# taz.de -- taz🐾sachen: Frauen können doch werfen!
       
       Sie hatten die Nase voll vom sozialistischen Mansplaining, das die
       Frauenfrage immer wieder wegdefinierte. „Da müsste man ein bisschen
       handgreiflich werden“, dachte sich Studentin Sigrid Rüger auf dem Weg zur
       Delegiertenkonferenz des SDS, „und dann hab ich ein Säckchen Tomaten
       mitgenommen.“ Die Frauenbewegung begann am 13. September 1968 in Frankfurt
       mit einem gekonnten „flatsch!“. Die Apo war getroffen.
       
       50 Jahre Frauenbewegung sind 50 Jahre feministischer Streit. Wir machen ihn
       laut. Bis zum 13. 9. können Sie die Frauenbewegung jeden Tag debattieren
       hören: in unserem Podcast „Passierte Tomaten“. Folge eins steht bereits auf
       unseren üblichen Podcastkanälen.
       
       Als Erstes holen wir den Streit von 1968 nach. Publizistin Sibylle
       Plogstedt sollte damals gegen die Frauen reden – was misslang –, und
       Soziologe Detlev Claussen musste mitansehen, wie sein Freund Hans-Jürgen
       Krahl das Gemüse an den Kopf bekam: Sie führen ein spätes
       Geschlechtergespräch über Ursachen und Folgen des Gemüseweitwurfs.
       
       In den folgenden Tagen gibt es dann Krach über Prostitution, Ost- und
       Westfrauen, feministische Radikalität, die queere Herausforderung und zum
       Schluss – natürlich – feministische Streitkultur.
       
       Am 13. 9. können Sie dann unsere Debatten gekürzt nachlesen: im Dossier zum
       Geburtstag der Frauenbewegung. Das ganze Ragout finden sie dann auch in
       unserem neuen Portal taz der frau*, in dem wir in Zukunft Frauen*- und
       Gendertexte aus der taz versammeln: taz.de/frau. Heide Oestreich
       
       10 Sep 2018
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Heide Oestreich
       
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