# taz.de -- Druck wegen Street View: Google verlängert Einspruchsfrist
       
       > Der IT-Konzern Google verlängert die Einspruchsfrist für Street View.
       > Betroffene haben nun bis 15. Oktober Zeit, Widerspruch gegen das Zeigen
       > ihres Hauses einzulegen.
       
 (IMG) Bild: Google lässt jetzt mehr Zeit zum Widersprechen.
       
       HAMBURG/BERLIN dpa | Google geht im Streit um den Foto- Straßenatlas Street
       View auf die Bundesregierung zu und verdoppelt die Vorab-Einspruchsfrist
       für Mieter und Hauseigentümer auf acht Wochen (bis zum 15. Oktober). "Wir
       möchten damit den Bürgern, die sich gegen eine Veröffentlichung ihrer
       Häuser oder Wohnungen bei Street View entscheiden, ausreichend Zeit für
       ihren Widerspruch geben", schrieb Google-Europa-Chef Philipp Schindler in
       einem Blogeintrag.
       
       Google hatte bislang den Betroffenen nur eine Frist bis zum 15. September
       2010 eingeräumt, um Bilder ihrer Häuser und Wohnungen vorab auf Street View
       entfernen zu lassen. Schindler betonte, Google habe schon immer den
       Betroffenen die Möglichkeit gegeben, auch nach dem Start des Dienstes einen
       Widerspruch einzulegen.
       
       Mit dem verlängerten Zeitraum erfüllt Google eine Forderung von
       Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU), die die ursprünglich
       vorgesehenen vier Wochen als zu kurz kritisiert und eine acht Wochen lange
       Vorab-Einspruchsfrist verlangt hatte. Zuvor hatte sich EU-
       Justiz-Kommissarin Viviane Reding für eine Verlängerung auf sechs Wochen
       ausgesprochen.
       
       Google will den Panoramadienst Street View bis Ende des Jahres mit
       Aufnahmen von Straßen und Häusern aus zunächst 20 deutschen Städten ins
       Netz stellen.
       
       Die Bundesregierung hat die Verdoppelung der Widerspruchsfrist von Google
       für den Foto-Straßenatlas Street View begrüßt. "Das ist ein Ergebnis der
       Gespräche, die wir mit Google geführt haben", heißt es in einer Erklärung
       der Sprecher von Verbraucherministerin Aigner und Innenminister Thomas de
       Maizière (CDU).
       
       19 Aug 2010
       
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