# taz.de -- Gruppe Zomia: Brachgelände in Hamburg-Wilhelmsburg wird entsiedelt
> Hamburgisches Oberverwaltungsgericht gibt grünes Licht zur Räumung eines
> Bauwagenplatzes.
(IMG) Bild: Müssen hier weg: Bauwagen-Leute in Hamburg-Wilhelmsburg.
HAMBURG taz | Der Bauwagenplatz Zomia in Hamburg-Wilhelmsburg darf geräumt
werden. Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hat gestern in zweiter
Instanz entschieden, dass ein Verweilen der 15-köpfigen Gruppe mit ihren
zehn Wagen am Ernst-August-Kanal, wo die Gruppe seit fast ein Jahr ansässig
ist, vom Bezirksamt Hamburg-Mitte nicht geduldet werden muss. Es bestehe
ein öffentliches Interesse, die Räumung jetzt durchzusetzen, auch wenn die
Klage eines Bewohners im Hauptverfahren noch nicht entschieden sei, so das
Gericht.
Dass Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD), der keinen Bauwagenplatz in
seinem Bezirk dulden möchte, schon heute in Abwesenheit von Bürgermeister
und SPD-Parteichef Olaf Scholz räumen lässt, ist dennoch eher
unwahrscheinlich. "Da wird niemand gleich mit schweren Gerät anrücken und
das Urteil sofort umsetzen", sagt Senatssprecher Jörg Schmoll. "Es haben
alle ein Interesse, das nicht eskalieren zu lassen", so Schmoll.
Schmoll könne sich vorstellen, dass der Zomia-Gruppe zunächst eine neue
Räumungsfrist gesetzt werde, das Areal ohne größere Zwangsmittel zu
verlassen. In der Zeit könnte dann auch das Angebot des Bezirks
Hamburg-Altona ausgelotet sein, Zomia einen Platz bereitzustellen. Die
Zomia-Gruppe hat sich jedoch darauf eingerichtet, dass ab heute die Räumung
jederzeit kommen kann. KVA
16 Nov 2011
## AUTOREN
(DIR) Kai von Appen
(DIR) Kai von Appen
## TAGS
(DIR) Bauwagen
## ARTIKEL ZUM THEMA
(DIR) Umstrittener Bauwagen-Platz: Wohnen, wo andere parken
In Lokstedt soll der erste genehmigte Bauwagenplatz Hamburgs entstehen.
Doch der vorgeschlagene Ort ist umstritten, weil eine Schule ihn als
Parkplatz nutzt