Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron SCHOTT SCHOTT SCHOTT Deutsches Liturgisches Institut Deutsches Liturgisches Institut * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de * ____________________ Menü ____________________ DIENSTAG EröffnungsversVgl. Offb 19, 5; 12, 10 Preist unseren Gott, alle, die ihn fürchten, klein und groß! Denn gekommen ist die Rettung und die Macht und die Herrschaft seines Gesalbten. Halleluja. Tagesgebet Allmächtiger Gott, durch die Auferstehung deines Sohnes hast du uns neu geschaffen für das ewige Leben. Festige uns im Glauben und in der Hoffnung, damit wir die Erfüllung deiner Verheißung voll Zuversicht erwarten. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Zur Lesung Die Mission in Lystra hatte mit abgöttischer Verehrung begonnen und endigte mit Steinigung (V. 19). Das ist Apostelschicksal. Paulus-Saulus war mit der Steinigung des Stephanus einverstanden gewesen (Apg 8, 1); er war auch damit einverstanden, nun selbst die harten Steine zu spüren. Die Verse 20-27 sind ein abschließender Bericht über die erste Missionsreise; die Reise endet dort, wo sie begonnen hat, im syrischen Antiochia. Zunächst ist noch von einer erfolgreichen Tätigkeit in Derbe die Rede, dann von einer Art "Nachmission" bei den früher gegründeten Gemeinden. Wichtig ist in V. 23 die Notiz über eine beginnende Organisation der neuen Gemeinden. Die Gemeinde muss ja mit einer langen Zukunft, einem "langen Marsch" rechnen; dazu braucht sie außer Glauben und Geduld (V. 22) auch eine Verfassung. Die eingesetzten Leiter der Gemeinde werden (nach jüdischem Vorbild) "Älteste" genannt, griechisch "Presbyter" (davon "Priester"). Über die besonderen Vollmachten dieser Ältesten wird uns hier nichts mitgeteilt. Die Gemeinde ist wichtiger als das Amt; das Amt hat dem Glauben der Gemeinde zu dienen. - 1 Thess 2, 14; 2 Kor 11, 16-33; 2 Tim 3, 11; Apg 9, 16; 11, 23; 13, 43; Mt 10, 22; Röm 5, 3-4; 2 Thess 1, 4-5; 2 Tim 2, 12; 3, 12. Erste LesungApg 14, 19-28 Sie berichteten der Gemeinde alles, was Gott zusammen mit ihnen getan hatte Lesung aus der Apostelgeschichte. In jenen Tagen 19 kamen Juden von Antióchia und Ikónion und überredeten die Volksmenge. Und sie steinigten den Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus, in der Meinung, er sei tot. 20Als aber die Jünger ihn umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Am anderen Tag zog er mit Bárnabas nach Derbe weiter. 21Als sie dieser Stadt das Evangelium verkündet und viele Jünger gewonnen hatten, kehrten sie nach Lystra, Ikónion und Antióchia zurück. 22Sie stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten; sie sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen. 23Sie setzten für sie in jeder Gemeinde Älteste ein und empfahlen sie unter Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten. 24Nachdem sie durch Pisídien gezogen waren, kamen sie nach Pamphýlien, 25verkündeten in Perge das Wort und gingen dann nach Attália hinab. 26Von dort segelten sie nach Antióchia, wo man sie für das Werk, das sie nun vollbracht hatten, der Gnade Gottes übereignet hatte. 27Als sie dort angekommen waren, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte. 28Und sie blieben noch längere Zeit bei den Jüngern. AntwortpsalmPs 145 (144), 10-11.12-13b.20-21 (Kv: vgl. 12a) Kv Kündet Gottes machtvolle Taten! - KvGL 55, 1, VIII. Ton Oder: Kv Halleluja. - Kv 10Danken sollen dir, Herr, all deine Werke, * deine Frommen sollen dich preisen. 11Von der Herrlichkeit deines Königtums sollen sie reden, * von deiner Macht sollen sie sprechen. - (Kv) 12Sie sollen den Menschen bekannt machen seine machtvollen Taten * und die glanzvolle Herrlichkeit seines Königtums. 