# taz.de -- taz sachen: „Aktivisten?Shoot them!“
       
       Es gibt Länder, deren Probleme so katastrophal, hartnäckig und unlösbar
       erscheinen, dass am Ende kaum noch über sie berichtet wird.
       
       Dazu zählen ganz sicher die Philippinen. Deren Präsident stellt alles in
       den Schatten, was man in jüngster Zeit an gewaltverliebten Macho-Politikern
       im Inselstaat kannte: So hat sich der im Mai 2016 gewählte Rodrigo Duterte
       unter anderem damit gebrüstet, einst als Bürgermeister von Davao
       [1][persönlich drei Menschen erschossen] zu haben. Im Sommer 2016 hat er
       einen landesweiten „Krieg gegen die Drogen“ ausgerufen – in Wahrheit eine
       tödliche Jagd auf tatsächliche oder vermeintliche Rauschgifthändler und
       -süchtige.
       
       Etwa 12.000 Menschen sind dieser Politik bis Ende 2017 schon zum Opfer
       gefallen, berichtet die Menschenrechtsorganisation [2][Human Rights Watch].
       Kritiker – Journalisten, Menschenrechtsverteidiger, Oppositionspolitiker –
       werden ebenfalls bedroht, eingesperrt, schikaniert. Im August 2017 wies
       Duterte die Polizei an, Menschenrechtler kurzerhand zu erschießen, falls
       sie „die Justiz behindern“.
       
       Was geschieht da? Und was müsste geschehen? Interessent*innen sind
       herzlich eingeladen, heute, Montag, um 18 Uhr ins taz Café in der Berliner
       Rudi-Dutschke-Straße 23 zu kommen. Dort informieren Lilli Breiniger vom
       Philippinenbüro, Dominik Hammann vom Freiwilligendienst IPON und der
       Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt (CDU) mit taz-Asienredakteur Sven
       Hansen über die jüngste Entwicklung in dem Land. Titel der Veranstaltung:
       „Aktivisten? Shoot them!“ Jutta Lietsch
       
       29 Jan 2018
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] http://www.bbc.com/news/av/world-asia-38345746/philippines-rodrigo-duterte-i-killed-three-men
 (DIR) [2] https://www.hrw.org/news/2018/01/18/philippines-dutertes-drug-war-claims-12000-lives
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Jutta Lietsch
       
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