Erzabtei St.Martin zu Beuron Erzabtei St.Martin zu Beuron SCHOTT SCHOTT SCHOTT Deutsches Liturgisches Institut Deutsches Liturgisches Institut * Tagesimpuls * Register * Hinweise * www.erzabtei-beuron.de * ____________________ Menü ____________________ SAMSTAG nach Aschermittwoch EröffnungsversPs 69 (68), 17 Erhöre uns, Herr, in deiner Huld und Güte, wende dich uns zu in deinem großen Erbarmen. Tagesgebet Allmächtiger Gott, übe Nachsicht mit unserer Schwäche, und damit wir imstande sind, den Kampf mit den Mächten des Bösen zu bestehen, strecke deine Hand aus und schütze uns. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Zur Lesung Der Anfang dieser Lesung (9b-10) nimmt die Mahnung der vorausgehenden Verse auf (vgl. gestrige Lesung). Eine böse Tat muss verschwinden: Spott und Ungerechtigkeit; und eine gute Tat wird gefordert: Brot für die Hungrigen - "dein Brot", denn der Hungernde ist dein Bruder. An die Erfüllung dieser Bedingung werden die Verheißungen geknüpft (V. 10b-12; vgl. Ijob 11, 13-19): Licht, Leben, nie versiegendes Wasser. Das und noch mehr wird Gott dem geben, der ihn aufrichtig sucht. Und er wird eine sichere Heimat haben: die Mauern Jerusalems werden wieder aufgebaut, aber nur von einem Volk und für ein Volk, das in der Gemeinschaft mit Gott wohnt (V. 12). Die Schlussverse (13-14) legen noch besonderen Wert auf ein Einzelgebot: die Heilighaltung des Sabbats. - Spr 11, 25; Ps 37, 6; 112; Joh 8, 12; 4, 14; Jes 56, 2. Erste LesungJes 58, 9b-14 Wenn du den Hungrigen stärkst, dann geht im Dunkel dein Licht auf Lesung aus dem Buch Jesája. So spricht der Herr: 9bWenn du Unterjochung aus deiner Mitte entfernst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemandem übel nachredest, 10den Hungrigen stärkst und den Gebeugten satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf und deine Finsternis wird hell wie der Mittag. 11Der Herr wird dich immer führen, auch im dürren Land macht er dich satt und stärkt deine Glieder. Du gleichst einem bewässerten Garten, einer Quelle, deren Wasser nicht trügt. 12Die Deinen bauen uralte Trümmerstätten wieder auf, die Grundmauern vergangener Generationen stellst du wieder her. Man nennt dich Maurer, der Risse schließt, der Pfade zum Bleiben wiederherstellt. 13Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, deine Geschäfte an meinem heiligen Tag zu machen, wenn du den Sabbat eine Wonne nennst, heilig für den Herrn, hochgeehrt, wenn du ihn ehrst, ohne Gänge zu machen und ohne dich Geschäften zu widmen und viele Worte zu machen, 14dann wirst du am Herrn deine Wonne haben. Dann lasse ich dich über die Höhen der Erde dahinfahren und das Erbe deines Vaters Jakob genießen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen. AntwortpsalmPs 86 (85), 1-2.3-4.5-6 (Kv: 11a) Kv Lehre mich, Herr, deinen Weg! - KvGL 629, 3, VI. Ton 1Neige dein Ohr, Herr, und gib mir Antwort, * denn elend und arm bin ich! 2Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben! * Rette, du mein Gott, deinen Knecht, der auf dich vertraut! - (Kv) 3Mein Herr, sei mir gnädig, * denn zu dir rufe ich den ganzen Tag! 4Erfreue die Seele deines Knechtes, * denn zu dir, mein Herr, erhebe ich meine Seele! - (Kv) 5Du, mein Herr, bist gut und bereit zu vergeben, * reich an Liebe für alle, die zu dir rufen. 6Vernimm, o Herr, mein Bittgebet, * achte auf mein lautes Flehen! - Kv Ruf vor dem EvangeliumVers: vgl. Ez 33, 11 Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! - Kv (So spricht Gott, der Herr:) Ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran, dass er sich abkehrt von seinem Weg und am Leben bleibt. Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! ZUM EVANGELIUM Die Armen und die Sünder sind für die Botschaft Jesu aufgeschlossen; bei den Reichen und vor allem bei den "Gerechten" hat es Jesus schwerer. Schon bei der Heilung des Gelähmten hat sich gegen die Sündenvergebung der Widerspruch der Schriftgelehrten und Pharisäer gemeldet (Lk 5, 21: Montag der 1. Adventswoche). Nun ruft er einen Zöllner in seine Nachfolge (V. 27-28) und hat Tischgemeinschaft mit Zöllnern und Sündern (V. 29). Das ist skandalös, und die Frommen machen keinen Hehl aus ihrem Abscheu. In Lk 15 antwortet Jesus diesen Leuten mit den Gleichnissen vom verlorenen Schaf, von der verlorenen Drachme und vom verlorenen Sohn. Im heutigen Evangelium stehen als Antwort nur zwei kurze Sätze; der eine kommt sozusagen von unten, vom Menschen her, der zweite kommt aus dem Geheimnis Gottes. Jesus verweist zuerst auf die Not dieser Menschen, dann auf den Zweck seines "Kommens": Er ist Mensch geworden, um den Sündern die Umkehr möglich zu machen. - Mt 9, 9-13; Mk 2, 13-17; Lev 19, 2; Hos 6, 6; Lk 15, 2. EvangeliumLk 5, 27-32 Ich bin nicht gekommen, um Gerechte, sondern Sünder zur Umkehr zu rufen Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas. In jener Zeit 27 sah Jesus einen Zöllner namens Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! 28Da verließ Levi alles, stand auf und folgte ihm nach. 29Und Levi gab für Jesus in seinem Haus ein großes Gastmahl. Viele Zöllner und andere waren mit ihnen zu Tisch. 30Da murrten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten und sagten zu seinen Jüngern: Wie könnt ihr zusammen mit Zöllnern und Sündern essen und trinken? 31Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. 32Ich bin nicht gekommen, um Gerechte, sondern Sünder zur Umkehr zu rufen. Fürbitten Zu unserem Herrn Jesus Christus, der sich der Sünder annahm, wollen wir beten: fS Für deine Kirche: um den Geist der Liebe und des Erbarmens. fS Für die verfeindeten Völker: um den Geist der Versöhnung und des Friedens. fS Für alle in Schuld Verstrickten: um den Geist der Umkehr. fS Für unsere Gemeinde: um den Geist der Gemeinschaft. fS Für unsere Verstorbenen: um das ewige Leben. Allmächtiger Gott, wende dich uns zu und höre unser Rufen. Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn. - A: Amen. Gabengebet Nimm an, o Herr, das Opfer des Lobes und der Versöhnung. Löse uns aus aller Verstrickung in das Böse, damit wir in freier Hingabe ganz dir gehören. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Fastenpräfation, S. 750 f. KommunionversMt 9, 13 Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer, denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten. Schlussgebet Gütiger Gott, du hast uns den Leib und das Blut deines Sohnes geschenkt. Was wir auf Erden im Geheimnis feiern, sei uns Stärkung auf dem Weg zur Vollendung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. _________________________________ P. Anselm Schott Messbücher-Namensgeber Pater Schott vor 125 Jahren gestorben (23.04.1896) Vatican News Perikopen Zu Fragen der Auslegung und Exegese der liturgischen Lesungen empfehlen wir Ihnen auch den Besuch der Seite perikopen.de _________________________________ Katholisches Bibelwerk e.V. 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