# taz.de -- Kommentar: Die Planung des Überseeparks: Einmischen verpennt
> Damit mehr Mädchen bei einer Freizeitanlage in der Überseestadt beteiligt
> werden, hätten sich Politik, Senatorin und Ortsamt früher einklinken
> müssen.
(IMG) Bild: Jetzt ist klar: Max Dudlers Entwürfe lösen sich nicht in Rauch auf.
Wenn in Bremen eine öffentliche Fläche so gestaltet werden soll, dass
Jugendliche dort mehr tun als abhängen, dann heißt es reflexhaft:
„Sportgarten.“ So war es beim Bahnhofsvorplatz und zuletzt bei der
Überseestadt. Dafür gibt es Gründe: Der Sportgarten in der Pauliner Marsch
ist immer gut besucht, die MitarbeiterInnen wissen, was bei ihrer Klientel
ankommt. Und die, das ist kein Geheimnis, besteht vor allem aus sportlichen
Jungs.
Wenn also die Bremer Wirtschaftsförderung den Leiter des Sportgartens,
Hanns-Ulrich Barde, mit der Planung der Freizeitanlange in der Überseestadt
beauftragt, dann ist klar, wie diese aussehen wird und von wem sie
überwiegend genutzt werden wird. Und von wem nicht.
Das ist weniger Barde vorzuwerfen als denjenigen, die sich rechtzeitig in
diesen Prozess hätten einklinken können. So hätte der Beirat Walle darauf
achten können, dass eine breitere Masse von Jugendlichen des Stadtteils
gefragt wird, was sie sich wünschen. Oder die Sozial und Jugendsenatorin:
Sie hätte durchaus ein Wort mitreden können, schließlich sitzen in ihrem
Haus Fachleute für Beteiligung von Jugendlichen. Und Gender-ExpertInnen.
Von ihrer Einmischung hätten nicht nur die Mädchen im Stadtteil profitiert.
Sondern auch Jungs, die sich nicht aufs Skateboard trauen, weil sie das
noch nicht perfekt können.
16 Jul 2012
## AUTOREN
(DIR) Eiken Bruhn
## TAGS
(DIR) Bremen
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