# taz.de -- +++ Corona News vom 9. April +++: Ostseeanwohner dürfen ans Meer
       
       > Gericht kippt Reiseverbot. IWF warnt vor Wirtschaftskrise. Merkel
       > hoffnungsvoll. Die Nachrichten zum Coronavirus im Live-Ticker.
       
 (IMG) Bild: Zumindest für Anwohner an Ostern erreichbar: die Ostsee
       
       Gericht kippt Reiseverbot an der Ostsee 
       
       17.56 Uhr: Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns dürfen zu Ostern nun doch
       Tagesausflüge zu den Ostseeinseln, zur Küste und in die Seenplatte machen.
       Das Oberverwaltungsgericht Greifswald kippte am Donnerstag überraschend in
       zwei Eilverfahren das von der Landesregierung verfügte Reiseverbot für die
       heimische Bevölkerung.
       
       Wie das Gericht am Abend mitteilte, wurde der umstrittene Paragraf 4a der
       Verordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen
       Coronavirus Sars-CoV-2 bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache außer
       Vollzug gesetzt. Dieser Paragraf war erst am Mittwoch in die Verordnung
       eingefügt worden, um die verbotenen Reiseziele zu präzisieren.
       
       Demnach waren von Karfreitag bis Ostermontag für Einwohner
       Mecklenburg-Vorpommerns Ausflüge zu den Ostseeinseln, zur Halbinsel
       Fischland-Darß-Zingst, in Gemeinden direkt an der Ostsee und
       Boddengewässern sowie zu Tourismuszentren in der Mecklenburgischen
       Seenplatte verboten worden. Damit wollte die Regierung die Umsetzung der
       Kontaktbeschränkungen insbesondere über die Feiertage erzwingen.
       
       Für Touristen aus anderen Bundesländer gilt bereits seit Mitte März [1][ein
       Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern], das zumindest bis zum 19.
       April bestehen bleibt. Eingeschlossen ist ein Nutzungsverbot von
       Ferienwohnungen, die Auswärtigen als Zweitwohnsitz dienen. (dpa)
       
       ## Frankreich erwartet Rekorddefizit
       
       17.49 Uhr: Die französische Regierung erwartet wegen der zunehmenden Kosten
       ihrer Corona-Maßnahmen ein Rekord beim Haushaltsdefizit und der
       Staatsverschuldung. Das Krisen-Paket werde sich auf 100 Milliarden Euro
       mehr als verdoppeln, sagt Finanzminister Bruno Le Maire der Zeitung Les
       Echos. Das sind mehr als vier Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP). Am
       Mittwoch will die Regierung die neusten Haushaltsberechnungen vorlegen.
       (rtr)
       
       ## Eine Milliarde Dollar für die Gesundheit
       
       17.21 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will Diplomaten zufolge
       bald einen Anruf für eine Milliarden Dollar oder mehr zum Kampf gegen die
       Coronavirus-Pandemie starten. Es könnten auch „mehrere Milliarden“ sein,
       sagt einer der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Ein WHO-Sprecher
       lehnt eine Stellungnahme ab. (rtr)
       
       ## Scholz bleibt zuversichtlich
       
       16.55 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist vor der Sitzung der
       Eurogruppe zu möglichen Hilfen für Italien zuversichertlich. „Es sieht
       danach aus, dass eine Einigung möglich ist.“ Die Finanzminister der
       EU-Staaten verhandeln am Abend erneut über ein milliardenschweres
       Rettungspaket für Arbeitnehmer, Firmen und verschuldete Staaten. Eine erste
       Runde war in der Nacht zu Donnerstag nach 16 Stunden [2][ergebnislos
       beendet worden]. (rtr/taz)
       
       ## Ungarn bleibt dicht
       
       16.51 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban verlängert die
       Einschränkungen im Land auf unbestimmte Zeit. Das erklärt er in einem auf
       Facebook veröffentlichtem Video. (rtr)
       
       ## Kurzarbeitergeld läuft länger
       
       16.30 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will das Kurzarbeitergeld
       über die übliche Bezugsdauer von zwölf Monaten hinaus für diejenigen
       Beschäftigten ausweiten, die bereits im vorigen Jahr in der betrieblichen
       Zwangspause waren. Er werde für diese Fälle die Zahlung kurzfristig bis
       Ende 2020 verlängern, kündigt der SPD-Politiker an. (rtr)
       
       ## Vater darf aus Kreißsaal verbannt werden
       
       16.12 Uhr: Die Krankenhäuser dürfen einem werdenden Vater in der
       Corona-Krise den Zutritt zum Kreißsaal verwehren. Das hat das
       Verwaltungsgericht Leipzig am Donnerstag auf den Eilantrag eines Mannes hin
       entschieden (Az. 7 L 192/20). Der werdende Vater wollte seiner
       Lebensgefährtin bei der Geburt von Zwillingen in der Uniklinik Leipzig zur
       Seite stehen. Die Krankenhäuser in der Messestadt verbieten den Partnern
       aber derzeit den Zutritt. An dieser Entscheidung war viel Kritik laut
       geworden. Auch in vielen anderen Städten [3][dürfen werdende Mütter keine
       Begleitperson mehr mitnehmen.] (dpa/taz)
       
       ## Wie viele wieder gesund sind
       
       15.55 Uhr: [4][Laut Johns-Hopkins University] sind über 330.000 Infizierte
       wieder genesen. (taz)
       
       ## Keine Notwendigkeit, Maßnahmen zu verschärfen
       
       15.44 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Mittwoch mit den
       Ministerpräsidenten darüber beraten, wie die Einschränkungen des
       öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens gelockert werden können. Man werde
       nur in kleinen Schritten und ganz vorsichtig vorgehen können, sagt Merkel.
       Eine sehr wichtige Einschätzung dazu werde eine Studie von Wissenschaftlern
       der Leopoldina sein.
       
