# taz.de -- Videogruß von Hossein Bagheri: Hallo aus Esfahk, Iran
       
       > Hossein Bagheri hat taz-Gruppen auf deren Reise "Safran und Wüste" im
       > Osten Irans getroffen. Der Restaurator lebt im kleinen Dorf Esfahk bei
       > Tabas im Herzen der Kavir-Wüste. Nach einem Erdbeben musste das Dorf neu
       > aufgebaut werden - dabei haben junge Leute mit Hilfe von Hossein
 (???)  traditionelle Lehmhäuser als
       > sie dafür den "To-Do-Award für sozial nachhaltigen Tourismus" der
       > Tourismusmesse ITB in Berlin. 
       
       Hossein Bagheri hat sein ganzes Leben in Esfahk verbracht. Ein Dorf, das
       gleich zweimal existiert. Im Jahr 1978 zerstörte ein schweres Erdbeben das
       alte Dorf. Die Einwohner*innen errichteten ein neues, 500m vom alten
       entfernt. Das alte Esfahk lag seither brach. Bis eine Gruppe junger
       Dorfbewohner*innen gemeinsam mit dem Dorfbürgermeister 2009 beschloss, das
       alte Dorf vor dem Verfall zu retten. Inzwischen ist ein Gästehaus
       entstanden, das im Frühjahr 2020 mit dem [1][TODO Award für sozial
       nachhaltigen Tourismus ]ausgezeichnet wurde. 
       
       Hossein Bagheri war von Anfang Teil des Gemeinschaftsprojekts und zählt
       heute zu dessen Vorstand. Als Restaurator für Lehmbau ist er der
       Spezialist, wenn es um den Wiederaufbau des alten Dorfkerns geht. Sieben,
       bald acht der alten Lehmhäuser stehen bereits wieder. Hossein war bei der
       Restauration jedes einzelnen beteiligt. 
       
       Das Besondere an Esfahk ist aber, dass es nicht um eine Person geht. Das
       Dorf wird durch die ganze Gemeinschaft wieder-belebt. Jede und jeder der
       möchte wird involviert. Es gibt eine kleine Sternwarte, von der aus sich
       der Sternenhimmel über der Wüste beobachten lässt, eine
       Handarbeitswerkstatt, die zum Mitmachen einlädt und soziale Projekte für
       die Schulkinder. In den Lebensalltag eines iranischen Dorfes eintauchen,
       das geht in Esfahk schlicht und einfach und genau deshalb schön. In einem
       kurzen [2][Video ]hat sich das Projekt anlässlich der To-Do-Preisverleihung
       selbst vorgestellt. 
       
       Das Dorf liegt umgeben von der großen Wüste Zentralirans, der Kawir, wo
       sich in Schluchten und Wüstenlandschaften 400 Millionen Jahre Erdgeschichte
       zurückverfolgen lassen. Die taz-Reisenden verbringen während der „Safran
       und Wüste-Reise“ gleich mehrere Tage in Esfahk. Hossein und die anderen
       Teammitglieder zeigen der Gruppe bei einem Rundgang durch die Ruinen die
       alte Dorfstruktur.
       
       23 Jul 2020
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] http://www.todo-contest.org/pramierte-projekte/to-do-award-2020-esfahk-historic-village-iran/
 (DIR) [2] http://www.youtube.com/watch?v=_sHZVl5Khro&feature=youtu.be
       
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