# taz.de -- Streit der Woche: Kann richtig kaufen die Welt retten?
       
       > Selbst Aldi Süd hat bald ein eigenes Fair-Trade-Label. Haben die
       > kritischen Konsumenten damit endgültig gesiegt? Beseitigt ethisch kaufen
       > Missstände - oder nur Gewissensbisse?
       
 (IMG) Bild: Bekämpfen Lohas und Biofans das eigentliche Problem - die Spirale von Kaufen, Überproduktion und noch mehr Kaufen?
       
       Als letzter der großen Discounter plant Aldi Süd für Ende August die
       Einführung einer eigenen Marke für fair gehandelten Kaffee. Unter dem Namen
       "One World" sollen in Zukunft möglicherweise auch andere Produkte mit
       Transfair-Siegel verkauft werden. Ist der ethisch-korrekte Konsum damit
       endgültig in allen Teilen der Gesellschaft angekommen?
       
       Die Gruppe der bewussten Konsumenten wächst. In Büchern wie "Die
       Einkaufsrevolution" haben sie Ihre Strategie formuliert: Kaufen für eine
       bessere Welt.
       
       Die Rechnung ist simpel: Wenn Konsumenten nur noch Produkte kaufen, die
       unter hohen ökologischen und sozialen Standarts hergestellt werden,
       produzieren die Firmen sie. Dadurch wird die Welt grüner und gerechter.
       
       Zu einfach gedacht, sagen die Gegner. Die Lohas bekämpften nicht das
       eigentliche Problem - die Spirale von Kaufen, Überproduktion und noch mehr
       Kaufen. Ethischer Konsum funktioniere nur mit großem Geldbeutel: eine
       Maßnahme gegen die Gewissensbisse der Reichen. Politische Verantwortung
       werde darüber vergessen.
       
       Was meinen Sie?
       
       Kann richtig kaufen die Welt retten?
       
       11 Aug 2009
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Streit der Woche: "Richtig kaufen rettet nicht"
       
       Kann richtig kaufen die Welt retten? Nein, sagt Harald Christ aus
       Steinmeiers Wahlkampfteam. Und ob, entgegnet Grünen-Fraktionsvize Bärbel
       Höhn.