# taz.de -- Schauspieler mit 79 Jahren gestorben: Peter Fonda ist tot
       
       > Durch seine Rolle als Motorradfahrer in „Easy Rider“ wurde er vor 50
       > Jahren berühmt. Nun ist Peter Fonda im Alter von 79 Jahren gestorben.
       
 (IMG) Bild: R.I.P.: Peter Fonda im Jahr 2017
       
       Los Angeles dpa | Eine Rolle, die 50 Jahre zurückliegt, macht Peter Fonda
       unvergesslich. 1969 wurde der Schauspieler als Motorradfreak „Captain
       America“ [1][in dem Streifen „Easy Rider“] zu einem Idol der
       Hippie-Bewegung und zum Helden des Neuen Hollywoods. Der Film mit Fonda,
       Dennis Hopper und Jack Nicholson war ein Geniestreich, das erste große Road
       Movie der Kinogeschichte, eine begeistert gefeierte Rebellion gegen das
       konservative Mittelstandsamerika.
       
       Nun muss Hollywood von dem Schauspieler Abschied nehmen. Fonda starb am
       Freitag in seinem Haus in Los Angeles an den Folgen von Lungenkrebs, wie
       seine Familie mitteilte. Der Sohn von Hollywood-Star Henry Fonda
       (1905-1982), der jüngere Bruder von Schauspielerin Jane Fonda (81) und
       Vater der Schauspieler Bridget und Justin Fonda, wurde 79 Jahre alt.
       
       Die Familie würde um den „liebenswerten und gütigen“ Mann trauern und
       zugleich seinen „unbeugsamen Geist und seine Lebenslust“ feiern. „Zu Ehren
       von Peter, bitte erhebt ein Glas auf die Freiheit“, heißt es in der
       Mitteilung seiner Angehörigen.
       
       Um Freiheit und Abenteuer ging es auch in „Easy Rider“. Fonda produzierte
       den preiswerten Film, schrieb zusammen mit Dennis Hopper das Drehbuch, der
       auch Regie führte. Beide spielten Motorradfahrer, die teils unter Drogen
       durch die USA fahren.
       
       Als Drehbuchautor erhielt Fonda eine Oscar-Nominierung, als Produzent des
       Kinohits wurde er plötzlich reich. Mit 30 Jahren kostete er den Erfolg aus,
       feierte Partys mit den Beatles, den Rolling Stones und den Doors.
       
       ## Golden Globe und weitere Oscar-Nominierung
       
       Als Regisseur drehte Fonda danach Streifen wie „Der weite Ritt“ (1970) und
       den Science-Fiction-Film „Expedition in die Zukunft“ (1973), aber bis zum
       Schauspieler-Comeback vergingen Jahrzehnte. Die Charakterrolle eines
       eigenbrötlerischen Bienenzüchters mit Sinn für Ehre und Aufrichtigkeit in
       „Ulee's Gold“ (1997) bescherte ihm Vergleiche mit dem großen künstlerischen
       Erbe seines 1982 gestorbenen Vaters.
       
       „Ulee's Gold“ brachte Fonda einen Golden Globe und eine weitere
       Oscar-Nominierung ein. Die Rolle des stoischen, reservierten Bienenzüchters
       und Familienoberhauptes hatte enge Verbindung zu seinem eigenen Vater, der
       privat als reserviert und unnahbar galt. Der Suizid von Henry Fondas
       Ehefrau Frances Seymour Brokaw im Jahr 1950 überschattete die Beziehung zu
       seinen beiden Kindern Peter und Jane. Der Sohn war gerade zehn Jahre alt,
       als die Mutter starb.
       
       Als Peter Fonda 2003 auf dem „Hollywood Walk of Fame“ mit einer
       Sternenplakette geehrt wurde, fand er herzliche Worte für seinen Vater, der
       zuvor schon auf dem berühmten Bürgersteig verewigt worden war. Es sei
       großartig, nun seinem Vater Gesellschaft zu leisten, sagte der Promi-Sohn.
       
       Danach spielte Fonda in TV-Serien wie „CSI: NY“ und „Hawaii Five-0“ mit und
       glänzte gelegentlich in Filmrollen, wie in dem Psycho-Western „Todeszug
       nach Yuma“ (2007) als gewiefter Kopfgeldjäger. Der zweifache Vater war drei
       Mal verheiratet, zuletzt gab er 2011 seiner Freundin Margaret „Parky“
       DeVogelaere das Ja-Wort. Fonda war zu diesem Zeitpunkt 71 Jahre alt.
       
       17 Aug 2019
       
       ## LINKS
       
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