# taz.de -- Anschläge in Jakarta: Bomben gegen zwei Luxushotels
       
       > Bei den Terroranschlägen gegen zwei Luxushotels in der indonesischen
       > Hauptstadt kommen mindestens neun Menschen um. Seit drei Jahren gab es
       > keinen größeren Anschlag in Indonesien mehr.
       
 (IMG) Bild: Gesprengte Fassade: Marriot-Hotel in Jakarta nach dem Anschlag.
       
       JAKARTA ap/dpa | Bei Bombenanschlägen auf zwei Luxushotels in der
       indonesischen Hauptstadt Jakarta sind mindestens neun Menschen getötet und
       50 verletzt worden. Die Sprengsätze detonierten am Freitagmorgen im
       Ritz-Carlton und im benachbarten Marriott.
       
       Die Fassade des Ritz wurde von der Wucht der Detonation weggerissen,
       mehrere Fenster gingen zu Bruch. Die Straße vor den Hotels war von Trümmern
       und Glassplittern übersät.
       
       Mehrere Rettungswagen eilten zum Tatort. Ein Augenzeuge sagte, er habe
       zunächst eine laute Explosion im Marriott gehört. Etwa fünf Minuten später
       sei im Ritz eine Bombe detoniert.
       
       Anschläge auf Luxushotels richten sich in aller Regel vor allem gegen
       Ausländer – und tatsächlich war unter den Toten auch eine Person aus
       Neuseeland. Und mindestens 13 weitere Ausländer waren unter den Verletzten,
       wie offizielle Stellen mitteilten. Bislang hat sich allerdings niemand zur
       Tat bekannt.
       
       Im Ritz sollte am Wochenende die Fußballmannschaft von Manchester United
       untergebracht werden, die zu einem Freundschaftsspiel in Jakarta erwartet
       wurde, wie der indonesische Fußballverband mitteilte.
       
       Das Team hat dieses Spiel inzwischen abgesagt. "Wir sind sehr enttäuscht,
       dass wir Indonesien nicht besuchen können", hieß es auf der Webseite des
       Vereins. "Wir gedenken der Opfer der Anschläge."
       
       Manchester United ist auf Asientour. Die anderen Spiele in Malaysia, China
       und Südkorea sollen wie geplant stattfinden.
       
       Das Marriott war 2003 schon einmal Ziel eines Anschlags. Damals wurden
       zwölf Menschen getötet. Für die Tat wurde das südostasiatische
       Terrornetzwerk Jemaah Islamiyah verantwortlich gemacht. Seit drei Jahren
       gab es in Indonesien keinen größeren Terroranschlag mehr.
       
       Australien warnt seine Landsleute nach den Bombenanschlägen in Jakarta vor
       Reisen nach Indonesien. "Wir raten, wegen der sehr hohen Gefahr von
       Terroranschlägen, zu überlegen, ob Reisen nach Indonesien, auch nach Bali,
       jetzt nötig sind", hieß es am Freitag auf der Webseite des
       Außenministeriums.
       
       17 Jul 2009
       
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 (DIR) Indonesien
       
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