# taz.de -- Kommentar Windmesse: Gemeinsam gewinnen
       
       > Die Globalisierung führt zum Wettbewerb der Regionen, auch bei der
       > Zukunftstechnologie Windkraft.
       
 (IMG) Bild: Bislang sind für neue Windkraftanlagen vor den deutschen Küsten mehrere Bundesministerien zuständig.
       
       Die Zukunft gehört dem Wettbewerb der Regionen. Die Globalisierung hat
       bereits zu einer Arbeitsteilung zwischen den Standorten geführt, und diese
       Entwicklung steht erst am Anfang. Wirtschaftlich überleben wird in erster
       Linie, wer ein breites Leistungsspektrum zu bieten hat. Und dabei sind für
       Geschäftspartner aus anderen Teilen der Welt norddeutsche
       Gebietskörperschaften nicht wirklich von Belang.
       
       Deshalb geht an der Zusammenarbeit auf dem Zukunftsfeld Windenergie kein
       Weg vorbei. Die Gründungen von Metropolregionen, in denen Kooperationen
       geplant, debattiert und vernetzt werden sollen, war der erste richtige
       Schritt auf diesem Weg. Dort jetzt Stolpersteine zu verteilen, schadet
       hingegen allen Beteiligten.
       
       Der Standortstreit um eine internationale Windmesse zwischen Hamburg und
       Husum ist schon dumm genug. Wenn nun auch noch Hannover und Bremen mit
       eigenen Messen mitmischen, wird es vollends hanebüchen. Es ist von
       Vornherein klar, dass nicht alle nebeneinander existieren können.
       
       Nordfriesland war einmal die Wiege der Windkraft; im eigenen Interesse muss
       Norddeutschland auf lange Sicht das Zentrum dieser Technologie sein. Sonst
       wird es Schanghai, Chicago oder Barcelona werden.
       
       Wenn die Nordländer nicht gemeinsam zu gewinnen versuchen, werden alle
       gemeinsam verlieren.
       
       5 Dec 2011
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Sven-Michael Veit
       
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