       Merkel sieht derzeit keine Notwendigkeit, die Maßnahmen zur Eindämmung der
       Epidemie zu verschärfen. Sie mahnt in Berlin, auch über Ostern mit
       Konzentration und Disziplin die Kontaktbeschränkungen einzuhalten. Die
       Entwicklung der Infektionszahlen gebe „Anlass zu vorsichtiger Hoffnung“.
       (rtr)
       
       ## 6,6 Millionen neue Arbeitslose in den USA
       
       15.16 Uhr: Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise in den USA werden
       immer dramatischer. In der vergangenen Woche meldeten sich 6,6 Millionen
       Menschen neu arbeitslos, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Damit
       haben binnen drei Wochen fast 17 Millionen Menschen in den USA ihren Job
       verloren. Allerdings könnte die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen noch
       höher sein: Die Behörden sind angesichts der Vielzahl an Erstmeldungen
       vollkommen überlastet. Viele Arbeitslose haben deswegen Schwierigkeiten,
       ihren Antrag einzureichen. (afp)
       
       ## „Schlimmste Krise seit der Großen Depression“
       
       15.15 Uhr: Die Pandemie hat dramatische Auswirkungen auf die gesamte
       Weltwirtschaft. Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnte vor der
       schlimmsten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression der 1920er und
       1930er Jahre. „Wir erwarten die schlimmsten wirtschaftlichen Konsequenzen
       seit der Großen Depression“, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva. Selbst
       im besten Fall dürfte es im kommenden Jahr nur eine „teilweise Erholung“
       geben; es könnte aber auch „schlimmer“ werden.
       
       Es herrsche große Unsicherheit über die Dauer der Pandemie und ihre
       wirtschaftlichen Auswirkungen, sagte Georgieva. Das weltweite
       Wirtschaftswachstum werde in diesem Jahr klar negativ ausfallen. 170 der
       180 IWF-Mitgliedstaaten dürften einen Rückgang des Pro-Kopf-Einkommens
       erleiden. (afp)
       
       ## Singapur meldet erneuten Höchstwert bei Neuinfektionen
       
       14.56 Uhr: Singapur meldet 287 neue Infektionen und damit den bisher größte
       Anstieg an einem Tag. Insgesamt sind nun 1.910 Ansteckungen bekannt, wie
       das Gesundheitsministerium mitteilt. Mehr als 200 der neuen Fälle wurden
       auf Wohnheime für ausländische Arbeiter zurückgeführt. Singapur hat
       Tausende diesen Wohnheimen unter Quarantäne gestellt, nachdem sie mit
       mehreren Fällen von Covid-19 in Verbindung gebracht worden waren. (rtr)
       
       ## 2,3 Billionen Dollar für die US-Wirtschaft
       
       14.54 Uhr: Die US-Notenbank (Fed) will [5][der US-Wirtschaft] mit weiteren
       Notfallhilfen im Volumen von 2,3 Billionen Dollar unter die Arme greifen.
       Das neue Maßnahmenpaket dient vor allem der Unterstützung lokaler
       Regierungen und kleiner und mittelgroßer Unternehmen, wie die Notenbank
       miteilt. (rtr)
       
       ## Das Ausmaß der Betrugsmasche
       
       14.44 Uhr: Von den Betrügereien um Sofothilfen für Selbstständige und
       kleine Unternehmen sind dem Innenminister von Nordrhein-Westfalen zufolge
       nach ersten Schätzungen zwischen 3.500 und 4.000 Antragssteller betroffen.
       Diese seien gezielt auf aus dem Ausland betriebene gefälschte
       Internetseiten gelockt worden, sagt Herbert Reul in Düsseldorf. Bislang sei
       auch nicht bekannt, dass auch andere Bundesländer betroffen seien. (rtr)
       
       ## RKI startet drei Studien zur Corona-Immunität
       
       14.39 Uhr: Das Robert-Koch-Institut wird nach Angaben seines Präsidenten
       Lothar Wieler drei Studien starten, um Aufschlüsse über die Immunität gegen
       das Virus zu erlangen. Dazu sollen zum einen Blutspender, zum anderen
       Menschen in Ausbruchsgebieten untersucht werden. Daneben werde es
       repräsentative Stichproben in ganz Deutschland geben. „Wir möchten wissen,
       wie viele Menschen in Deutschland immun sind“, erläutert Wieler. Derzeit
       ist unklar, [6][wie viele Menschen sich bereits mit dem Virus infiziert
       haben, ohne dies zu merken]. (rtr)
       
