# taz.de -- Streit mit Israel beendet: Türkei akzeptiert Entschuldigung
       
       > Die Türkei hat nach heftigen Streit mit Israel eine Entschuldigung für
       > die öffentliche Demütigung ihres Botschafters akzeptiert. Auslöser war
       > eine als antisemitisch bezeichnete Fernseh-Serie.
       
 (IMG) Bild: Israelisch-türkisches Treffen am 11.01. – Links: Daniel Ayalon, rechts der türkische Botschafter in Israel, Ahmet Oguz Celikkol.
       
       ISTANBUL dpa/afp | "Mit diesem Schritt ist das Problem für uns erledigt",
       zitierte der TV-Sender CNN-Türk am Donnerstag den türkischen Außenminister
       Ahmet Davutoglu. Auslöser des Streits war eine von Israel als antisemitisch
       angesehene Fernsehserie.
       
       Israels stellvertretender Außenminister Danny Ajalon hatte sich am Vorabend
       in einem Schreiben für die Behandlung des türkischen Missionschefs in Tel
       Aviv, Ahmet Oguz Celikkol, entschuldigt. Celikkol sprach von einer
       Demütigung, weil Ajalon ihn bei dem Treffen vor laufender Kamera
       absichtlich auf einem niedrigeren Stuhl Platz nehmen ließ, wie israelische
       Medien berichtete. Außerdem habe auf dem Tisch nur eine israelische und
       keine türkische Flagge gestanden. Ankara drohte Israel mit einem Abzug des
       Botschafters.
       
       Bereits seit geraumer Zeit liegt die türkische Regierung mit Israel im
       Streit über das Vorgehen gegen die Palästinenser. Davutoglu betonte, die
       Türkei werde so lange das Vorgehen Israels im Gaza-Streifen kritisieren,
       "bis sich Israel eine friedliche Politik zu eigen macht".
       
       Außerdem verlangt der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan
       immer wieder, im Atomstreit mit dem Iran müsse auch über israelische
       Atombomben verhandelt werden, die Israel vor der internationalen
       Gemeinschaft versteckt halte. Das Verhältnis zwischen den traditionellen
       Partnern Türkei und Israel ist seit der israelischen Militäraktion in Gaza
       vor einem Jahr angespannt.
       
       14 Jan 2010
       
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