# taz.de -- Was fehlt …: … Herr Scheißloch
       
       Die Bezeichnung „Griff ins Klo“ scheint hier angebracht: Facebook hat den
       Namen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping wiederholt mit „Mr. Shithole“
       übersetzt, also Herr Scheißloch. Passiert war dies laut [1][Guardian]
       während des Besuchs Xis in Myanmar, verantwortlich war wohl die
       automatische Übertragung burmesischsprachiger Artikel ins Englische.
       
       Die firmeneigene Datenbank enthielt laut Facebook den Namen des Präsidenten
       nicht, ein Test ergab: Die Silbe „Xi“ wurde bei vielen Wörtern automatisch
       als „Shithole“ übersetzt, erklärte das Unternehmen. Der Fehler sei
       inzwischen behoben. Facebooks mangelnde Sprachexpertise hatte in Myanmar
       aber schon weit schlimmere Auswirkungen als dieses technische Malheur
       hervorgebracht: Rassistische Hetz-Posts gegen die Minderheit der Rohingya
       waren im Zuge [2][der gewalttätigen Ausschreitungen in 2017] wegen falscher
       automatischer Übersetzungen nicht entdeckt und gelöscht worden. Ein Eintrag
       der zum Mord an Muslimen aufrief, war laut [3][Guardian] englisch übersetzt
       worden als „I shouldn’t have a rainbow in Myanmar“, also: „Ich sollte
       keinen Regenbogen in Myanmar haben.“ Da ist die Beleidigung des
       chinesischen Staatschefs eher Kleinscheiß. (salt/taz)
       
       19 Jan 2020
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.theguardian.com/technology/2020/jan/18/facebook-xi-jinping-mr-shithole
 (DIR) [2] /Gewalt-gegen-Rohingya-in-Birma/!5441763
 (DIR) [3] https://www.theguardian.com/technology/2020/jan/18/facebook-xi-jinping-mr-shithole
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA