# taz.de -- Die Wochenvorschau für Berlin: Jetzt nicht den Groove verlieren
       
       > Turnen, radeln, Autobähnle bauen: Es gibt viel Bewegung in der kommenden
       > Woche, ganz im Rhythmus des Sommers.
       
 (IMG) Bild: Baustelle Berlin: Radelt oder turnt dieser Beach-Boy?
       
       Okay, es hat echt eine Weile gedauert dieses Jahr. Aber jetzt ist das
       Berlin-Sommer-alles-ist-so-toll-Gefühl doch noch eingetroffen. Beim
       Karneval am Wochenende hat man das schon trotz stundenlanger Regeneinlage
       am Pfingstsonntag gemerkt (siehe Seite 22): Die Stadt ist voll, viele
       Menschen sind es auch. Manchmal nervt das, aber oft kann man sich jetzt
       einfach so durch die Stadt treiben lassen – und am nächsten Tag
       großstädtisch entspannt aufwachen.
       
       Mit ein bisschen Konzentration geht es auch genau so weiter in dieser
       Woche. Die Schülerinnen und Schüler haben die ganze Woche frei, dazu ist
       noch bis Samstag [1][Internationales Turnfest] (siehe Seite 22). Und wenn
       die Profi- und Breitensportler Berlin verlassen, kommt der Tag der
       Freizeitsportler: Am Sonntag sperrt die Polizei freiwillig jede Menge
       Straßen und sogar die Stadtautobahn für mehr als 100.000 Radfahrer, die bei
       der schon traditionellen [2][Sternfahrt des ADFC] die Stadt in Massen
       unsicher machen. Natürlich ist das Ziel genau das Gegenteil: Die
       stundenlangen Konvois sollen Aufmerksamkeit schaffen für die Belange, die
       Ansprüche und die Sicherheit der Radfahrer.
       
       Womit wir bei Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für die Grünen)
       wären. Sie müht sich derzeit, zusammen mit Parlamentariern und
       Radlobbyisten das von der Koalition versprochene Radgesetz auf den Weg zu
       bringen. Am Mittwoch präsentiert sie sich schon mal als Autobremserin: Auf
       einer Pressekonferenz wird sie die [3][Sommerbaustellen] auf den Berliner
       Autobahnen vorstellen. Häme der Boulevardpresse ist garantiert.
       
       Aber Halt, wir wollen hier ja nicht den Sommer-Groove verlieren. Also
       locker machen. Auf den Straßen muss man jetzt feiern, tanzen, singen, und
       wenn die Autobesitzer da halt lieber rumstehen als -fahren wollen – selbst
       schuld!
       
       In die Zitadelle Spandau fährt man auch lieber mit der U-Bahn – wobei es
       sich auch mit dem Surfbrett lohnen würde: Am Donnerstag spielt dort, vor
       der Kulisse der Burg und von Tegel startender Flugzeuge, der Inbegriff von
       Sommer, Sun and Fun: die [4][Beach Boys]. Und so kann es eigentlich immer
       weitergehen …
       
       5 Jun 2017
       
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 (DIR) [3] https://www.berlin.de/tourismus/infos/verkehr/4289917-4289888-baustellen-sperrungen.html
 (DIR) [4] http://citadel-music-festival.de/veranstaltungen/the-beach-boys
       
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