# taz.de -- Kämpfe gegen philippinische Islamisten: Neun Tote auf Urlaubsinsel
       
       > Erstmals seit Jahren dringt eine Islamistengruppe in eine
       > Touristenhochburg vor. Zuvor hatten Botschaften vor möglichen
       > Entführungen auf der Urlaubsinsel gewarnt.
       
 (IMG) Bild: Die philippinsche Polizei verschärft jetzt ihre Sicherheitsvorkehrungen für die Feriensaison
       
       Manila afp | Mitten in der Ostersaison sind bei Kämpfen zwischen
       philippinischen Sicherheitskräften und [1][der Islamistengruppe Abu Sayyaf]
       auf der Urlaubsinsel Bohol neun Menschen getötet worden. Unter den Opfern
       waren nach Behördenangaben vom Dienstag auch drei Soldaten und ein
       Polizist. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass Kämpfer der Abu Sayyaf in
       eine der Touristenhochburgen der Philippinen vordringen.
       
       Mindestens zehn schwerbewaffnete Kämpfer seien am Montag auf Bohol
       eingetroffen und mit Schnellbooten bis zu einem abgelegenen Dorf
       weitergefahren, sagte ein örtlicher Polizist der Nachrichtenagentur AFP.
       Dort hätten sie sich am Dienstag dann Gefechte mit den Sicherheitskräften
       geliefert. Laut Armee traf inzwischen Verstärkung ein, doch dauerten die
       Gefechte bei Sonnenuntergang weiter an.
       
       Erst vor wenigen Tagen hatten die Botschaften der USA und Australiens ihre
       Bürger vor möglichen Entführungen durch „Terroristen“ auf Bohol und der
       benachbarten Ferieninsel Cebu gewarnt. Nach den Kämpfen richtete die
       örtliche Polizei inselweit Kontrollposten ein, die Sicherheitsvorkehrungen
       wurden für die Feriensaison weiter verschärft.
       
       Abu Sayyaf ist seit Jahren in den Dschungel-Gebieten im Süden des Landes
       aktiv, die Gruppierung wird dort für zahlreiche Bombenanschläge und
       Entführungen verantwortlich gemacht. Inzwischen hat sie der
       Dschihadistenmiliz Islamischer Staat die Treue geschworen. Im vergangenen
       Jahr überfielen Kämpfer der Abu Sayyaf auch immer wieder Schiffe und
       Fischerboote südlich ihrer Hochburg Jolo und verschleppten deren
       ausländische Besatzungsmitglieder, um Lösegeld zu fordern.
       
       Zu ihren Opfern gehörte auch der Deutsche Jürgen Kantner. Er wurde Ende
       Februar von seinen Entführern brutal ermordet – offenbar weil sie kein
       Lösegeld erhalten hatten.
       
       11 Apr 2017
       
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