfüge der IWF
       über Mittel in Höhe von 500 Millionen Dollar, unter anderem aus Japan,
       Großbritannien, China und den Niederlanden. Zu den ersten Ländern, die die
       Schuldendiensterleichterung erhielten, gehören Afghanistan, die
       Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Gambia,
       Haiti, Madagaskar, Malawi, Mali, Mosambik, Nepal, Niger, Ruanda,
       Tadschikistan, Togo und Jemen, so der IWF. (rtr)
       
       ## Rettungspaket für Europa
       
       0.21 Uhr: Eurogruppen-Chef Mario Centeno hält die von den Finanzministern
       des Blocks genehmigte Unterstützung von einer halben Billion Euro für die
       geplagten Volkswirtschaften für einen guten Anfang. „Dieses Rettungspaket
       ist nicht die Endstation. Wir müssen und werden mehr für Europa tun“, sagt
       Centeno in einem Interview des Fernsehsenders TVI. (rtr)
       
       14 Apr 2020
       
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