# taz.de -- Noch immer Opfer unter Trümmern: 26.000 Chinesen vom Schutt begraben
       
       > Inzwischen sind bereits 15.000 Tote geborgen worden. Noch immer sind
       > Zehntausende vermisst oder unter Trümmern begraben.
       
 (IMG) Bild: Eine Frau wird nach zwei Tagen aus den Trümmern ihrer Wohnung gezogen.
       
       Dujiangyan ap Bis zu 26.000 Menschen sind nach dem verheerenden Erdbeben in
       China nach Berichten staatlicher Medien noch verschüttet. Sie sind in den
       Trümmern eingestürzter Gebäude gefangen, wie die amtliche
       Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete. Weitere 14.000 Menschen
       gelten als vermisst. Die offizielle Zahl der gesicherten Todesopfer gab
       Xinhua darüber hinaus mit knapp 15.000 an. Das gesamte Ausmaß der
       Katastrophe ist damit zwei Tage nach dem Beben der Stärke 7,9 immer noch
       ungewiss.
       
       Experten waren davon ausgegangen, dass die Opferzahlen im Lauf der
       Rettungsarbeiten weiter ansteigen würden. Die Rettungskräfte befinden sich
       in einem Wettlauf gegen die Zeit. Je länger die Verschütteten unter
       Trümmern ausharren, desto geringer sind ihre Überlebenschancen. Teile des
       Katastrophengebiets sind für die Helfer nur schwer zugängig. Erste
       Hilfslieferungen aus der Luft begannen nach einer Wetterbesserung am
       Mittwoch.
       
       14 May 2008
       
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