# taz.de -- Einsatz in EU-Ausbildungsmission: Bundeswehr soll Somalia verlassen
       
       > Die Bundeswehr soll im Bürgerkriegsland Somalia beim Aufbau einer Armee
       > helfen. Doch Trump und Al-Shabaab machen die Mission kompliziert.
       
 (IMG) Bild: Die Al-Shabaab-Milizen terrorisieren die Bevölkerung – und erschweren die Arbeit der Bundeswehr
       
       Genf/Mogadischu epd | Die Bundeswehr soll nach einem Medienbericht aus
       [1][dem Bürgerkriegsland Somalia] abziehen. Die Bundesregierung wolle die
       deutsche Beteiligung an der europäischen Ausbildungsmission EUTM Ende März
       2018 auslaufen lassen und strebe kein Bundestagsmandat für eine
       Verlängerung an, berichtete „Spiegel online“ am Donnerstag. Derzeit seien
       am Flughafen der Hauptstadt Mogadischu fünf deutsche Soldaten im Einsatz,
       möglich sind bis zu 20. Vom Verteidigungsministerium gab es zunächst keine
       Stellungnahme.
       
       Als Grund für den Abzug [2][nannte „Spiegel online“] unter Berufung auf
       Militärkreise vor allem die Gefährlichkeit des Einsatzes in Somalia. Ziel
       der Ausbildungsmission ist, den Aufbau einer regulären Armee in dem
       ostafrikanischen Land zu unterstützen. Somalias international anerkannte
       Regierung unter Präsident Mohamed Abdullahi Farmajo schafft es bisher
       nicht, das ganze Land zu kontrollieren. Die islamistische Terrormiliz
       Al-Shabaab verübt immer wieder verheerende Anschläge.
       
       Die EU-Ausbildungsmission war 2010 zunächst in Uganda aufgenommen und 2014
       nach Mogadischu verlegt worden. Insgesamt 193 Ausbilder aus 11 EU-Staaten
       und Serbien haben bislang gut 5.000 somalische Soldaten ausgebildet. An der
       Schlagkraft der somalischen Armee bestehen dennoch Zweifel. Auch trotz der
       Unterstützung durch 22.000 ausländischen Soldaten unter Mandat der
       Afrikanischen Union (Amisom) ist es ihr bislang nicht gelungen, Al-Shabaab
       aus ländlichen Gebieten zu vertreiben. Der geplante Abzug von
       Amisom-Soldaten und die unklare Finanzierung durch die EU erschweren die
       Lage.
       
       Die USA haben seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump die Zahl
       ihrer Drohnenangriffe in Somalia erhöht, die auf Islamisten zielen sollten.
       Im Gegenzug haben Zahl und Brutalität der Anschläge von Al-Shabaab
       zugenommen. Bei einem Selbstmordanschlag auf die Polizeiakademie in
       Mogadischu waren im Dezember 14 Polizisten getötet worden. Bei einem der
       [3][schwersten Anschläge] der vergangenen Jahre waren bei der Detonation
       einer Autobombe im Zentrum der somalischen Hauptstadt im Oktober mindestens
       358 Menschen getötet worden.
       
       1 Feb 2018
       
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