# taz.de -- Preiserhöhung bei Deutscher Post: 70 Cent für einen Brief
       
       > Die Bundesregierung hat der Post einen großen Spielraum für Preiserhöhung
       > zugestanden. Das Porto für den Standardbrief könnte um 8 Cent steigen.
       
 (IMG) Bild: Vielleicht doch lieber eine Mail schreiben? Brieffreundschaften werden künftig teurer.
       
       Düsseldorf rtr | Die Verbraucher in Deutschland müssen sich auf deutlich
       höhere Preise für ihre Briefe im kommenden Jahr einstellen: Die Deutsche
       Post darf nach einem Vorschlag der Bundesnetzagentur 2016 mehr Porto
       verlangen. Dieser Preisschritt solle dann aber bis 2018 gelten, teilte der
       Regulierer mit – damit sollen jährliche geringfügige Preisanpassungen
       vermieden werden.
       
       Im kommenden Jahr darf die Post an der Preisschraube drehen: Rund sieben
       Prozent über alle Produkte hinweg dürfte Experten zufolge der Spielraum
       betragen. Damit steht den Verbrauchern zu Jahresbeginn 2016 die vierte
       Preiserhöhung der Post in Folge bevor, das Porto für den Standardbrief
       könnte von derzeit 62 Cent auf 70 Cent steigen.
       
       Die Bundesnetzagentur muss das Briefporto der Post genehmigen, weil der
       ehemalige Staatsmonopolist auf dem Briefmarkt noch immer eine beherrschende
       Stellung einnimmt. Der Bonner Konzern ist das einzige Unternehmen in
       Deutschland, das die Versorgung der Bevölkerung mit Briefen von den
       Halligen bis zu den Alpen sicherstellt, Konkurrenten konzentrieren sich vor
       allem auf das lukrative Geschäft in Ballungsräumen und mit Firmenkunden.
       
       Für das kommende Jahr hatte die Bundesregierung der Post nun einen größeren
       Spielraum für Preiserhöhungen zugestanden, unter anderem soll die
       Bundesnetzagentur bei ihren Entscheidungen auch Gewinnmargen anderer
       europäischer Postunternehmen als Vergleich heranziehen. Damit soll der
       Deutschen Post ein „angemessener Gewinnzuschlag“ ermöglich werden.
       
       Post-Chef Frank Appel hatte bereits eine Preiserhöhung für das kommende
       Jahr signalisiert. Appel betont, der Konzern müsse in der Briefzustellung
       genug Geld erwirtschaften, um seine Leistungsfähigkeit in Deutschland zu
       erhalten. Zu Jahresbeginn 2015 hatte die Post den Preis für den
       Standardbrief bis 20 Gramm bereits von 60 Cent auf 62 Cent angehoben.
       
       21 Oct 2015
       
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