# taz.de -- „Wir sind Kriegskinder“
> Ukraine Mädchen und Jungen aus der umkämpften Ostukraine sind für zwei
> Wochen in der Stadt, um den Krieg in ihrer Heimat wenigstens kurz zu
> vergessen. Ein Zirkusprojekt hilft ihnen dabei. Hier schildern Zehn- bis
> Vierzehnjährige den Alltag aus ihrer Sicht
(IMG) Bild: Nikita Nesterenko (14) Ich stamme aus Krasnyj Lutsch, Oblast Lugansk. Mit den Eltern und meiner Schwester Veronika bin ich im August 2014 nach Charkiw geflohen, als sich die Situation verschlechterte. Die Stadt ist so groß und schöner als meine Heimatstadt, aber es ist nicht das Gleiche. Ich vermisse die Großeltern und Cousin Maxim sehr. Sie leben noch in Krasnyj Lutsch und ich telefoniere regelmäßig mit ihnen, um zu hören, dass es ihnen gut geht.
von Nils Bröer (Fotos und Texte)
„120 Mal Lächeln in Deutschland“ lautet das Motto, unter dem
Flüchtlingskinder aus dem ostukrainischen Donbass gemeinsam mit deutschen
Teilnehmern in drei Durchgängen von Juli bis August ein Zirkusprogramm in
Zehlendorf einstudieren. In Kooperation mit dem Jugendzirkus Cabuwazi hat
der Verein partners Osteuropa 120 Kinder eingeladen, damit sie bei Jonglage
und Tuchakrobatik die Erinnerungen an Flucht und Krieg für jeweils zwei
Wochen hinter sich lassen können. Am Ende jedes Aufenthalts steht eine
große Abschlussvorstellung. Für die Auftritte auf dem Gelände der
Jugendfreizeiteinrichtung Düppel, Lissabonallee 6, am Samstag, dem 15.
August, und Samstag, dem 29. August, gibt es noch kostenfreie Karten
(Spenden erbeten). Reservierungen unter: buero@partners-osteuropa.org.
15 Aug 2015
## AUTOREN
(DIR) Nils Bröer
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