       ## Polen verlängert Maßnahmen
       
       14.16 Uhr: [7][Polen verlängert im Kampf gegen die Krise die
       Alltagsbeschränkungen]. Die Grenzen sollen bis zum 3. Mai dicht bleiben,
       wie Ministerpräsident Mateusz Morawieck mitteilt. Unternehmen müssten bis
       zum 19. April geschlossen bleiben, die Beschränkungen für Schulen sowie den
       Bahn- und Flugverkehr würden um weitere zwei Wochen verlängert. Zudem seien
       die Bürger angewiesen, ab nächstem Donnerstag in der Öffentlichkeit Mund
       und Nase zu bedecken. Zuvor hatte das Gesundheitsministerium eine Lockerung
       von Beschränkungen nach Ostern angekündigt. (rtr)
       
       ## 107-Jährige von Covid-19 genesen
       
       14.02 Uhr: Eine 107-jährige Frau aus den Niederlanden hat sich von einer
       Infektion erholt und ist damit womöglich die älteste Überlebende der
       Pandemie weltweit. Cornelia Ras wurde von ihren Ärzten mitgeteilt, dass sie
       das Virus besiegt habe, wie ihre Nichte Maaike de Groot in der Zeitung AD
       berichtet. Ras erkrankte der Zeitung zufolge am 17. März, sie zusammen mit
       anderen Bewohnern ihres Pflegeheims einen Gottesdienst auf
       Goeree-Overflakkee, einer Insel im Südwesten des Landes, besucht hatte. Sie
       und 40 weitere Gottesdienstbesucher seien positiv auf das Virus getestet
       worden. Zwölf Menschen aus dieser Gruppe seien inzwischen gestorben. Vor
       Ras war der 104-jährige Amerikaner Bill Lapschies bislang der älteste
       dokumentierte Genesene.
       
       ## Arbeitslosigkeit in Irland verdreifacht
       
       13.42 Uhr: Nach jahrelangem Jobboom ist die Arbeitslosigkeit [8][in Irland]
       im März auf 16,5 Prozent gestiegen und hat sich damit mehr als
       verdreifacht. Dieser Wert umfasse auch Menschen, die wegen der Krise
       Nothilfen erhielten, erklärt das nationale Statistikamt. Seit Beginn der
       aktuellen Datenerhebung vor 37 Jahren liegt der Rekordwert der
       Arbeitslosigkeit bei 17,3 Prozent aus dem Jahr 1985.
       
       ## Masken und Schutzausrüstung made in Germany
       
       13.37 Uhr: Die Bundesregierung will eine langfristig stabile Produktion
       medizinischer Schutzausrüstung in Deutschland aufbauen. Die Pandemie zeige
       „sehr klar, dass wir bei manchen Produkten nicht abhängig von anderen
       Regionen auf der Welt sein sollten „, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn
       (CDU). Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will mit einem Arbeitsstab
       Unternehmen insbesondere für die Produktion von Schutzmasken gewinnen. Bis
       Jahresende würden allein eine Milliarde OP-Masken und bis zu 450 Millionen
       sogenannte FFP2-Masken benötigt. Dazu kämen [9][sonstiger Arbeitsschutz und
       der „Alltagsbereich“].
       
       Laut Altmaier werden momentan rund 90 Prozent aller Masken in Asien
       produziert. Ziel seines Produktionsstabs ist es, diesen Anteil „deutlich zu
       reduzieren“ und Engpässe zu beseitigen, zumal die globale Nachfrage „für
       lange Zeit hoch bleiben wird“. Altmaier will die Investitionsbedingungen
       für interessierte Firmen verbessern. Die Unternehmen müssten wissen, „dass
       sie für ihre Masken, Wirkstoffe, Impfstoffe auch in den nächsten Jahren
       Abnehmer finden“. (afp)
       
       ## Frauenhäuser sollen technisch besser ausgestattet werden
       
       13.30 Uhr: Die Frauenhäuser und Fachberatungsstellen sollen für Telefon-,
       Online- und Videoberatung technisch besser ausgestattet werden.
       Familienministerin Franziska Giffey (SPD) bot die Unterstützung ihres
       Ministeriums zur Anpassung des Hilfesystems an. Die direkte
       Beratungssituation sei in Zeiten von Kontaktsperre und
       Infektionsschutzauflagen schwer umzusetzen. Zudem seien die
       [10][Kapazitäten von Frauenhäusern] oftmals durch Quarantänemaßnahmen
       reduziert, so Giffey. Die Arbeit der Frauenhäuser sei „systemrelevant“,
       betonte sie. (afp)
       
       ## Bundesregierung will Abstandsregel Monate in Kraft lassen
       
       13.17 Uhr: Die Menschen in Deutschland werden noch viele Monate auf Distanz
       gehen müssen. Der [11][Verzicht auf Händeschütteln oder der Mindestabstand
       von 1,5 Metern] werde auch bei einer Lockerung der Einschränkungen
       weiterhin gelten, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. Voraussetzung für
       eine Lockerungen sei aber, dass die Kontaktsperren auch über die Ostertage
       strikt eingehalten würden. Bund und Länder wollen kommende Woche über die
       Aufhebung von Einschränkungen sprechen. Die Zahl der Neuinfektionen stieg
       in dieser Woche täglich nur noch um vier bis fünf Prozent. Fast 50.000
       Menschen schätzt das RKI als genesen ein – mit täglich steigenden Zahlen.
       (rtr)
       
