# taz.de -- Personenführung #159: Karolina El Lobo: Zupackende Wölfin des Netzes
       
       > Die taz steckt mitten im digitalen Wandel, an ihrer Seite weiß sie nun
       > auch eine energiegeladene neue Kraft: Karolina El Lobo.
       
       von [1][JAN FEDDERSEN] 
       
       Sie steht nicht als einzige, aber absolut neue Kraft in unserem Haus für
       das, was man [2][digitale Transformation] nennen muss. Zur Erläuterung: Die
       Zeitung namens taz gibt es ja, aber es existieren längst, sehr lebendig,
       andere publizistische Kanäle, über die wir unseren anderen Journalismus in
       die Welt tragen können. Videos etwa, länger oder als Schnipsel, mit denen
       wir uns als alternatives Medienunternehmen im Internet tummeln, auch bei
       Instagram. 
       
       Zu Karolina El Lobos Aufgaben zählt vieles, aber hauptsächlich alles, was
       nicht in papierner Form seitens der taz die Welt erreicht. Im weitesten
       Sinne: Marketing. Das heißt sie schaltet Anzeigen auf Instagram, Facebook,
       Tiktok und Youtube, dreht Image-Filme und textet für die sozialen Netzwerke
       der Tageszeitung. Angesiedelt ist sie folglich in der taz-Verlagsabteilung
       Marketing, Kommunikation & Kreation (MKK). 
       
       Was die Kollegin der Generation Y, aufgewachsen, so erzählt sie, „in
       Baumhäusern, die ich mir selbst im angrenzenden Wald neben meinem
       Elternhaus baute“, und geboren in der Bertolt-Brecht-Stadt Augsburg,
       auszeichnet, ist ein verblüffend vielfältiger Lebensweg. Andere ihrer
       Generation mögen einst zu ihrer beruflichen Zukunft gesagt haben: „Was mit
       Medien.“ Ihre Antwort könnte gewesen sein: „Ich will in die Welt – und das
       eilig.“ 
       
       ## Schlingensiefs Operndorf und FSJ in Guatemala
       
       Karolina El Lobo, auf Instagram: [3][@karolina_el_lobo] („el lobo – span.
       für „der Wolf“), mag sich nun im Dschungel neuer Medienwege bewegen – aber
       sie hat schon viel mehr gemacht und ausprobiert. Sie sagt selbst: „Was sich
       wirklich durch mein Leben durchzieht ist Schreiben, Singen und Filmen sowie
       Tanzen und Schauspielern.“ Um cool anzufügen: „Sonst sind da wirklich viele
       Brüche.“ Sie war Ziegenhirtin, wirkte beim Zentrum für Politische Schönheit
       mit, machte sich im afrikanischen Operndorf Christoph Schlingensief
       nützlich, hat ein Freiwilliges Soziales Jahr in Guatemala absolviert und
       war bei der Occupy-Bewegung mit dabei. 
       
       Was ihr an der taz gefällt? „Man kann hier innerhalb von 24 Stunden neue
       Workflows etablieren, wenn man Verbündete findet und keine Angst hat. Und
       dass mir hier so viele Leute sagen, dass ich zu viel arbeite und öfter nein
       sagen soll. Und das es okay ist, aus dem Rahmen zu fallen.“ 
       
       Ihr Statement zu dem, wie sie ihr Leben sieht, ist von schöner Unruhe:
       „Konnte nie was anfangen mit jeder Art von Schublade oder Gruppierung.
       Konnte nie was anfangen mit: Das geht nicht, das hat keinen Sinn, das haben
       wir schon immer so gemacht.“ Uns freut das sehr, jetzt und in Zukunft.
       
       18 Nov 2019
       
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