Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron SCHOTT SCHOTT SCHOTT Deutsches Liturgisches Institut Deutsches Liturgisches Institut * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de * ____________________ Menü ____________________ 3. September Hl. Gregor Der Grosse Papst, Kirchenlehrer Gedenktag Um 540, an der Zeitenwende vom Altertum zum Mittelalter, aus einer hochadeligen senatorischen Familie geboren, wurde er Stadtpräfekt von Rom, entsagte aber der Welt und stiftete in Rom und auf Sizilien aus dem Familienbesitz Klöster. Pelagius II. sandte ihn als Legaten nach Konstantinopel, und 590 wurde er dessen Nachfolger. Seine vielfachen Verdienste liegen in der Neuordnung des kirchlichen Grundbesitzes, der Politik gegenüber den Germanenreichen, der Missionierung der Angelsachsen und einer intensiven pastoralen Tätigkeit, der auch sein ausgedehntes Schrifttum größtenteils galt. Von seiner liturgischen Aktivität zeugt u. a. das Sacramentarium Gregorianum, das zur Grundlage der mittelalterlichen Liturgie des Abendlandes wurde. Gestorben am 12. März 604 zu Rom. Der heutige Gedenktag ist der Tag seiner Bischofsweihe 590. Commune-Texte: A Messformulare für Hirten der Kirche (Päpste), S. 1325 ff., oder für Kirchenlehrer und Kirchenlehrerinnen, S. 1341 ff. B Schriftlesungen für Hirten der Kirche, S. 1373 ff., oder für Kirchenlehrer und Kirchenlehrerinnen, S. 1378 ff. ERÖFFNUNGSVERSVgl. Sir 45, 14 Der Herr machte ihn zum Vorsteher seiner Gemeinde, zum Diener seines Bundes, dass er Priester sei in Ewigkeit. (MB 916) TAGESgebet Gott, du bist deinem Volk gnädig und leitest es in Liebe. Höre auf die Fürsprache des heiligen Papstes Gregor und schenke allen, die in der Kirche am Amt der Leitung teilhaben, den Geist der Weisheit, damit dein Volk wachse und seinen Hirten zur ewigen Freude werde. Darum bitten wir durch Jesus Christus. ZUR LESUNG Das Wissen um die größere und bleibende Herrlichkeit des Zweiten Bundes gibt dem Apostel Mut, überall, auch bei den skeptischen Korinthern, mit großer Sicherheit aufzutreten (2 Kor 3, 12-13). Es verpflichtet ihn aber auch zu unermüdlichem Einsatz (4, 1), zu einer absoluten Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit in seinem Auftreten und in seiner Lehre. Das Licht Christi schafft im Herzen des Apostels, aber auch im Herzen aller Glaubenden, eine neue Helligkeit, geradezu ein Übermaß von Klarheit. Dass die Menschen so viel Licht überhaupt ertragen können, dass sie nicht daran zerbrechen, aber auch sich nicht dagegen abdichten, ist Gabe des barmherzigen Gottes. - Röm 1, 16; 1 Thess 2, 4-5; Gen 1, 3; Joh 8, 12. ERSTE Lesung2 Kor 4, 1-2.5-7 Wir verkündigen Jesus Christus als den Herrn, uns aber als eure Knechte um Jesu willen Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth. Schwestern und Brüder! 1Unser Eifer erlahmt nicht in dem Dienst, der uns durch Gottes Erbarmen übertragen wurde. 2Wir haben uns von aller schimpflichen Arglist losgesagt; wir verhalten uns nicht hinterhältig und verfälschen das Wort Gottes nicht, sondern machen die Wahrheit offenbar. So empfehlen wir uns vor dem Angesicht Gottes jedem menschlichen Gewissen. 5Wir verkünden nämlich nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn, uns aber als eure Knechte um Jesu willen. 6Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit aufstrahlt die Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi. 7Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen; so wird deutlich, dass das Übermaß der Kraft von Gott und nicht von uns kommt. ANTWORTPSALMPs 96 (95), 1-2.3 u. 7.8 u. 10 (Kv: vgl. 3a) Kv Kündet den Völkern GL 54, 1, VIII. Ton die Herrlichkeit des Herrn! - Kv 1Singet dem Herrn ein neues Lied, * singt dem Herrn, alle Lande, 2singt dem Herrn, preist seinen Namen! * Verkündet sein Heil von Tag zu Tag! - (Kv) 3Erzählt bei den Nationen von seiner Herrlichkeit, * bei allen Völkern von seinen Wundern! 7Bringt dar dem Herrn, ihr Stämme der Völker, * bringt dar dem Herrn Ehre und Macht! - (Kv) 8Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens! * Bringt Gaben und tretet ein in die Höfe seines Heiligtums! 