# taz.de -- Kabila verkündet Sieg im Kongo
> ■ Möglicherweise über 1.000 Tote bei Kinshasa
Berlin (taz) – Der von Angola und Simbabwe unterstützte Feldzug der
Regierung der Demokratischen Republik Kongo gegen die RCD-Rebellen um die
Hauptstadt Kinshasa scheint erfolgreich zu sein. Kongos
Informationsminister Didier Mumengi verkündete gestern, die Armee sei
dabei, „die Banditen total auseinanderzunehmen“. Er rief „alle
Jugendlichen“ auf, sich „in Selbstverteidigungsgruppen zusammenzuschließen,
um die Sicherheit Kinshasas zu gewährleisten“. Am Vorabend hatte Präsident
Kabila die Bevölkerung aufgefordert, zu den Waffen zu greifen, um den Feind
zu „zertreten“ und nicht „Sklave der Tutsi“ zu werden. Seit dem Morgen war
in Kinshasa schwerer Gefechtslärm aus der Richtung des Flughafens zu hören
gewesen. Eine angolanische Zeitung berichtete, allein bei der Schlacht um
Kitona, die wichtigste Militärbasis der Rebellen, seien am Wochenende 1.000
Menschen getötet worden. In Kinshasa verhängten die Behörden gestern abend
Ausgangssperre. Tagesthema Seite 3
27 Aug 1998
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