# taz.de -- Aufsichtsratswahl 2022: Eine weitere Runde bitte!
       
       > Jens Pohlmann und Hermann-Josef Tenhagen stellen sich erneut zur
       > Kandidatur für die Wahl von zwei Mitgliedern des taz Aufsichtsrats. Lesen
       > Sie hier warum weshalb wieso.
       
 (IMG) Bild: Der neue Aufsichtsrat mit Stefanie Urbach und Moderator Gereon Asmuth auf der Mitgliederversammlung 2021
       
       Jens Pohlmann 
       
       Wir leben in einer Zeit großer Herausforderungen. Krieg in der Ukraine,
       Corona, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, Klimakrise und
       Artensterben sind allgegenwärtig. 
       
       Umso höher halten die tazzler:innen mit unermüdlicher Motivation und
       Tatendrang die Fahne des linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Dafür
       ein dickes Lob und vielen Dank! 
       
       Seit fast drei Jahren Teil dieser lebendigen taz-Familie zu sein und am uns
       alle erstaunenden Wachstum der taz mitzuwirken, freut und begeistert mich. 
       
       Die digitale Transformation ist mir sehr wichtig. Sie bietet große Chancen,
       den Kern der taz vielfältig und divers zu verbreiten. Taz-Inhalte finden
       sich in Haltung und Qualität nirgendwo anders und verdienen so viel
       Publikum wie möglich. 
       
       In den letzten drei Jahren wurden Geschäftsführung, Chefredaktion,
       Geno-Team und zwei Aufsichtsratsposten neu besetzt. Dass es bei so vielem
       Neuen auch mal ruckelt, ist taz-typisch, doch das Engagement aller
       Mitarbeiter:innen ist großartig und es geht gut voran. 
       
       Zeitlos bleibt die Solidarität, die uns tazzler:innen mit unseren
       Leser:innen, Unterstützer:innen und Genoss:innen verbindet. 
       
       Mit mir hätte die taz einen hoch motivierten, engagierten Aufsichtsrat mit
       umfassender Kompetenz für die wirtschaftlichen Grundlagen, mit Weitblick
       und mit Verständnis dafür, wie die taz tickt. 
       
       Die Zukunft mitgestalten und die Idee der taz – links, unabhängig und
       solidarisch – zu stärken, sind die wesentlichen Aufgaben für mich als Ihr
       Aufsichtsrat. Ich bitte Sie, liebe Genoss:innen, mir erneut Ihr Vertrauen
       zu schenken. 
       
       Herzliche Grüße aus Bielefeld, Ihr Jens Pohlmann 
       
       Hermann-Josef Tenhagen 
       
       Liebe Genossinnen und Genossen, 
       
       als ich 2004 das erste Mal für den Aufsichtsrat kandidiert habe, regierte
       Rot-Grün und hatte deutsche Soldaten auf den Balkan geschickt, Eure
       taz-Genoanteile waren nur einen Bruchteil der 500 Euro wert, die ihr dafür
       bezahlt hattet und das Gewicht einer Zeitung war Maßstab für ihren Erfolg.
       Ich selbst war Chefredakteur des größten Finanzmagazins im Land. 
       
       Das ist diesmal alles anders. Auch, dass ich jetzt Chefredakteur der
       größten Geld-Webseite in Deutschland bin (Online only). 
       
       Vor allem aber: Es regiert eine rot-grün-gelbe Ampel, die Waffen in die
       Ukraine schickt. Dort kämpfen diesmal die Russen selbst, nicht die Serben
       als ihre Stellvertreter. Bei der taz hat sich ein gewisser wirtschaftlicher
       Erfolg eingestellt und so konnte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die
       rastlos für den Erfolg der Zeitung gearbeitet haben, mehrfach wenigstens
       kleine Boni gezahlt werden. Eure Genossenschaftsanteile sind inzwischen
       fast wieder die 500 Euro wert, die ihr mal gezahlt habt. 
       
       Der Maßstab einer erfolgreichen Zeitung ist heute nicht mehr das Gewicht in
       Gramm, sondern die Inhaltsschwere gekoppelt mit der nötigen
       Online-Reichweite, um die publizistischen Ziele zu erreichen: Links,
       demokratisch, für den Erhalt des Planeten. 
       
       Auf diesem Weg ist die taz gut vorangekommen. Und ich habe als Aufsichtsrat
       dabei mithelfen dürfen. 
       
       Das möchte ich gern auch für die kommenden drei Jahre tun. Die taz komplett
       und erfolgreich ins digitale Zeitalter bringen. 24 Stunden online, täglich
       frisch und mit einer gedruckten Wochenendausgabe, die es in sich hat. Eine
       taz, die hart am Ziel arbeitet, Europa und unseren Planeten den kommenden
       Generationen demokratisch und lebenswert zu übergeben. 
       
       Dafür bitte ich um Euer Vertrauen! 
       
       Hermann-Josef Tenhagen
       
       15 Sep 2022
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA