# taz.de -- taz🐾sachen: Unbewaffnet, aber in Uniform
       
       Das Bild ist schon ungewöhnlich: unbewaffnet, aber doch in uniformiertem
       Dress waren gestern mal wieder Soldaten der Bundeswehr unsere Gäste in der
       Redaktionskonferenz. So um die zwei-, drei-mal im Jahr erreicht uns eine
       Anfrage des Zentrums für Innere Führung in Strausberg bei Berlin, das im
       Rahmen von Seminarwochen politische Bildung für die Truppe durchführt.
       
       Das übliche Programm sieht Besuche beim Hauptstadtstudio der Öffentlich-
       Rechtlichen vor, bei großen Agenturen und etablierten Verlagen sowie
       Vorträge von Medienwissenschaftlern.
       
       Nun wäre die taz nicht die taz, wenn sie ihren BesucherInnen nicht die
       Auseinandersetzung mit unangenehmen Themen zumuten würde. Nach der
       Konferenz durften sich die Besucher mit dem Ressortleiter der
       Inlandsredaktion, Tobias Schulze, und den Journalisten Christina Schmidt
       und Daniel Schulz vom Rechercheteam der taz auseinandersetzen, die mit
       ihren Veröffentlichungen zum Themenkomplex Franco A., Hannibal und
       bestimmten Strukturen der Prepperszene schwerwiegende und unheimliche
       Verbindungen von Armee, Polizei und Behörden zu rechtsradikalen Netzwerken
       aufgedeckt haben.
       
       Der soziologische Befund der Redaktion – die Begründung von
       Organisationseinheiten der Truppe wie der KSK zu den internen Begründungen
       der kriminellen Netzwerke – weise auf eine systematische Nähe dieser
       Strukturen hin, wurde sicher nicht geteilt, aber die Lehrgangsteilnehmenden
       haben damit einen weiteren Ansatz, über Kritik an ihrem Arbeitsplatz
       nachzudenken. (abu)
       
       14 Feb 2020
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Andreas Bull
       
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