# taz.de -- Was fehlt …: … der Geldbeutel
Helen Burness hatte ihren Geldbeutel vergessen. Das stellte die
Neuseeländerin erschüttert fest, als sie mit ihren zwei Kindern und dem
Einkauf an der Kasse eines Supermarktes stand. Wie sollte Burness nun
bezahlen, wie ihre Kinder durch die nächsten Tage bringen? Und wie sollte
sie aus dieser Situation einigermaßen gesichtswahrend heraus kommen?
Kurz, bevor die Familienmutter an ihrer Lage verzweifelte, [1][zauberte das
Schicksal eine Dea ex machina aus dem Hut]. Neuseelands Premierministerin
Jacinda Ardern trat hinter die Hadernde, zückte ihrerseits den Geldbeutel
und beglich die ausstehende Rechnung.
Die auf diese Weise aus peinlicher Situation Errettete revanchierte sich
bei ihrer Repräsentantin mit positiver Publicity und postete ihr Erlebnis
bei Twitter. Vielleicht war das der Premierministerin ein wenig peinlich,
jedenfalls hat Burness ihren Tweet mittlerweile wieder entfernt. Dabei ist
so ein bisschen gelebte Volksnähe ja durchaus was Feines. Und eine von der
ersten Frau im Staat bezahlte Rechnung ist doch fast schöner als eine
Steuerrückzahlung vom Staat. (ytk)
4 Apr 2019
## LINKS
(DIR) [1] https://www.straitstimes.com/asia/australianz/new-zealand-pm-jacinda-ardern-helps-out-a-fellow-mum
## AUTOREN
(DIR) Tammo Kohlwes
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