# taz.de -- Nahverkehrsstreik in Berlin: Verkehrskollaps ist ausgeblieben
       
       > Nichts fährt mehr, und Berliner*innen gehen noch relativ entspannt damit
       > um. Kundgebungen der Streikenden sind angekündigt.
       
 (IMG) Bild: Es wird ernst: Streikende der BVG fordern die 36,5-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich
       
       Berlin taz | Erwartungsgemäß sieht der Freitagmorgen in Berlin die
       Schließung von U-Bahnen, Buslinien und Straßenbahnen vor. Die Gewerkschaft
       Verdi und die Tarifkommission hatten die 14.000 Beschäftigten der BVG im
       aktuellen Tarifkonflikt zum Warnstreik von Betriebsbeginn bis 12 Uhr
       aufgerufen.
       
       Der befürchtete Verkehrskollaps blieb zumindest in den frühen Morgenstunden
       zunächst aus. Die Staumeldungen bewegten sich im werktäglichen
       Normalbereich, der S-Bahnbetrieb war auf allen Linien weitestgehend
       störungsfrei. Die mehrtägige Ankündigungsfrist ermöglichte es den
       Fahrgästen offenbar, hinreichend umzuplanen und Alternativen zu finden.
       
       [1][Für 9 Uhr ist eine Streikkundgebung vor der BVG-Zentrale] in der
       Holzmarktstraße in Mitte angekündigt. Die Angestellten der BVG-Tochter BT
       demonstrieren bereits ab 8 Uhr vor ihrer Firmenzentrale im Wedding. Die
       Arbeitnehmerseite hatte den Tarifvertrag fristgemäß zum Jahreswechsel
       gekündigt. [2][Die ersten beiden Verhandlungsrunden hatten keine
       Annäherung] zwischen der gewerkschaftlichen Tarifkommission und dem
       Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) gebracht.
       
       Verdi fordert unter anderem die Einführung einer allgemeinen
       36,5-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Das Angebot des KAV, in
       Arbeitsgruppen über diesen und weitere Punkte zur Verbesserung der
       Arbeitssituation der Beschäftigten zu reden, wird von der
       gewerkschaftlichen Seite als nicht hinreichend angesehen. Konkrete
       Vorschläge vom Arbeitgeber liegen bislang nicht vor. Die nächste reguläre
       Verhandlungsrunde ist für den 5. März vorgesehen. Dann muss vertragsgemäß
       auch ein erstes Angebot für die Weiterentwicklung der Löhne vorliegen.
       
       15 Feb 2019
       
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