# taz.de -- Digitalgipfel in Nürnberg: Altmaier will bei KI richtig loslegen
       
       > Deutschland kann den Digitalisierungs-Rückstand mit einem „Airbus für
       > künstliche Intelligenz“ aufholen, sagt der Bundeswirtschaftsminister.
       
 (IMG) Bild: Deutschland will bei Künstlicher Intelligenz aufholen: Prototyp eines Flugtaxis beim Digitalgipfel
       
       Nürnberg taz | Die Bundesregierung feiert auf dem Digitalgipfel am
       Dienstag in Nürnberg ihre [1][noch junge Strategie für die Künstliche
       Intelligenz (KI)]. „Mit der Künstlichen Intelligenz sparen wir Lebenszeit
       ein“ und könnten uns sinnvollen Beschäftigungen widmen, sagt
       Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
       
       Das Eigenlob kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Merkel und
       Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit ihrer Digitalstrategie
       spät dran sind. Wettbewerber wie Südkorea, [2][China oder die USA haben die
       Förderung dieser Schlüsseltechnik] längst geregelt.
       
       Inzwischen steht auch für die deutsche Regierung fest: Schon in wenigen
       Jahren wird in jedem Produkt KI sein, oder der Hersteller produziert es
       mithilfe intelligenter Maschinen. Altmaier nennt das „eine Basistechnik,
       die sich über alles legt“. Und er warnt: „Die Verlierer im industriellen
       Wettrennen merken hier zunächst nicht, dass sie verloren haben.“
       
       Altmaier reagiert damit auf [3][Kritik, die nach Veröffentlichung der
       KI-Strategie] im November losgebrochen ist: Der Plan komme zu spät, sei zu
       zaghaft, löse die wirklichen Hindernisse nicht auf und sei mit 3 Milliarden
       Euro unterfinanziert. Die Dominanz der Amerikaner und Chinesen sei kaum zu
       brechen, heißt es auch auf dem Gipfel immer wieder.
       
       ## Dominanz von Google
       
       Jetzt will Altmaier richtig loslegen und die deutsche KI nach vorn bringen.
       Ihm schwebt ein „Airbus für die KI“ vor. Er will, dass mehr Kapital für
       junge Firmen zur Verfügung steht. Bisher sitzen die Anbieter von
       Finanzierungen für Neugründungen vor allen in den USA und China.
       
       Der Wirtschaftsminister ärgert sich über die Dominanz von Google in der
       KI-Szene. Sechs von zehn Forschern in diesem Fachgebiet stehen weltweit bei
       dem US-Internetkonzern unter Vertrag. Regierung und Wirtschaft werden
       künftig mehr Mittel selbst aufbringen, verspricht Altmaier.
       
       4 Dec 2018
       
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