# taz.de -- Sexualutopische Psychoanalyse: Herbert Marcuse 1968 und heute
> Die erste Ausgabe der Reihe "taz Talks meets Queer Lectures" mit A. Lahl
> zum Veralten der sexualutopischen Psychoanalyse – Herbert Marcuse 1968
> und heute.
Mit seinem Versuch, den „explosiven“ Kern der [1][Psychoanalyse]
herauszuschälen, avancierte [2][Herbert Marcuse] zum Vordenker und
Stichwortgeber der sexuellen Protestbewegung von [3][1968]. Seine
[4][„]Philosophie der Psychoanalyse“ entwarf ein mitreißendes Modell einer
erotischen Utopie und bot den Protestierenden zugleich das
Begriffswerkzeug, um auf die zunehmende Einbindung der Sexualität in die
Konsumkultur der Nachkriegszeit zu reagieren.
Im Vortrag soll Marcuses eigentümliche Aneignung psychoanalytischer
Begriffe vor dem kulturellen Hintergrund seiner Zeit nachgezeichnet werden,
um dann den Fragen nachzugehen, warum seine sexualutopische Psychoanalyse
heute veraltet wirkt, und ob sie wirklich veraltet ist.
[5][Aaron Lahl] ist Psychologe, arbeitet an der Internationalen
Psychoanalytischen Universität Berlin und promoviert zum Thema
Psychoanalyse und Masturbation. Verschiedene [6][Veröffentlichungen] im
Themenbereich Psychoanalyse-Sexualität.
[7][Jan Feddersen], Jahrgang 1957, taz-Redakteur und Kurator des [8][taz
lab] und des [9][taz Talk], moderiert den taz Talk.
Ein taz Talk in Kooperation mit der [10][Initiative Queer Nations].
2 Nov 2020
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