10Verkündet bei den Nationen: Der Herr ist König! / Fest ist der Erdkreis gegründet, er wird nicht wanken. * Er richtet die Völker so, wie es recht ist. - Kv RUF VOR DEM EVANGELIUMVers: Joh 15, 15b Halleluja. Halleluja. (So spricht der Herr:) Ich habe euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich gehört habe von meinem Vater. Halleluja. ZUM EVANGELIUM Jesus hat jedes Streben nach irdischer Macht zurückgewiesen. Er hat sein Leben und auch sein Todesleiden als Dienst verstanden. Lukas berichtet nicht die Fußwaschung (vgl. Joh 13, 1-11), wohl aber das Wort Jesu: "Ich bin unter euch wie der, der bedient" (Lk 22, 27). Die Tischgemeinschaft mit dem zum Kreuz gehenden Jesus, Vorausnahme der künftigen Gemeinschaft mit ihm (22, 30), verpflichtet den Jünger, ihm ähnlich zu sein, Lehre, Leitung, Hilfeleistung: Jede Ausübung von Amtsgewalt in der Kirche ist Dienst der Liebe; anders hätte das alles nichts mit Christus zu tun. - Zum Dienst für die Gemeinde kommt als weiteres Merkmal des Christlichen hinzu, was in 22, 28 angedeutet wird: bei Jesus bleiben in allen Prüfungen, im Dunkel des Widerspruchs, der Ungewissheit, des Misserfolgs. - Zu 22, 25-27: Mt 20, 20-28; Mk 10, 41-45; Lk 12, 35-38; Joh 13, 4-16; Mt 23, 11. - Zu 22, 28-30: Mt 19, 28; Offb 3, 21. EvangeliumLk 22, 24-30 Ich vermache euch das Reich, wie es mein Vater mir vermacht hat Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas. In jener Zeit 24entstand unter den Aposteln ein Streit darüber, wer von ihnen wohl der Größte sei. 25Da sagte Jesus zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker und die Vollmacht über sie haben, lassen sich Wohltäter nennen. 26Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Jüngste und der Führende soll werden wie der Dienende. 27Denn wer ist größer: Der bei Tisch sitzt oder der bedient? Ist es nicht der, der bei Tisch sitzt? Ich aber bin unter euch wie der, der bedient. 28Ihr aber habt in meinen Prüfungen bei mir ausgeharrt. 29Darum vermache ich euch das Reich, wie es mein Vater mir vermacht hat: 30Ihr sollt in meinem Reich an meinem Tisch essen und trinken und ihr sollt auf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. FÜRBITTEN Im Gebet rufen wir zu Jesus Christus, der Simon Petrus die Sorge für die Kirche übertragen hat: fS Für unseren Papst N: Gib ihm Weisheit und Tatkraft, das Volk Gottes nach deinem Willen zu leiten. fS Für die im Glauben getrennten Christen: Lass sie aufrichtig nach Wegen zur Einheit suchen. fS Für alle, die Hunger leiden: Fördere alles, was zu einem Ausgleich zwischen Reich und Arm in der Welt beiträgt. fS Für unsere Gemeinde: Durchdringe unser Leben mit deiner Liebe. Gütiger Gott, durch das Wirken des heiligen Papstes Gregor hast du die Einheit der Kirche gefestigt und ihr Leben erneuert. Seine Fürsprache helfe uns, aus der Kraft deines Geistes zu wirken durch Christus, unseren Herrn. - A: Amen. GABENgebet Barmherziger Gott, am Gedenktag des heiligen Papstes Gregor bringen wir unsere Gaben dar für die Feier des Opfers, durch das du der Welt alle Sünden vergeben hast. Schau gnädig auf uns und gib, dass dieses Geheimnis uns Heil und Segen bringt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. KOMMUNIONVERSJoh 21, 17 Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebe. (MB 917) SCHLUSSgebet Allmächtiger Gott, in diesem Mahl haben wir Christus, das Brot des Lebens, empfangen. Gib, dass wir auf ihn hören, der unser wahrer Lehrer ist. Hilf uns, dass wir nach dem Beispiel des heiligen Gregor allezeit deine Wahrheit suchen und sie in Werken der Liebe bezeugen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. _______________________ P. Anselm Schott Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.1896) Vatican News Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de _______________________ Katholisches Bibelwerk e.V. 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