# taz.de -- Kommentar zur Moorburgtrasse: Falsche Baustelle
       
       > Inhaltlich mag der Kampf gegen die Kohlekraft ein plausibler Grund sein,
       > gegen die Trasse vorzugehen. Der Naturschutz ist es nicht. Der Eindruck,
       > dass der "Grünzug Altona" abgeholzt werden soll, ist falsch.
       
 (IMG) Bild: Das Kohlekraftwerk Moorburg ist umstritten. Die Fernwärmeleitung dahin auch.
       
       Beim Kampf gegen die Fernwärmeleitung des Kohlekraftwerks Moorburg vereinen
       sich unterschiedliche Interessen zu einem gemeinsamen Ziel. Für den
       Energiekonzern Vattenfall ist das unangenehm, für die Grünen an der Spitze
       der Stadtentwicklungsbehörde - Senatorin Anja Hajduk und Staatsrat Stefan
       Maaß - tragisch.
       
       Vattenfall hat beim Thema Fernwärmetrasse nicht nur gegen die Klimaschützer
       zu kämpfen, sondern auch im weitesten Sinne gegen die
       Anti-Gentrifizierungsbewegung. Hajduk und Maaß haben schon versucht, mit
       der wasserrechtlichen Erlaubnis gegen das Kohlekraftwerk vorzugehen. Es
       darf unterstellt werden, dass ihnen ein weiterer Hebel nicht unlieb gewesen
       wäre - erst recht ein so populärer.
       
       Inhaltlich mag der Kampf gegen die Kohlekraft ein plausibler Grund sein,
       gegen die Trasse vorzugehen. Der Naturschutz ist es nicht. Der Eindruck,
       dass der "Grünzug Altona" abgeholzt werden soll, ist falsch - zumal nur gut
       die Hälfte der 400 Bäume nördlich der Elbe gefällt werden soll. Die Bäume
       werden nachgepflanzt und in 20 Jahren wieder in ähnlicher Pracht stehen.
       Ein Bau der Trasse mitten auf der Holstenstraße ist keine Alternative. Wer
       könnte den Anwohnern der Nebenstraßen und der Stresemannstraße den
       Ausweichverkehr zumuten?
       
       26 Nov 2009
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Gernot Knödler
       
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