       ## Erleichterungen beim Wohngeld
       
       13.16 Uhr: Wegen der Krise sollen Menschen mit weniger Einkommen einfacher
       an Wohngeld kommen. Vor allem bei Antragstellern, die aufgrund der
       aktuellen Beschränkungen Einkommenseinbußen haben, sollen die Ämter unter
       anderem auf die sogenannte Plausibilitätsprüfungen verzichten, teilte die
       Senatsverwaltung für Wohnen mit. Sie verwies auch auf die Möglichkeit von
       Vorschusszahlungen. Zudem wird den Bezirken empfohlen, auslaufende
       Bewilligungen automatisiert für sechs weitere Monate zu verlängern. (rtr)
       
       ## Schweiz: Zahl der Infektionen steigt wieder stärker
       
       12.54 Uhr: In der Schweiz hat sich der Zuwachs an Infektionen wieder
       beschleunigt. Die Zahl der Infizierten stieg um 785 auf 23.574. Bislang
       sind 756 Personen an der Erkrankung gestorben – 51 mehr als am Mittwoch.
       (rtr)
       
       ## Hilfspaket für Österreich genehmigt
       
       12.48 Uhr: Die EU-Kommission hat Österreichs 15 Milliarden Euro schweres
       Hilfspaket für die Wirtschaft genehmigt. Das teilt
       EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mit. (rtr)
       
       ## Beschränkungen in Finnland gelten nun bis zum 13. Mai
       
       12.45 Uhr: Finnland hat die meisten Beschränkungen zur Eindämmung der
       Pandemie um einen Monat bis zum 13. Mai verlängert. Dazu gehöre das Verbot
       öffentlicher Versammlungen von mehr als zehn Personen sowie die Schließung
       öffentlicher Dienste wie Bibliotheken und Schulen, teilt die Regierung in
       Helsinki mit. Zuvor hatte sie bereits beschlossen, dass alle Restaurants
       bis Ende Mai geschlossen bleiben müssen. (rtr)
       
       ## Mögliches Entlassungsverbot in der Türkei
       
       12.38 Uhr: Die Türkei treibt Regierungskreisen zufolge Pläne für ein
       einstweiliges Verbot von Entlassungen voran. Die Regierung wolle Anfang
       nächster Woche einen entsprechenden Gesetzentwurf im Parlament einbringen,
       sagten zwei Insider. Damit solle ein Anstieg der Arbeitslosigkeit gebremst
       werden. Zuletzt hatte es geheißen, dass Entlassungen für mindestens drei
       Monate untersagt werden sollen. (rtr)
       
       ## Mehrere Hundert Hauptstadt-Polizisten unterwegs
       
       12.31 Uhr: Die Berliner Polizei wird an den Ostertagen mit jeweils knapp
       500 Beamten in der gesamten Stadt kontrollieren, ob sich die Bürger an die
       Einschränkungen halten. Auch Zivilkräfte werden unterwegs sein, wie eine
       Polizeisprecherin sagte. Als größte Herausforderung betrachtet die Polizei,
       die Abstandsregeln einzuhalten. Gruppen mit mehr als zwei Personen dürfen
       nicht zusammen spazieren gehen. Seit dem 14. März registrierte die Polizei
       1.003 Straftaten gegen die Verordnung zur Pandmie-Eindämmung. 855 Mal wurde
       demnach die sofortige Schließung von Lokalen angeordnet. Seit dem 23. März
       wurden 1.061 Ordnungswidrigkeiten als Verstöße gegen das
       Infektionsschutzgesetz festgestellt. (dpa)
       
       ## Forschung blickt auf Malaria- und HIV-Medikamente
       
       12.29 Uhr: Deutsche Forschungseinrichtungen werden sich nach Angaben von
       Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) an einer großangelegten Studie
       der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Erprobung von Medikamenten für
       die Behandlung von Covid-19 beteiligen. Es geht darum, welche bereits
       bekannten [12][Arzneien gegen Malaria, Ebola oder HIV] bei der
       Lungenkrankheit anschlagen könnten. Karliczek (CDU) gab offiziell den
       Startschuss für die deutsche Beteiligung. Das Deutsche Zentrum für
       Infektionsforschung und das Zentrum für Lungenforschung sollen die Studie
       für Deutschland koordinieren.
       
       Im Moment sei die Erforschung der Wirksamkeit solcher Arzneien der Weg, der
       die schnellste Hilfe im Kampf gegen Covid-19 verspreche, denn ein wirksamer
       Impfstoff werde voraussichtlich erst Ende dieses Jahres oder Anfang
       nächsten Jahres zur Verfügung stehen. 70 Länder haben nach Angaben von
       Karliczek bereits ihre Teilnahme an der WHO-Studie zugesagt. (dpa)
       
       ## Kontaktsperren konsequent Durchhalten
       
       12.24 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn mahnt dazu, die
       Kontaktbeschränkungen auch über Ostern „konsequent durchzuhalten“, auch
       wenn dies bei schönem Wetter schwerfalle. Nur dann könne aus der
       Abschwächung der Infektionsrate ein verlässlicher Trend werden, der es
       erlaube, über eine schrittweise Lockerung der verfügten Einschränkungen zu
       sprechen, sagt er. (rtr)
       
       ## Iran: 117 weitere Todesfälle
       
       12.18 Uhr: Im Iran sind 117 weitere Menschen Covid-19 gestorben. Damit
       steigt die Zahl der Todesfälle auf 4.110, 66.220 Menschen sind inzwischen
       nachgewiesenermaßen infiziert. Der Iran ist das Land im Nahen Osten, das am
       schwersten von der Pandemie betroffen ist. (rtr)
       