13abDein Königtum ist ein Königtum aller Zeiten, * von Geschlecht zu Geschlecht währt deine Herrschaft. - (Kv) 20Der Herr behütet alle, die ihn lieben, * doch alle Frevler vernichtet er. 21Das Lob des Herrn spreche mein Mund, * alles Fleisch preise seinen heiligen Namen auf immer und ewig! - Kv Ruf vor dem EvangeliumVers: vgl. Lk 24, 46.26 Halleluja. Halleluja. Christus musste leiden und von den Toten auferstehen, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen. Halleluja. ZUM EVANGELIUM Mit dem Abschnitt 14, 25-31 endet die erste Abschiedsrede Jesu. Das Wort vom Helfer, dem Heiligen Geist, stand noch am Schluss des gestrigen Evangeliums. Daran schließen sich heute zwei weitere Zusagen an die Jünger: die Heilsgabe des Friedens (V. 27) und die Wiederkunft Jesu (V. 28). Die Welt hat keinen Frieden: Sie hat Angst. Der Jünger Jesu bleibt davon nicht unberührt: Das Leid in der Welt, die Angst vor dem nächsten Krieg (und dem nächsten "Frieden"), das Schweigen Gottes zum Weltgeschehen, von all dem ist auch der Glaubende betroffen. Aber die Gemeinschaft, die Gott ihm durch Christus geschenkt hat, überwindet die Angst. Das Weggehen Jesu ist die Voraussetzung für sein neues Kommen (nach der Auferstehung und bei der Wiederkunft am Ende der Zeit), also Grund zur Hoffnung. In den abschließenden Versen 30-31 nennt Jesus die innerste Triebkraft seines Lebens und im Besonderen seines Kreuzestodes: die Liebe zum Vater. - Röm 5, 1; Eph 2, 14-18; 2 Thess 3, 16; Joh 14, 1-3; 13, 19; 16, 4; 13, 2; 10, 18; 16, 33; 1 Joh 5, 4; Joh 6, 38. EvangeliumJoh 14, 27-31a Meinen Frieden gebe ich euch Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes. In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: 27Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. 28Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. 29Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt. 30Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht, 31aaber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat. Fürbitten Zu Christus, der uns seinen Frieden hinterlassen hat, wollen wir beten: fS Hilf den Bischöfen, Priestern und Diakonen, zuversichtlich dem Auftrag zu dienen, den sie durch die Weihe empfangen haben. fS Mehre unter den Völkern die Achtung vor der Würde jedes einzelnen Menschen. fS Höre auf das Rufen von Menschen, die unterdrückt und verfolgt werden. fS Gib den Menschen, die um ihres Glaubens willen bedrängt werden, Mut, damit sie nicht verzagen und verunsichert werden. fS Lass unsere Verstorbenen mit dir beim Vater ewig leben. Herr, unser Gott, du offenbarst dich durch machtvolle Taten. Steh allen bei, für die wir beten, durch Christus, unseren Herrn. - A: Amen. Gabengebet Allmächtiger Gott, nimm die Gaben an, die deine Kirche dir in österlicher Freude darbringt. Du hast ihr Grund gegeben zu solchem Jubel, erhalte ihr die Freude bis zur Vollendung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Osterpräfation, S. 752 f. KommunionversRöm 6, 8 Sind wir mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Halleluja. Schlussgebet Ewiger Gott, du hast uns durch die Ostergeheimnisse erneuert. Wende dich uns voll Güte zu und bleibe bei uns mit deiner Huld, bis wir mit verklärtem Leib zum unvergänglichen Leben auferstehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. ____________________________________ P. Anselm Schott Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.1896) Vatican News Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de ____________________________________ Katholisches Bibelwerk e.V. 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