# taz.de -- Anti-Vergewaltigungs-Kondom: Zähne zeigen
       
       > Noch nicht auf dem Markt, aber schon heiß diskutiert: das
       > Anti-Vergewaltigungs-Kondom. Beißt sich mit Latexzähnchen in das Genital
       > des Mannes. Aua!
       
 (IMG) Bild: Nicht ganz so lustig wie diese Fun-Gummis: Kondom mit Zähnen.
       
       BERLIN taz | Ein Femidom soll Vergewaltiger abschrecken. Am Montag stellte
       die Südafrikanerin Sonnet Ehlers in Berlin vor, wie ihre Erfindung
       funktionieren soll: mit Hilfe eines Applikators führen Frauen das
       Anti-Vergewaltigungs-Kondom in die Vagina ein, das sich bei der Penetration
       am Genital des Angreifers festhakt.
       
       Dafür sorgen mehrere nach innen gerichtete Widerhaken aus hartem
       Kunststoff, die sich in die Haut bohren und üblen Schmerz verursachen
       sollen. Mit Rape-aXe am Genital wäre der Täter auf alle Fälle als
       Vergewaltiger überführt, denn das Kondom kann nur durch einen chirurgischen
       Einngriff entfernt werden.
       
       In ihrem Heimatland, wo die Zahl der Vergewaltigungen, bei offiziell
       55.000, weltweit am höchsten ist, ist das nicht der Regelfall. Dort wird
       Schätzungen zufolge nur jede neunte Vergewaltigung zur Anzeige gebracht.
       Schon ab Oktober sollen sich Frauen das Kondom kaufen können, das sie auch
       vor Aids und Schwangerschaft schützt.
       
       Noch ist Rape-aXe noch nicht getestet worden. Unklar ist auch, wie ein
       Angreifer reagieren wird, wenn er feststellt, dass er von Latex gebissen
       wurde. Bedeutet das Femidom somit noch mehr Gefahr für die Frau?
       
       Rape-aXe sei durchaus im Stande, dem Opfer eine Gelegenheit zu bieten, sich
       in einem Augenblick der Schwäche des Vergewaltigers zu wehren oder zu
       fliehen, so seine Erfinderin. Zudem gäbe es einen Abschreckungseffekt: denn
       nichts würde einen Vergewaltiger so effektiv treffen wie Schaden an seiner
       Tatwaffe, seinem Penis.
       
       22 Jul 2009
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Khalid El Kaoutit
       
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