# taz.de -- Nach Anschlägen in Paris: Polizei twittert Fahndungsfoto
       
       > Die französische Polizei hat ein Foto eines Verdächtigen veröffentlicht.
       > Der Mann wird mit internationalem Haftbefehl gesucht und soll gefährlich
       > sein.
       
 (IMG) Bild: Die französische Polizei kontrolliert Fahrzeuge in der Nähe von Straßburg
       
       Paris/BERLIN afp/rtr/dpa | Die französische Polizei hat nach den Anschlägen
       von Paris das [1][Fahndungsfoto eines Verdächtigen veröffentlicht] und
       bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Der 26-jährige Salah Abdeslam sei
       „gefährlich“, warnten die Behörden am Sonntagabend.
       
       Wer Informationen über den Aufenthaltsort des in Brüssel geborenen Mann
       habe, solle umgehend eine angegebene Notfallnummer wählen. Der Mann wird
       mit einem internationalen Haftbefehl aus Belgien gesucht.
       
       Wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Sonntagabend
       berichtete, sind eventuell sogar mehrere Täter auf der Flucht. „Am
       besorgniserregendsten ist die Information, dass möglicherweise noch eine
       Tätergruppe in Frankreich unterwegs ist“, sagte er dem ZDF.
       
       Derweil teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit, dass bislang die Leichen
       von drei der sieben Selbstmordattentäter identifiziert worden seien. Bei
       zwei Männern handle es sich um Franzosen, die zuletzt in Belgien gelebt
       hätten, erklärte Staatsanwalt François Molins. Sie seien anhand von
       Fingerabdrücken identifiziert worden.
       
       Die Leichen der 20 und 31 Jahre alten Männer wurden demnach nahe des Stade
       de France und in einem Restaurant auf dem Boulevard Voltaire gefunden, wo
       sich die Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hatten. Bereits am
       Samstag war ein anderer Selbstmordattentäter identifiziert worden, der
       29-jährige Franzose Omar Ismail Mostefai.
       
       ## Warnung vor vorschnellen Schlüssen
       
       Bei einem der Angreifer war zudem ein syrischer Pass gefunden worden. Der
       Besitzer des Passes war Anfang Oktober über Griechenland in die Europäische
       Union eingereist. Auch bei einem zweiten Attentäter besteht der Verdacht,
       er könne in einem Flüchtlingstrek via Türkei in die EU gekommen sein.
       
       De Maizière warnte aber vor vorschnellen Schlüssen. Es stehe noch nicht
       fest, wem der syrische Pass tatsächlich gehöre, sagte der Minister am
       Sonntagabend in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. „Es kann sein, dass
       dort ein Terrorist eingeschleust worden ist. Es kann sein, dass diese Spur
       extra gelegt worden ist vom IS, um die Flüchtlingsdiskussion zu
       beeinflussen.“ Es sei sinnvoll, zunächst die Aufklärungsergebnisse
       abzuwarten.
       
       De Maizière wandte sich zudem gegen einen „schrillen Tonfall“ in der
       Debatte um innenpolitische Folgen der Pariser Attentate. „Wir brauchen hier
       Einigkeit und Entschlossenheit und nicht Aufgeregtheit, und wir dürfen
       nicht die Ängste der Bevölkerung weiter (dadurch) erhöhen, dass wir hier so
       uneinig und streitig sind.“ Bei der Terrorismusabwehr seien
       „Geschlossenheit, Härte und kein parteipolitischer Streit“ geboten.
       
       15 Nov 2015
       
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 (DIR) [1] http://twitter.com/PNationale/status/665939383418273793
       
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