# taz.de -- Konzern forciert Realtime-Suche: Google in Echtzeit
       
       > Per Realtime-Suche lassen sich soziale Netzwerke im Minutentakt
       > durchforsten. Googles entsprechendes Angebot wird bislang aber noch kaum
       > beachtet - und deshalb nun forciert.
       
 (IMG) Bild: Datenschutztechnisch dürfte Google Realtime einige Nutzer verängstigen.
       
       Was denken die Internet-Nutzer gerade über Lady Gaga oder das neueste
       Gadget? Und was über Merkels Atompolitik oder Obamas Afghanistan-Strategie?
       Wer diese Fragen beantwortet haben möchte, begibt sich mittlerweile am
       besten in soziale Netzwerke. Auf Facebook, Twitter, Buzz & Co. können
       Nutzer mit einem Mausklick der Welt mitteilen, was sie momentan bewegt -
       und dieses Echtzeit-Feedback das nutzen inzwischen sogar Firmen für ihre
       Marketingstrategie.
       
       Beim Internet-Riesen Google versucht man schon seit längerem, diesen auch
       "Realtime-Web" genannten Teil des Netzes erfassbar zu machen: Seit einigen
       Monaten werden beispielsweise Botschaften aus Twitter in der Hauptsuche
       mitangezeigt. Allerdings wird das neue Echtzeit-Feature offenbar noch
       weniger verwendet, als es Google lieb ist. Deshalb forciert der
       Online-Konzern den Einsatz nun: Eine eigene [1][:Experiment:Startseite]
       erlaubt den direkten Zugriff auf das Realtime-Web.
       
       Das neue Angebot wird derzeit vor allem von Twitter und Google Buzz
       gespeist und erlaubt erstaunlich tiefe Einblicke. So kann man sich nach
       Tagen und Monaten sortiert ansehen, wer wann was gesagt hat. Ein
       "Conversations"-Feature erlaubt es nun auch, Dialoge nachzuvollziehen.
       Mittels Ortseinschränkung kann man außerdem festlegen, ob die
       Realtime-Ergebnisse aus der ganzen Welt oder nur aus einer bestimmten Stadt
       kommen sollen. Neben reinen Texten blendet Google auf Wunsch auch auf
       Twitter gepostete Bilder ein.
       
       Datenschutztechnisch dürfte Google Realtime einige Nutzer verängstigen: War
       es früher relativ schwer, einmal abgegebene Twitter-Äußerungen wieder
       aufzufinden, liegen sie mittlerweile auf dem Präsentierteller. Allerdings
       bietet auch Twitter selbst inzwischen ein eigenes Suchfeature. Google will
       sein Echtzeit-Angebot in den nächsten Monaten weiter ausbauen und mehr
       Datenquellen ergänzen.
       
       27 Aug 2010
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] http://www.google.com/realtime?esrch=RealtimeLaunch
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Ben Schwan
       
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