       ## Neue Regelung für Einreisende nach Brandenburg
       
       12.17 Uhr: Wer [13][aus dem Ausland über den Land-, See- oder Luftweg nach
       Brandenburg einreist], muss künftig zwei Wochen in häusliche Quarantäne.
       Innenstaatssekretär Uwe Schüler mit, auf diese Regelung hätten sich Bund
       und Länder verständigt. „Diese Verordnung mit einem dazugehörigen
       Bußgeldkatalog wird heute veröffentlicht, würde morgen in Kraft treten und
       gilt ebenfalls bis zum 19. April“, sagte Schüler im Innenausschuss des
       Landtags. (dpa)
       
       ## Schulnoten während Pandemie?
       
       11.57 Uhr: Schüler sollten aus Sicht von Grünen-Fraktionschefin Katrin
       Göring-Eckardt während der Krise keine Schulnoten für ihre Leistungen
       bekommen. „Die [14][Lernvoraussetzungen in den Familien sind zu
       unterschiedlich], um eine faire Notengebung zu ermöglichen“, sagte
       Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Bei Eltern, die
       Grundsicherung beziehen und kein Geld für einen Laptop für den
       Online-Unterricht haben, sollte aus Sicht von Göring-Eckardt der Staat
       einspringen und die Kosten übernehmen. Um Eltern und Schüler beim Lernen zu
       unterstützen, schlug sie eine Hotline mit Digitalcoaches vor. „Für diese
       Aufgabe könnte man Selbstständige aus der IT-Branche gewinnen, denen jetzt
       Aufträge wegbrechen“, sagte sie. (dpa)
       
       ## Spanien: über 150.000 Infizierte, 683 weitere Todesfälle
       
       11.49 Uhr: In Spanien hat sich der Anstieg der Totenzahl wieder
       verlangsamt. Das Gesundheitsministerium meldet weitere 683 Todesfälle, das
       sind weniger als am Vortag. Insgesamt zählt Spanien 15.238 Tote. Die Zahl
       der bekannten Infektionen legt auf 152.446 zu. (rtr)
       
       ## Maskenpflicht und Abschottung in Indien
       
       11.33 Uhr: Indien hat in der Krise mehrere Brennpunkte abgeriegelt und in
       Teilen des Subkontinents eine Maskenpflicht eingeführt. In der Hauptstadt
       Delhi wurden nach Regierungsangaben mindestens 20 Orte abgeschottet, die
       besonders dicht besiedelt oder normalerweise stark besucht sind. Niemand
       darf dort mehr hinein oder heraus. Neben Bezirken im Bundesstaat Uttar
       Pradesh sollen auch Städte wie Bhopal, Indore und Ujjain abgeriegelt
       werden. Die Behörden versicherten, die Bewohner würden mit Lebensmitteln,
       Medizin und anderen notwendigen Dingen an der Türschwelle versorgt. In
       Delhi, Mumbai, Chandigarh und anderen Teilen des Landes muss man beim
       Verlassen des Hauses eine Maske tragen. [15][Seit Ende März sind Indiens
       Grenzen dicht]. Bislang wurden mehr als 5.700 Covid-19-Fälle verzeichnet,
       166 Menschen starben. (dpa)
       
       ## Einschänkungen in Polen: Lockerung angekündigt
       
       11.20 Uhr: Polen wird nach Ostern einige Beschränkungen lockern, wie
       Gesundheitsstaatssekretär Waldemar Kraska ankündigt. Dann werde die
       Wirtschaft „ein wenig eingeschaltet“, sagt er, ohne Details zu nennen.
       Polen hat bislang 5.341 bestätigte Infektionen gemeldet und 164 Todesfälle.
       (rtr)
       
       ## Coronastudie aus Heinsberg lässt auf Lockerungen hoffen
       
       11.11 Uhr: Eine Studie zur Verbreitung des Virus im besonders [16][schwer
       betroffenen Kreis Heinsberg] zeigt dem Bonner Virologen Hendrik Streeck
       zufolge, dass sie Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie gelockert werden
       können. Die Pilotstudie zeige in einem Zwischenergebnis, dass mit einer
       Rücknahme von Auflagen bei Sicherung der Hygiene-Maßnahmen begonnen werden
       könne, sagt Streeck. Die Zuwachsraten im Kreis Heinsberg wiesen eine
       fallende Kurve aus, sagt der Landrat des Kreises, Stephan Pusch. Der Bonner
       Virologe untersucht in einer Pilotstudie, wie sich das Virus im Kreis
       Heinsberg ausgebreitet hat. (rtr)
       
       ## Deutschland hat weltweit drittgrößte Krankenbettendichte
       
       10.57 Uhr: Deutsche Krankenhäuser sind einer Studie des Instituts der
       deutschen Wirtschaft (IW) im internationalen Vergleich hervorragend
       ausgestattet. Nach Berechnungen der IW-Experten entfallen hierzulande sechs
       Betten auf 1.000 Einwohner. Damit verfüge Deutschland hinter Japan und
       Südkorea über die dritthöchste Bettendichte weltweit. Italien komme auf 2,6
       Betten je 1.000 Einwohner, Großbritannien auf 2,1. Bei der Anzahl der Ärzte
       und Pfleger rangiere Deutschland jedoch nur im Mittelfeld. (rtr)
       
