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       Die Novemberwoche 1989 beginnt mit einem neuen Rekord: Am vergangenen
       Wochenende sind von Sonnabend bis Montag 23.200 DDR-BürgerInnen in den
       Westen geflohen. Das am Vortag angekündigte neue Reisegesetz, nach dessen
       Entwurf alle BürgerInnen das Recht haben, für einen Monat im Jahr ins
       Ausland zu reisen, vorausgesetzt sie besitzen einen gültigen Reisepass und
       ein Visum, stößt auf Widerspruch.
       
       In der Berliner Staatsoper feiert die SED-Führung derweil den 72. Jahrestag
       der Oktoberrevolution, als wäre nichts gewesen.
       
       Im DDR-Fernsehen läuft auf dem Sendeplatz des abgesetzten „Schwarzen
       Kanals“ die neue Sendung „Klartext“ mit einer aufsehenerregenden Reportage
       mit dem Titel „Ist Leipzig noch zu retten?“, die sich in ausführlicher
       Weise mit dem katastrophalen Zustand der Leipziger Bausubstanz
       auseinandersetzt. (rbb)
       
       6 Nov 2019
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Julia Boek
       
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