# taz.de -- heute in hamburg: „Jazz verbindet Menschen“
       
       > Konzert Neben Musik und Show, bringt Kai Steffen die Geschichte des
       > modernen Jazz auf die Bühne
       
       taz: Herr Steffen, was macht den Reiz an Jazzmusik aus? 
       
       Kai Steffen: Jazz ist so reizvoll, weil Menschen aus jeder Generation die
       Musik verstehen können. Und nicht nur das: Jazzmusik passt so besonders gut
       in unsere Zeit, weil sie auch Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen
       und Kulturen verbindet.
       
       Inwiefern? 
       
       Viele Menschen wachsen mit unterschiedlichen Musikstilen auf, aber Jazz ist
       eine internationale Musikrichtung. Bei einem Konzert können alle das
       Gleiche empfinden. Jazz ist nicht auf bestimmte Länder oder Kontinente
       begrenzt.
       
       Also wollen Sie mit Ihrem Festival ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen? 
       
       Nicht nur. Was wir eigentlich mit dem Patrioten-Jazz erreichen wollen, ist,
       die Zuschauer zu informieren, aufzuklären und zu motivieren, sich mehr mit
       der Musik zu befassen. Zwischen den Musikstücken gibt es kleine Vorträge
       zur Musik an sich, aber auch zur Geschichte des Jazz. Einmal ging es zum
       Beispiel um die Entwicklung des Gospel.
       
       Um welches Thema geht es heute Abend? 
       
       Um den modernen Jazz in Hamburg. Also darum, wie der moderne Jazz seinen
       Anfang nahm und wie er sich in den vergangenen vierzig Jahren entwickelt
       hat. Die Big Band „Jazzkombinat“ spielt und wir erzählen, was die Big Band
       des NDR mit Udo Lindenberg und der Fernsehserie Tatort zu tun hat.
       
       Wie hängen die drei denn zusammen? 
       
       Das verrate ich Ihnen nicht. Um das zu erfahren, müssen Sie uns heute Abend
       besuchen.
       
       Wie kam Ihnen die Idee zu dieser Veranstaltung? 
       
       Ich bin selber seit vielen Jahren Schlagzeuger und Mitglied einer Big Band.
       Irgendwann kam mir dann die Idee, nicht einfach nur Konzerte zu
       veranstalten, sondern das Publikum mehr miteinzubeziehen. Ich wollte den
       Zuschauern mehr Hintergrundinformationen geben. Das erste Mal habe ich das
       2010 mit einer Projektgruppe der Patriotischen Gesellschaft organisiert.
       Seitdem machen wir das jährlich.
       
       Mögen die Hamburger denn Jazz? 
       
       Sehr sogar. Ich finde es toll, dass es hier so viele Veranstaltungen zu
       Jazz gibt. Hamburg hat allgemein im Bereich Kultur sehr viel zu bieten.
       Dadurch interessieren sich die Menschen auch einfach mehr dafür.
       
       Interview: Johanna von Criegern
       
       7. Patrioten-Jazz 2016 Open Air-Festival: 18 Uhr im Knust, Lattenplatz,
       Eintritt frei
       
       6 Sep 2016
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Johanna von Criegern
       
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