       ## Japan: über 5.000 Infektionen
       
       10.54 Uhr: Die Pandemie trifft Japans Wirtschaft laut Notenbankchef
       Haruhiko Kuroda mit voller Wucht. Die Folgen seien gravierend: Bei
       Exporten, Produktion, Konsum und auch Touristenzahlen sei mit Rückgängen zu
       rechnen, sagt er vor Bankmanagern. Bislang zählt das Land über 5.000
       Corona-Infektionen. Die Totenzahl ist auf 105 gestiegen. (rtr)
       
       ## DFB-Präsident rechnet mit Insolvenzen im Profifußball
       
       10.48 Uhr: Die Krise [17][trifft auch den deutschen Profifußball massiv].
       Durch das Einstellen des Spielbetriebs drohen immer mehr Bundesligavereine
       zahlungsunfähig zu werden, erklärt DFB-Präsident Fritz Keller im phoenix
       tagesgespräch. Besonders betroffen seien Vereine der zweiten und dritten
       Bundesliga, aber auch Erstligisten wie beispielsweise der SC Paderborn sind
       in ihrer Existenz bedroht. (dpa)
       
       ## Mehr als zwei Millionen Euro für Hamburger Privattheater
       
       10.44 Uhr: Die [18][Privattheater in Hamburg] erhalten mehr als zwei
       Millionen Euro aus dem Schutzschirm des Senats. Mit dem Hilfspaket sollen
       die Einnahmeverluste der Theater abgefedert werden. Wie die Hamburger
       Behörde für Kultur und Medien mitteilte, wurde der Gesamtetat der Behörde
       zur Unterstützung kultureller Einrichtungen um 25 Millionen Euro erhöht.
       „Für die Privattheater sind die Schließungen besonders schmerzhaft, da
       diese Häuser auf die eigenen Einnahmen angewiesen sind“, sagte Carsten
       Brosda, Senator für Kultur und Medien (SPD). (dpa)
       
       ## Kambodschanischer Journalist festgenommen
       
       10.41 Uhr: Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die Freilassung eines
       kambodschanischen Journalisten gefordert, der festgenommen wurde, nachdem
       er einen Spruch des Premierministers in Bezug auf die Pandemie zitiert
       hatte. Der Chef der Nachrichtenseite TVFB, Sovann Rithy, habe den
       Regierungschef Hun Sen korrekt wiedergegeben, betonte Reporter ohne
       Grenzen. Hun Sen hatte demnach über Motorrad-Taxifahrer gesagt, diese
       sollten ihr Fahrzeug verkaufen, wenn sie bankrott seien, die Regierung
       könne nicht helfen. Die Polizei warf dem Journalisten vor, die soziale
       Sicherheit zu gefährden und zum Chaos anzustiften. (dpa)
       
       ## Eurozone stürzt laut Ifo-Prognose in Rezession
       
       10.34 Uhr: Die Eurozone stürzt laut einer Prognose des Ifo-Instituts in den
       kommenden Monaten in eine Rezession. Die Wirtschaftsleistung dürfte im
       ersten Quartal um 2,3 Prozent geschrumpft sein und wird im Frühjahr
       voraussichtlich um 10,5 Prozent einbrechen, wie das Münchner Institut in
       einer veröffentlichten gemeinsamen Vorhersage mit der
       Konjunkturforschungsstelle KOF in Zürich annimmt. Laut den Forschern dürfte
       sich nach Abklingen der Krise aber eine Erholung einstellen: Für das dritte
       Quartal sehen sie ein Wachstum von 8,7 Prozent voraus. (rtr)
       
       ## 650.000 Betriebe kündigen Kurzarbeit an
       
       10.21 Uhr: Bundesweit haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA)
       rund 650.000 Betriebe Kurzarbeit wegen des Coronavirus angekündigt. Die
       Zahl sei binnen einer Woche um knapp 40 Prozent gestiegen, teilt die
       Behörde mit. (rtr)
       
       ## Betrugsverdacht: NRW stoppt Auszahlung von Soforthilfen
       
       10.07 Uhr: Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium stoppt wegen
       mutmaßlich betrügerischer Internetseiten die [19][Soforthilfe-Auszahlungen
       für Selbstständige] und Unternehmen. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit
       dem Landeskriminalamt (LKA) gefallen, teilte das Ministerium mit. Laut den
       Ermittlern haben Betreiber der Fake-Seiten „mit gefälschten
       Antragsformularen Daten abgefischt und diese mutmaßlich für kriminelle
       Machenschaften genutzt“, hieß es. Offenbar haben die Täter demnach dann
       selbst betrügerische Anträge gestellt.
       
       Das LKA hatte am Mittwochabend öffentlich vor gefälschten
       Corona-Soforthilfe-Internetseiten gewarnt. Damit versuchten „skrupellose
       Betrüger von der Krise zu profitieren“, hieß es in der Mitteilung. Die
       Täter würden die Fake-Internetseiten unter anderem prominent über
       Werbeanzeigen in Suchmaschinen platzieren. Soforthilfe könnten Unternehmer
       nur über die Seite https://soforthilfe-corona.nrw.de beantragen. Sowohl der
       Bund als auch das Land hatten direkte Zuschüsse für Unternehmen
       beschlossen, deren Geschäft wegen Pandemie leidet oder ausfällt. In den
       vergangenen Wochen wurden bereits Hunderttausende Anträge in NRW bewilligt.
       Anträge könnten weiter gestellt werden, hieß es in der Mitteilung am
       Donnerstag. (dpa)
       
