# taz.de -- Was fehlt …: … das Gehege
       
       Was haben Argentinien und Westmecklenburg gemeinsam? Hier und dort sind die
       Nandus los. Die flugunfähigen Großvögel mit den schwarzen Knopfaugen leben
       schon seit 15 Jahren im Westen von Mecklenburg. Und sie werden immer mehr.
       
       Vor einiger Zeit kamen sie aus dem schleswig-holsteinischen Groß Grönau
       herüber: Dort wurden bis ins Jahr 2009 Nandus in einem Gehege gehalten.
       Damit wollten sich die exotischen Laufvögel aber nicht zufrieden geben.
       Mehrmals gelang einigen von ihnen die Flucht über den Fluss Wakenitz
       hinüber ins andere Bundesland.
       
       Weil sie nicht eingefangen wurden, fanden die Nandus dort eine neue Heimat
       und pflanzten sich munter fort. Seit dem Beginn ihrer systematischen
       Erfassungen im Jahr 2008 sei im vergangenen Jahr mit 177 gezählten Tieren
       der bislang höchste Wert erreicht worden, teilte die [1][Arbeitsgruppe
       Nandumonitoring] am Donnerstag in Rostock mit. In Mitteleuropa ist dies der
       erste bekannte Fall einer wildlebenden Population der Laufvogel-Art.
       (epd/taz)
       
       12 May 2016
       
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