       ## Mehr als 10.000 Infektionen in Russland
       
       9.53 Uhr: In [20][Russland gibt es inzwischen mehr als 10.000 nachweislich
       Infizierte]. Die Behörden meldeten mit 1.459 Ansteckungen erneut einen
       Tageshöchstwert. Damit stieg die Zahl der bestätigten Infektionsfälle
       binnen 24 Stunden auf 10.131, wie das Nationale
       Coronavirus-Reaktionszentrum mitteilt. (rtr)
       
       ## „Wir wollen keinen Überwachungsstaat“
       
       9.32 Uhr: SPD-Chefin Saskia Esken stellt sich gegen Forderungen nach einer
       Pflicht für die [21][Nutzung einer Corona-App]. „Wenn wir solche Dinge für
       verpflichtend erklären, dann verkehren wir den Effekt ins Gegenteil“, sagt
       Esken der RTL/ntv Nachrichtenredaktion. Eine freiwillige Nutzung sei
       besser. Zudem könnten die Menschen nicht gezwungen werden, ihr Handy bei
       sich zu tragen. „Wir wollen keinen Überwachungsstaat.“ (rtr)
       
       ## Deutschland: Pflicht-Quarantäne für Einreisende aus Ausland
       
       9.20 Uhr: Ab Freitag gilt in Deutschland eine verpflichtende Quarantäne von
       zwei Wochen für Menschen, die aus dem Ausland einreisen. Bei Verstößen
       gegen die neuen Regeln drohen Bußgelder in Höhe von 150 Euro bis 25.000
       Euro, kündigte das Innenministerium an. Bund und Länder hätten sich auf
       eine Musterverordnung geeinigt, die bundesweit einheitliche Maßstäbe
       festsetzt und die bereits zum Osterverkehr gelten soll. Demnach müssen
       Zurückkehrende zunächst in 14-tägige häusliche Quarantäne, um abzuklären,
       ob sie infiziert sind. Ausnahmen sollen für Berufspendler,
       Geschäftsreisende, den Güterverkehr sowie Transitreisende gelten.
       Einreisende aus dem Ausland sind zudem verpflichtet, sich nach der Ankunft
       am Ort der häuslichen Quarantäne bei den dortigen Behörden zu melden; wer
       dies nicht tut, kann mit einer Strafe von 150 Euro bis 2.000 Euro belegt
       werden. (afp)
       
       ## Spanien optimistisch
       
       9.19 Uhr: Die spanische Regierung zeigt sich optimistisch, den
       Virusausbruch bald in den Griff zu bekommen. [22][Die jüngsten Daten seien
       ermutigend], ein Rückgang der Epidemie stehe kurz bevor, sagt
       Ministerpräsident Pedro Sanchez vor Abgeordneten in Madrid. Im spanischen
       Parlament steht ein Votum über die Verlängerung des Notstands um zwei
       Wochen bis zum 26. April an. (rtr)
       
       ## Lagarde: Großangelegte Streichung von Schulden „undenkbar“
       
       9.15 Uhr: EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat sich gegen eine generelle
       Streichung von Schulden im Zusammenhang mit der Viruskrise ausgesprochen.
       “Das scheint mir völlig undenkbar zu sein“, sagt sie dem französischen
       Radiosender France Inter. Es sei jetzt nicht die Zeit, um die Frage nach
       einer Schuldenstreichung zu stellen. Jetzt gehe es darum, die Wirtschaft am
       Laufen zu halten. (rtr)
       
       ## Italien könnte bis Ende April teilweise hochfahren
       
       9.06 Uhr: Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hält eine
       Lockerung von Verboten im Kampf gegen die Pandemie bald für möglich. Einige
       der Maßnahmen könnten bis Ende April heruntergefahren werden, wenn
       Wissenschaftler eine Verlangsamung der Virusausbreitung bestätigten, sagt
       Conte in einem BBC-Interview. “Wir müssen Bereiche aussuchen, die ihre
       Aktivität wieder hochfahren können.“ (rtr)
       
       ## Hilfsorganisationen kritisieren Hafenschließungen
       
       9.02 Uhr: Mehrere Seenotrettungsorganisationen haben die Entscheidung
       Italiens angeprangert, alle Häfen zu schließen. Die leidenden Bürger
       Italiens dürften nicht der Grund dafür sein, „jenen Hilfe zu verwehren, die
       nicht Gefahr laufen, in einem Intensivbett zu ersticken, sondern zu
       ertrinken“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Organisationen
       Ärzte ohne Grenzen, SOS Méditerranée, Sea Watch und Open Arms vom Mittwoch.
       
       Zuvor hatte das italienische Innenministerium erklärt, dass die
       [23][italienischen Häfen] wegen der Pandemie nicht mehr als „sicher“ gelten
       könnten. Schiffe mit aus Seenot geretteten Flüchtlingen dürfen demnach
       nicht mehr an italienischen Häfen anlegen. Das von der Organisation Sea-Eye
       betriebene Rettungsschiff „Alan Kurdi“ mit 150 geretteten Migranten an Bord
       sucht bereits seit mehreren Tagen auf dem Mittelmeer nach einer sicheren
       Anlegestelle. (afp)
       
       ## Johnsons Zustand bessert sich
       
       8.54 Uhr: Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris
       Johnson bessert sich [24][nach Angaben seiner Regierung]. Johnson habe sich
       aufsetzen und mit dem medizinischen Personal sprechen können, sagt
       Kulturminister Oliver Dowden dem BBC. „Ich glaube, es läuft besser für
       ihn.“ Er sei weiter auf der Intensivstation. (rtr)
       
       ## Altmaier: Zu früh für Selbstzufriedenheit
       
       8.01 Uhr: Die Osterfeiertage sind nach Einschätzung von Wirtschaftsminister
       Peter Altmaier (CDU) entscheidend für das weitere Vorgehen im Kampf gegen
       die Pandemie. Es gebe im Augenblick zwar erste positive Nachrichten, sagt
       der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. „Aber es ist viel zu früh, um in
       Selbstgewissheit und Selbstzufriedenheit zu verfallen.“ Über Ostern müssten
       die Maßnahmen weiter diszipliniert und mit viel Verantwortungsgefühl
       umgesetzt werden. (rtr)
       
       7.50 Uhr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier dringt auf eine [25][Einigung
       der Finanzminister der Eurogruppe] über milliardenschwere Hilfen. Es wäre
       wichtig, dass heute der Beschluss über die Mittel in Höhe von 500
       Milliarden Euro gefasst werde, sagt Altmaier im Deutschlandfunk. (rtr)
       
       ## 1,5 Millionen Coronafälle
       
       7.46 Uhr: Mehr als 1,5 Millionen registrierte Fälle weltweit. (afp)
       
       ## Aktuelle Zahlen aus Deutschland
       
       6.50 Uhr: In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI)
       bislang 2.107 Menschen infolge einer Ansteckung gestorben. Das sind 246
       mehr als am Vortag. Mittlerweile wurden [26][insgesamt 108.202
       Infektionsfälle bestätigt]. Wie viele Menschen binnen 24 Stunden wieder
       genesen sind, teilt das RKI zunächst nicht mit. Zuletzt hatte es gemeldet,
       dass 7.561 Patienten wieder gesund seien. (rtr)
       
       ## Arbeitsleben: Wo bald Normalität einkehren könnte
       
       4.41 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn stellt Unternehmen als Bedingung
       für eine Rückkehr in das Arbeitsleben, „dass man die Fabrik oder das
       Geschäft sicher für Mitarbeiter und Kunden organisieren kann“. Unternehmen
       oder Branchen, die nachweisen könnten, dass sie die Hygiene- oder
       Abstandsregeln sicherstellten, könnten leichter zurück in den Alltag, sagt
       er dem Handelsblatt. Überall, wo Menschen sich privat nahe kämen wie etwa
       bei Großveranstaltungen oder in Clubs, werde es noch eine längere Zeit
       dauern, „bis wieder Normalität einkehrt“. (rtr)
       
       ## China: Leichter Anstieg der Neuinfektionen
       
       3.25 Uhr: China verzeichnet den zweiten Tag in Folge einen leichten Anstieg
       bei den Neuinfektionen. Am Mittwoch seien 63 neue Fälle registriert worden,
       teilen die Gesundheitsbehörden mit. Bei 61 der neuen Fälle handle es sich
       um Reisende, die aus Übersee nach China gekommen seien. Das sei der höchste
       Wert seit dem 25. März. Insgesamt seien nunmehr 81.865 Fälle in
       Festland-China bestätigt worden. (rtr)
       
       ## „Schwerer als globale Finanzkrise von 2008“
       
       3.00 Uhr: Rund eine halbe Milliarde Menschen könnten im Zuge der Krise nach
       Einschätzung von Oxfam [27][in Armut stürzen]. „Die Wirtschaftskrise, die
       sich rasch entfaltet, ist schwerer als die globale Finanzkrise von 2008“,
       heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation. Schätzungen zeigten, dass
       die weltweite Armut erstmals seit 1900 zunehmen könnte. Im schlimmsten Fall
       würde die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben und mit 1,90
       Dollar am Tag oder weniger auskommen müssten, um 434 Millionen auf 922
       Millionen zunehmen. Die Zahl derjenigen, die weniger als 5,50 Dollar am Tag
       zur Verfügung hätten, würde um 548 Millionen auf fast vier Milliarden
       steigen. (rtr)
       
       ## USA, Spanien, Italien: Jeweils über 14.000 Todesfälle
       
       0.05 Uhr: In den USA sind nach Zählungen der Nachrichtenagentur Reuters
       inzwischen mehr als 14.600 Menschen nach einer Infektion gestorben. Allein
       am Dienstag wurden mehr als 1.900 neue Todesfälle gemeldet. Insgesamt
       starben nur in Italien mit 17.669 Toten noch mehr Menschen. [28][Spanien
       folgt hinter den USA] auf Platz drei mit 14.555 Toten. (rtr)
       
       ## Italien: Hoffnung auf weitere Verbesserung
       
       0.00 Uhr: Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte hat in der Krise
       Hoffnung auf eine weitere Verbesserung gemacht. „Die Kurven für Italien
       verbessern sich. Die Zahl der Geheilten steigt stark an. Ich hoffe, wir
       kommen jetzt wieder aus der Krise. Wir sind in einer entscheidenden Phase“,
       sagte Conte Bild live. „[29][Deutschland und Italien können sich nur
       wechselseitig helfen]. Wenn wir wieder besser dran sind, helfen wir auch
       wieder anderen.“ (rtr)
       
       9 Apr 2020
       
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